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31.08.2018

Press Release

HPI-Studentin Lisa Ihde gewinnt 2. Platz des ARD/ZDF Förderpreises

Bei der Verleihung des ARD/ZDF Förderpreises 2018 »Frauen + Medientechnologie« wurde Lisa Ihde, Masterstudentin am Hasso-Plattner-Institut (HPI) in Potsdam, mit dem 2. Preis ausgezeichnet. Zum Auftakt der Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin bekam sie den Preis, mit dem herausragende Forschungsergebnisse in Abschlussarbeiten über aktuelle technische Fragestellungen prämiert werden, für ihre Bachelorarbeit „Konzepte und Techniken zur Mixed-Reality-Visualisierung von Massiven 3D-Punktwolken“. Der Förderpreis wurde dieses Jahr bereits zum 10. Mal vergeben, der 2. Platz ist mit 3.000 Euro dotiert.

In ihrem Bachelorprojekt am Fachgebiet "Computergrafische Systeme" von Professor Jürgen Döllner entwickelte Ihde (22) eine Software, die das Eintauchen in komplexe 3D-Scans mithilfe von Virtual-Reality-Technologien (VR) erlaubt. Für den externen Beobachter ist die Darstellung von VR meist auf die Nutzerperspektive beschränkt. Um virtuelle und reale Umgebungen miteinander zu verbinden und die 3D-Welt somit auch für das außenstehende Publikum sichtbar zu machen, nutzte Lisa Ihde physikalische Eigenschaften von 3D-Punktwolken und erschuf damit eine Mixed-Reality.

Ihdes besondere Faszination für Informatik begründet sich im Facettenreichtum der Fachrichtung. „Außerdem mag ich es, dass man Ideen durch Programmieren schnell umsetzen und dadurch direkte Effekte im realen Leben erreicht“, so Ihde weiter. Auch privat nutze sie ihre Programmierkenntnisse, um beispielsweise ihren Kleiderschrank per App zu organisieren.

Neben dem Studium engagiert sich Lisa Ihde als Gleichstellungsbeauftrage an der gemeinsamen Digital-Engineering-Fakultät des HPI und der Universität Potsdam. Zusätzlich programmierte sie bereits etliche Apps, zum Beispiel zum Auffinden von Glascontainern, Kleidersammelboxen und Mülleimern. Auch ein Buch hat Lisa Ihde schon veröffentlicht: „Meine eigene Homepage für Dummies Junior“, erschienen 2017 bei Wiley-VCH. Ende September 2018 ist Ihde eine von sechs Stipendiatinnen, denen das HPI eine Teilnahme an der weltgrößten IT-Konferenz für Frauen (Grace Hopper Convention) in den USA ermöglicht.

Kurzprofil Hasso-Plattner-Institut

Das Hasso-Plattner-Institut (HPI) in Potsdam ist Deutschlands universitäres Exzellenz-Zentrum für Digital Engineering (https://hpi.de). Mit dem Bachelorstudiengang „IT-Systems Engineering“ bietet die gemeinsame Digital-Engineering-Fakultät des HPI und der Universität Potsdam ein deutschlandweit einmaliges und besonders praxisnahes ingenieurwissenschaftliches Informatik-Studium an, das von derzeit rund 500 Studierenden genutzt wird. In den drei Masterstudiengängen „IT-Systems Engineering“, „Digital Health“ und „Data Engineering“ können darauf aufbauend eigene Forschungsschwerpunkte gesetzt werden. Bei den CHE-Hochschulrankings belegt das HPI stets Spitzenplätze. Die HPI School of Design Thinking, Europas erste Innovationsschule für Studenten nach dem Vorbild der Stanforder d.school, bietet jährlich 240 Plätze für ein Zusatzstudium an. Derzeit sind am HPI dreizehn Professoren und über 50 weitere Gastprofessoren, Lehrbeauftragte und Dozenten tätig. Es betreibt exzellente universitäre Forschung – in seinen IT-Fachgebieten, aber auch in der HPI Research School für Doktoranden mit ihren Forschungsaußenstellen in Kapstadt, Haifa und Nanjing. Schwerpunkt der HPI-Lehre und -Forschung sind die Grundlagen und Anwendungen großer, hoch komplexer und vernetzter IT-Systeme. Hinzu kommt das Entwickeln und Erforschen nutzerorientierter Innovationen für alle Lebensbereiche.