Hasso-Plattner-Institut20 Jahre HPI
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26.06.2019

Press Release

HPI-Wissenspodcast Neuland mit Professor Felix Naumann: Welchen Wert haben unsere Daten?

Google, Facebook, Amazon und Co – jeden Tag hinterlassen wir viele Daten bei großen Konzernen. Doch wie nutzen die Konzerne unsere Daten? Wie sehr sind wir durch Werbung beeinflussbar? Und wie viel Geld sind unsere persönlichen Daten wert? Diese und andere Fragen beantwortet Professor Felix Naumann, Leiter des Fachgebiets Informationssysteme am Hasso-Plattner-Institut (HPI), in der neuen Podcast-Folge Neuland. Im Gespräch mit Moderator Leon Stebe erklärt er, wie Konzerne automatisiert die Daten einzelner Nutzer auswerten können, warum es ratsam ist, Berufliches und Privates im Netz strikt zu trennen und welche Überwachungsverfahren in der Theorie bereits mit unseren Daten erprobt werden.

„Für viele Dienste gibt es allerdings kostenpflichtige Alternativen, die einen sorgsameren Umgang mit den Daten versprechen“, erläutert HPI-Professor Felix Naumann. „Trotzdem sind wenige Leute bereit, diese zu nutzen. Vielen Leuten ist es egal, dass ihre Daten frei verfügbar sind und ge- oder auch missbraucht werden können.“ Gewisse Implikationen habe es zudem, dass Daten heutzutage nicht mehr flüchtig sind, sondern beliebig lang aufbewahrt werden können. „Niemand weiß heute, welche Handlungen in 30 Jahren akzeptabel oder strafbar sein werden. Die Daten zu all unseren jetzigen Handlungen sind aber weiterhin verfügbar und könnten in dem Fall auch gegen uns verwendet werden“, so Naumann.

Fundiertes Wissen über die digitale Welt, anschaulich und verständlich erklärt – das bietet der Wissenspodcast „Neuland“ mit Experten des Hasso-Plattner-Instituts (HPI) unter: https://podcast.hpi.de, bei iTunes und Spotify. Alle 14 Tage sprechen sie bei Neuland über aktuelle und gesellschaftlich relevante Digitalthemen, ihre Forschungsarbeit und über Chancen und Herausforderungen digitaler Trends und Entwicklungen. Die nächste Folge wird am 10. Juli ausgestrahlt. Im Gespräch dann: Prof. Ulrich Weinberg über Design Thinking 4.0 – die kulturelle Dimension der Digitalen Transformation.

Kurzprofil Hasso-Plattner-Institut

Das Hasso-Plattner-Institut (HPI) in Potsdam ist Deutschlands universitäres Exzellenz-Zentrum für Digital Engineering. Mit dem Bachelorstudiengang „IT-Systems Engineering“ bietet die gemeinsame Digital-Engineering-Fakultät des HPI und der Universität Potsdam ein deutschlandweit einmaliges und besonders praxisnahes ingenieurwissenschaftliches Informatikstudium an, das von derzeit rund 500 Studierenden genutzt wird. In den vier Masterstudiengängen „IT-Systems Engineering“, „Digital Health“, „Data Engineering“ und „Cybersecurity“  können darauf aufbauend eigene Forschungsschwerpunkte gesetzt werden. Bei den CHE-Hochschulrankings belegt das HPI stets Spitzenplätze. Die HPI School of Design Thinking, Europas erste Innovationsschule für Studenten nach dem Vorbild der Stanforder d.school, bietet jährlich 240 Plätze für ein Zusatzstudium an. Derzeit sind am HPI 15 Professoren und über 50 weitere Gastprofessoren, Lehrbeauftragte und Dozenten tätig. Es betreibt exzellente universitäre Forschung – in seinen IT-Fachgebieten, aber auch in der HPI Research School für Doktoranden mit ihren Forschungsaußenstellen in Kapstadt, Haifa und Nanjing. Schwerpunkt der HPI-Lehre und -Forschung sind die Grundlagen und Anwendungen großer, hoch komplexer und vernetzter IT-Systeme. Hinzu kommt das Entwickeln und Erforschen nutzerorientierter Innovationen für alle Lebensbereiche.