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23.10.2013

Hasso Plattner stellt Online-Studenten auf openHPI.de 2.400 Zertifikate aus

Potsdam. 16.000 Internetnutzer aus aller Welt haben an dem soeben beendeten Onlinekurs von Prof. Hasso Plattner auf der interaktiven Bildungsplattform openHPI.de teilgenommen. 4.800 gehörten zu den aktiven Nutzern, beteiligten sich also an den Hausaufgaben oder wirkten im Diskussionsforum mit. 2.400 davon bekamen den erfolgreichen Abschluss mit einem Zertifikat bestätigt. Der Mitgründer und Aufsichtsratsvorsitzender des Softwarekonzerns SAP und Stifter des Hasso-Plattner-Instituts hatte sechs Wochen lang in die neue Hauptspeicher-Datenbanktechnologie eingeführt - in englischer Sprache. Das am HPI erforschte und zusammen mit SAP entwickelte In-Memory Data Management ermöglicht blitzschnelles und flexibles Auswerten riesiger Datenmengen, das früher Stunden oder Tage dauerte.

„Die starke Beteiligung und insbesondere die Interaktion unter den Studierenden haben mir erneut gezeigt, dass Massive Open Online Courses in der IT-Bildung wegweisend sind“, erklärte Plattner. Die Kombination von interaktiven Lehrangeboten mit regem Wissensaustausch auf einer sozialen Plattform komme sehr gut an. „Für das Thema In-Memory Data Management haben sich innerhalb von 13 Monaten nun zweimal jeweils mehr als 16.000 openHPI-Teilnehmer begeistert. Dieses weltweite Interesse an der neuen Hauptspeicher-Datenbanktechnologie beeindruckt mich sehr“, sagte der HPI-Stifter.

Plattners jüngster Onlinekurs, der auch weiterhin auf openHPI zugänglich bleibt, war die aktualisierte und weiterentwickelte Version eines Vorjahres-Kurses. Mit diesem war die Internet-Bildungsplattform am 3. September 2012 an den Start gegangen. Besonderen Raum nahmen diesmal das Erreichen kurzer Antwortzeiten bei komplexen Auswertungen und zahlreichen gleichzeitigen Nutzeranfragen sowie eine neue Möglichkeit zur sekundenschnellen Analyse, demonstriert an Verkaufsdaten im Handel, ein. Insgesamt bot der Kurs 36 Lehr-Videos von Plattner, umfassendes Lesematerial zur begleitenden Vertiefung des Stoffs, Online-Tests zur Selbstkontrolle des Lernfortschritts, Hausaufgaben und eine Online-Abschlussprüfung.

Nächster Online-Kurs auf openHPI beginnt am Montag

Die Teilnahme an den offenen Onlinekursen zur Informationstechnologie ist bei openHPI völlig kostenlos, Zulassungsbeschränkungen gibt es nicht. Da die Kurse als so genannte Massive Open Online Courses (MOOC) in ein interaktives Lernnetzwerk eingebettet sind, kann sich jeder Teilnehmer mit den Professoren, ihren wissenschaftlichen Mitarbeitern und den anderen Nutzern über die Inhalte austauschen. Online sind unter http://openhpi.de/course/bpm2013 Anmeldungen für das nächste Angebot möglich: Ab Montag, 28. Oktober, geht es um das genaue Verständnis von Geschäftsprozessmodellen.

openHPI: Vorbild sind Massive Open Online Courses (MOOC)

Die Internet-Bildungsplattform des Hasso-Plattner-Instituts bietet pro Jahr fünf kostenlose, frei zugängliche Onlinekurse für sehr viele Teilnehmer an. Rund 53.000 interessierte Online-Lerner aus mehr als 114 Ländern sind auf openhpi.de mittlerweile registriert. Zugangsbeschränkungen gibt es nicht. Weltweit einzigartig ist die Plattform dadurch, dass sich die Inhalte auf Informationstechnologie und Informatik konzentrieren und die Kurse sowohl in deutscher als auch englischer Sprache angeboten werden. Sechs Kurse sind bereits im Archiv-Modus nutzbar. openHPI folgt dem Beispiel der „Massive Open Online Courses“, wie sie seit 2011 zunächst von der Stanford University, später aber auch von anderen Elite-Universitäten der USA angeboten wurden.

Im Unterschied zu „traditionellen“ Vorlesungsportalen werden bei openhpi.de Kurse angeboten, die einem festen sechswöchigen Zeitplan folgen - mit definierten Angebotsimpulsen wie Lehr-Videos, Texte, Selbsttests, regelmäßige Hausaufgaben und Prüfungsaufgaben. Kombiniert sind die Angebote mit einer sozialen Plattform, auf der sich die Teilnehmer mit den Kursbetreuern und anderen Teilnehmern austauschen, Fragen klären und weiterführende Themen diskutieren können. Die Teilnehmer entscheiden selbst über Art und Umfang ihrer Aktivitäten. Sie können in den Kurs eigene Beiträge einbringen, zum Beispiel durch Blogposts oder Tweets, auf die sie im Forum verweisen. Andere Lernende können diese dann kommentieren, diskutieren oder erweitern. So werden Lernende, Lehrende und die Inhalte in einem sozialen Lernnetzwerk miteinander verknüpft.

Kurzprofil Hasso-Plattner-Institut

Das Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik GmbH (HPI) in Potsdam ist Deutschlands universitäres Exzellenz-Zentrum für IT-Systems Engineering. Als einziges Universitäts-Institut in Deutschland bietet es den Bachelor- und Master-Studiengang „IT-Systems Engineering“ an – ein besonders praxisnahes und ingenieurwissenschaftliches Informatik-Studium, das von derzeit 470 Studenten genutzt wird. Die HPI School of Design Thinking, Europas erste Innovationsschule für Studenten nach dem Vorbild der Stanforder d.school, bietet jährlich 240 Plätze für ein Zusatzstudium an. Insgesamt zehn HPI-Professoren und über 50 weitere Gastprofessoren, Lehrbeauftragte und Dozenten sind am Institut tätig. Es betreibt exzellente universitäre Forschung – in seinen neun Fachgebieten, aber auch in der HPI Research School für Doktoranden mit ihren Forschungsaußenstellen in Kapstadt, Haifa und Nanjing. Schwerpunkt der HPI-Lehre und -Forschung sind die Grundlagen und Anwendungen großer, hoch komplexer und vernetzter IT-Systeme. Hinzu kommt das Entwickeln und Erforschen nutzerorientierter Innovationen für alle Lebensbereiche. Das HPI kommt bei den CHE-Hochschulrankings stets auf Spitzenplätze.

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