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16.01.2018

Press Release

OpenHPI-Online-Workshop soll bei Umstieg auf Betriebssystem Linux helfen

Computernutzern, die mit ihrem gegenwärtigen Betriebssystem unzufrieden sind oder ein neues ausprobieren wollen, stellt das Hasso-Plattner-Institut (HPI) vom 12. Februar an in einem zweiwöchigen kostenlosen Online-Workshop die Alternative „Linux“ vor. Die potenziellen Umsteiger können sich auf der Internet-Bildungsplattform openHPI für den Kurs „Linux für alle“ anmelden unter https://open.hpi.de/courses/linux2018.

„Das von einer Community programmierte Linux-Betriebssystem, dessen Software frei zugänglich ist, bringt nicht nur viele PCs, Notebooks und Web-Server zum Laufen, sondern unterstützt auch Android-Handys, einige Spielekonsolen oder Internet-Router wie die Fritz Box“, erläutert HPI-Wissenschaftler Christian Willems. Er leitet den Gratis-Onlineworkshop zusammen mit seinem Kollegen Tom Staubitz und mit HPI-Studenten. Auch für die Bildungsplattform openHPI selbst ist Linux, als dessen Markenzeichen ein Pinguin fungiert, gewissermaßen der „Motor“.

Neben der kostenlosen Bereitstellung nennt Willems den Sicherheitsaspekt als weiteren Vorteil von Linux-Systemen. Sie seien kaum anfällig für Schadsoftware, denn Viren und Trojaner würden meistens für die am stärksten verbreiteten Windows-Betriebssysteme und -Anwendungen programmiert. „Durch die quelloffene Struktur und die Entwicklung unter den Augen eines sicherheitsbewussten Publikums werden Linux-Sicherheitslücken meist schnell entdeckt und behoben“, so der Kursleiter. Zudem würden Sicherheits-Updates einfach und schnell an die Nutzer verteilt.

Im Online-Workshop steht die Linux-Variante Ubuntu im Mittelpunkt. Die Teilnehmer lernen das Betriebssystem Schritt für Schritt kennen und erfahren, wie sie es auf ihrem Rechner installieren und konfigurieren können sowie welche Programme anwendbar sind. „Wir demonstrieren auch, dass es problemlos möglich ist, Linux neben einem vorhandenen Betriebssystem wie Windows zu installieren“, betont Willems.

Der Online-Workshop richtet sich insbesondere an Linux-Neulinge, die in das freie Betriebssystem reinschnuppern möchten um zu sehen, ob ein Wechsel für sie in Frage kommt. Auch Windows-Nutzern, die bereits geplant haben, auf ein Linux-Betriebssystem umzusteigen, bietet der Workshop einen Einstieg. Vorwissen ist für den Kurs nicht nötig. 

Universität anrechnen lassen. Wer sich Videolektionen aus den Kursen unterwegs auch dann anschauen will, wenn keine Internetverbindung gewährleistet ist (etwa im Flugzeug), kann neuerdings dafür die openHPI-App für iPhones oder iPads nutzen.

Hintergrund zur interaktiven Bildungsplattform openHPI

Seine interaktiven Internetangebote hat das Hasso-Plattner-Institut als Pionier unter den deutschen Wissenschafts-Institutionen am 5. September 2012 gestartet - auf der Plattform https://open.hpi.de. Sie vermittelt seitdem Gratis-Zugang zu aktuellem Hochschul-Wissen aus den sich schnell verändernden Gebieten Informationstechnologie und Innovation. Das geschieht bislang hauptsächlich auf Deutsch, Englisch und Chinesisch. Im Herbst 2017 hat openHPI aber erstmals auch die Online-Übersetzung und Untertitelung eines Kurses in elf Weltsprachen angeboten.

Mittlerweile wurden auf openHPI mehr als 438.000 Kurseinschreibungen registriert. Gut 158.000 Personen aus 180 Ländern gehören auf der Plattform zum festen Nutzerkreis. Er wächst täglich. Für besonders erfolgreiche Teilnehmer an seinen "Massive Open Online Courses", kurz MOOCs genannt, stellte das Institut bisher mehr als 46.000 Zertifikate aus. Das openHPI-Jahresprogramm für 2018 umfasst neun Angebote für IT-Einsteiger und Experten. Auch die in der Vergangenheit angebotenen Kurse können im Selbststudium nach wie vor genutzt werden - ebenfalls kostenfrei.

Studierende können sich für das Absolvieren von openHPI-Kursen jetzt auch Leistungspunkte an ihrer Universität anrechnen lassen. Wer sich Videolektionen aus den Kursen unterwegs auch dann anschauen will, wenn keine Internetverbindung gewährleistet ist (etwa im Flugzeug), kann neuerdings dafür die openHPI-App für iPhones oder iPads nutzen.

Kurzprofil Hasso-Plattner-Institut

Das Hasso-Plattner-Institut (HPI) in Potsdam ist Deutschlands universitäres Exzellenz-Zentrum für Digital Engineering (https://hpi.de). Mit dem Bachelor- und Master-Studiengang „IT-Systems Engineering“ bietet die gemeinsame Digital-Engineering-Fakultät der Universität Potsdam und des HPI ein deutschlandweit einmaliges und besonders praxisnahes ingenieurwissenschaftliches Informatik-Studium an, das von derzeit rund 500 Studierenden genutzt wird. Bei den CHE-Hochschulrankings belegt das HPI stets Spitzenplätze. Die HPI School of Design Thinking, Europas erste Innovationsschule für Studenten nach dem Vorbild der Stanforder d.school, bietet jährlich 240 Plätze für ein Zusatzstudium an. Derzeit sind am HPI dreizehn Professoren und über 50 weitere Gastprofessoren, Lehrbeauftragte und Dozenten tätig. Es betreibt exzellente universitäre Forschung – in seinen IT-Fachgebieten, aber auch in der HPI Research School für Doktoranden mit ihren Forschungsaußenstellen in Kapstadt, Haifa und Nanjing. Schwerpunkt der HPI-Lehre und -Forschung sind die Grundlagen und Anwendungen großer, hoch komplexer und vernetzter IT-Systeme. Hinzu kommt das Entwickeln und Erforschen nutzerorientierter Innovationen für alle Lebensbereiche.