Hasso-Plattner-Institut
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29.04.2013

Potsdam. Das Hasso-Plattner-Institut hat der Teltower Getemed AG zum Gewinn des Deutschen Innovationspreises 2013 gratuliert. "Wir freuen uns, dass ein langjähriger Kooperationspartner des HPI diese herausragende Auszeichnung erhalten hat", erklärte Prof. Andreas Polze, Leiter des HPI-Fachgebiets Betriebssysteme und Middleware. Der Wissenschaftler hob hervor, dass HPI und Getemed zum Beispiel eng bei dem Telemedizin-Projekt Fontane (Gesundheitsregion der Zukunft Nordbrandenburg) zusammenarbeiten.

Nach Polzes Wort ist der 1. Mai der offizielle Starttermin für die klinischen Studien des Fontane-Projekts, mit denen bei Herzschwäche-Patienten in der Uckermark eine spezielle Form der ambulanten telemedizinischen Versorgung geprüft werden soll. Die chronische Herzinsuffizienz ist eine Volkserkrankung, von der gegenwärtig in ganz Deutschland rund 1, 2 Millionen Patienten betroffen sind. Laut Statistik stellt sie mit jährlich rund 372.000 stationären Behandlungen den häufigsten Grund für Krankenhausaufenthalte dar. Im Rahmen der Betreuung dieser Patienten geben die Kostenträger rund drei Milliarden Euro pro Jahr aus.

Für das Fontane-Projekt haben HPI-Studenten bereits in drei Bachelorprojekten Beiträge erbracht. Derzeit entwickelt ein Studententeam in Zusammenarbeit mit den Experten der Getemed AG einen "Medical Service Bus". Anfang Juli werden sie beim Bachelorpodium des HPI die neue Telemedizin-Lösung der Öffentlichkeit präsentieren. Der Titel lautet: "Der Arzt zu Hause – Ein Telemedizin-Programm für jedermann". In den vergangenen Monaten wechselten zudem drei HPI-Doktoranden zu dem Teltower Medizin- und Informationstechnik-Anbieter. Das Unternehmen ermöglicht es ihnen, berufsbegleitend ihr Promotionsverfahren zum Abschluss zu bringen.

Das Hasso-Plattner-Institut hatte im Vorjahr zusammen mit der SAP AG den Deutschen Innovationspreis 2012 gewonnen. Ausgezeichnet wurde damals eine am HPI erforschte und von der SAP AG vermarktete Softwaretechnologie, die für riesige Mengen von Unternehmensdaten blitzschnelle und flexible Auswertungen ermöglicht, die früher Minuten, Stunden oder sogar Tage gedauert haben.

Kurzprofil Hasso-Plattner-Institut

Das Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik GmbH (HPI) in Potsdam ist Deutschlands universitäres Exzellenz-Zentrum für IT-Systems Engineering. Als einziges Universitäts-Institut in Deutschland bietet es den Bachelor- und Master-Studiengang „IT-Systems Engineering“ an – ein besonders praxisnahes und ingenieurwissenschaftliches Informatik-Studium, das von derzeit 450 Studenten genutzt wird. Die HPI School of Design Thinking, Europas erste Innovationsschule für Studenten nach dem Vorbild der Stanforder d.school, bietet jährlich 240 Plätze für ein Zusatzstudium an. Insgesamt zehn HPI-Professoren und über 50 weitere Gastprofessoren, Lehrbeauftragte und Dozenten sind am Institut tätig. Es betreibt exzellente universitäre Forschung – in seinen neun Fachgebieten, aber auch in der HPI Research School für Doktoranden mit ihren Forschungsaußenstellen in Kapstadt, Haifa und Nanjing. Schwerpunkt der HPI-Lehre und -Forschung sind die Grundlagen und Anwendungen großer, hoch komplexer und vernetzter IT-Systeme. Hinzu kommt das Entwickeln und Erforschen nutzerorientierter Innovationen für alle Lebensbereiche. Das HPI kommt bei den CHE-Hochschulrankings stets auf Spitzenplätze. Seit September betreibt es die Internet-Bildungsplattform openhpi.de, deren kostenlose offene Online-Kurse jedem offen stehen.

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