Hasso-Plattner-Institut
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04.10.2017

Pressemitteilung

Hasso-Plattner-Institut feiert 1000. Bachelorabsolventen

Potsdam/Wilhelmshaven. Die Fußstapfen in der IT-Welt sind groß: Hendrik Folkerts (23) aus Wilhelmshaven ist der 1000. Bachelorabsolvent am Hasso-Plattner-Institut (HPI) und hat seine Bachelorarbeit am Lehrstuhl von SAP-Gründer Professor Hasso Plattner persönlich geschrieben. Am vergangenen Freitag wurde er zusammen mit 121 Kommilitoninnen und Kommilitonen im Rahmen der festlichen HPI-Absolventenfeier in Potsdam geehrt.

Zusammen mit einem kleinen Team hat er im Rahmen seiner Abschlussarbeit eine Software entwickelt, die Probleme bei der Bestellabwicklung erkennt – und zwar bevor sie auftreten. Die in Kooperation mit dem SAP Innovation Center Potsdam entstandene Anwendung präsentierte Folkerts mit seinen Kommilitonen auf dem Bachelorpodium im Juli. Rund 300 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft waren zu diesem Anlass ans HPI gekommen. 

„Beim Bestellabwicklungsprozess großer Unternehmen treten sehr unterschiedliche Probleme auf, gerade wenn tausende oder zehntausende von Kundenbestellungen zeitgleich abgearbeitet werden müssen“, weiß Folkerts, der sein Abitur 2013 am Neuen Gymnasium Wilhelmshaven gemacht hat. Bisher werden Verzögerungen häufig erst erkannt, wenn ein Auftrag nicht weiter bearbeitet werden kann und dem Unternehmen Verluste entstehen. Die neue Software nutze Machine-Learning-Technologien, um Muster in großen Datenmengen automatisiert zu erkennen und Risiken zu prognostizieren.

„Natürlich bringt es nicht viel, Probleme vorherzusagen, wenn sie ein paar Tage später trotzdem auftreten“, so Folkerts. „Die neue Software simuliert daher alle möglichen Lösungsaktionen in Echtzeit und schlägt sofort die beste Lösung vor.“ Die neue Anwendung wurde bereits auf der diesjährigen SAPPHIRE NOW, der weltgrößten Kundenmesse des IT-Konzerns SAP SE, einem breiten Publikum vorgestellt und stieß laut Folkerts auf großes Interesse.

In seiner Freizeit reist der 23-Jährige gerne, liest und zeichnet viel. Derzeit macht Folkerts ein sechsmonatiges Praktikum bei SAP in Palo Alto. Nach Ende des Praktikums kehrt er an das HPI zurück, um dort sein Masterstudium zu beginnen.

Kurzprofil Hasso-Plattner-Institut

Das Hasso-Plattner-Institut (HPI) in Potsdam ist Deutschlands universitäres Exzellenz-Zentrum für Digital Engineering (https://hpi.de). Mit dem Bachelor- und Master-Studiengang „IT-Systems Engineering“ bietet die gemeinsame Digital-Engineering-Fakultät des HPI und der Universität Potsdam ein deutschlandweit einmaliges und besonders praxisnahes ingenieurwissenschaftliches Informatik-Studium an, das von derzeit rund 500 Studierenden genutzt wird. Bei den CHE-Hochschulrankings belegt das HPI stets Spitzenplätze. Die HPI School of Design Thinking, Europas erste Innovationsschule für Studenten nach dem Vorbild der Stanforder d.school, bietet jährlich 240 Plätze für ein Zusatzstudium an. Derzeit sind am HPI zwölf Professoren und über 50 weitere Gastprofessoren, Lehrbeauftragte und Dozenten tätig. Es betreibt exzellente universitäre Forschung – in seinen IT-Fachgebieten, aber auch in der HPI Research School für Doktoranden mit ihren Forschungsaußenstellen in Kapstadt, Haifa und Nanjing. Schwerpunkt der HPI-Lehre und -Forschung sind die Grundlagen und Anwendungen großer, hoch komplexer und vernetzter IT-Systeme. Hinzu kommt das Entwickeln und Erforschen nutzerorientierter Innovationen für alle Lebensbereiche.