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07.03.2018

Press Release

IT-Recht: Online-Kurs auf openHPI behandelt neueste Entwicklungen

Neueste Entwicklungen im Recht der Informationstechnologie behandelt ein kostenloser vierwöchiger Online-Kurs, den das Hasso-Plattner-Institut (HPI) ab 9. April anbietet. Gründer und Manager von IT-Unternehmen wie auch Software-Ingenieure können dadurch zum Beispiel lernen, vor welche neuen Herausforderungen sie die EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) stellt, die im Mai in Kraft tritt. Ferner geht es um eine anstehende höchstrichterliche Entscheidung, ob Microsoft in den USA personenbezogene Daten offenlegen muss, die auf einem Server in der Europäischen Union gespeichert sind. Anmelden für den „Massive Open Online Course“ können sich Interessenten auf der Internet-Bildungsplattform openHPI unter https://open.hpi.de/courses/it-recht2018.

Leiter des openHPI-Online-Kurses „IT-Recht für Softwareentwickler“ sind Prof. Christian Czychowski und Dr. Anselm Brandi-Dohrn. Beide Juristen wollen insgesamt elf Themen ansprechen, die in der Entwicklung von Computerprogrammen eine wichtige Rolle spielen. Dazu gehört dieses Jahr neu auch der Dienstvertrag für Freelancer. Hier soll vor allem gezeigt werden, welche vertraglichen Regelungen die Aspekte Scheinselbstständigkeit und Rechteübertragung erfordern. Ferner geht es um grundlegendes Wissen zu Verträgen im IT-Bereich, zum Urheber-, Marken-, Patent- und Datenschutz-Recht sowie zu Aspekten bei Unternehmensverkäufen.

Im Zusammenhang mit der neuen Datenschutzgrundverordnung soll gezeigt werden, wie in der EU die rechtliche Situation bei personenbezogenen Daten modernisiert, die Rechte des Einzelnen gestärkt und die Regularien einheitlicher gestaltet werden. Zudem wird es eine neue Einheit „Rechte an Daten“ geben. „Wir bringen den Kursteilnehmern näher, warum es wichtig ist, genau zwischen personenbezogenen Daten und Daten, die von Maschinen generiert werden, zu differenzieren“, kündigt Czychowski an.

Der Online-Kurs ist offen für alle, die sich für das Thema IT-Recht in der Softwareentwicklung interessieren. Vorkenntnisse werden nicht erwartet. Pro Kurswoche ist mit einem Arbeitsaufwand von rund drei Stunden zu rechnen für Videos, Selbsttests und Prüfaufgaben. Für die erfolgreiche Kursteilnahme erhalten die Teilnehmer ein Zeugnis des Hasso-Plattner-Instituts.

Kurzprofil Hasso-Plattner-Institut

Das Hasso-Plattner-Institut (HPI) in Potsdam ist Deutschlands universitäres Exzellenz-Zentrum für Digital Engineering (https://hpi.de). Mit dem Bachelor- und Master-Studiengang „IT-Systems Engineering“ bietet die gemeinsame Digital-Engineering-Fakultät der Universität Potsdam und des HPI ein deutschlandweit einmaliges und besonders praxisnahes ingenieurwissenschaftliches Informatik-Studium an, das von derzeit rund 500 Studierenden genutzt wird. Bei den CHE-Hochschulrankings belegt das HPI stets Spitzenplätze. Die HPI School of Design Thinking, Europas erste Innovationsschule für Studenten nach dem Vorbild der Stanforder d.school, bietet jährlich 240 Plätze für ein Zusatzstudium an. Derzeit sind am HPI dreizehn Professoren und über 50 weitere Gastprofessoren, Lehrbeauftragte und Dozenten tätig. Es betreibt exzellente universitäre Forschung – in seinen IT-Fachgebieten, aber auch in der HPI Research School für Doktoranden mit ihren Forschungsaußenstellen in Kapstadt, Haifa und Nanjing. Schwerpunkt der HPI-Lehre und -Forschung sind die Grundlagen und Anwendungen großer, hoch komplexer und vernetzter IT-Systeme. Hinzu kommt das Entwickeln und Erforschen nutzerorientierter Innovationen für alle Lebensbereiche.