Hasso-Plattner-Institut
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14.06.2006

Statt normalem Informatik-Studium: IT-Systemingenieur werden!

Potsdam. Für begabte Abiturienten, die kein normales Informatik-Studium sondern eine wesentlich praxisnähere Studienfach-Alternative anstreben, läuft in Kürze eine wichtige Frist ab: Nur noch bis zum 15. Juli können sie sich am Hasso-Plattner-Institut für das kommende Wintersemester um einen der stark begehrten Bachelor-Studienplätze bewerben. Maximal 60 der bestqualifizierten Kandidaten werden angenommen. Das junge Institut, das unter anderem mit der Uni Stanford und dem MIT in den USA kooperiert, gehört zu den ersten Informatik-Adressen in Deutschland. Bei zwei Hochschulrankings landete es kürzlich jeweils auf Platz 4 und ist in Berlin und Brandenburg sogar die Nummer Eins. In seinem deutschlandweit einzigartigen Studiengang "IT Systems Engineering" vermittelt das vollständig vom Stifter finanzierte Hasso-Plattner-Institut (HPI) an der Uni Potsdam nicht nur abstraktes, theoretisches Wissen, sondern auch konkrete, in der Praxis anwendbare Kenntnisse und Fertigkeiten.

Der "Bachelor of Science" ist der erste für den Beruf qualifizierende Abschluss am HPI. Er kann in sechs Semestern erreicht werden. Für den Master braucht es weitere vier Semester. Ein Studien begleitendes Seminar erleichtert den Neulingen an Deutschlands Elite-Schmiede für IT-Ingenieure den Einstieg ins erste Semester. Darüber hinaus unterstützen erfahrene HPI-Studenten jedes Erstsemester als Paten beim Start ins Studium. Interessierte Kandidaten können über die Website http://www.hpi.uni-potsdam.de/lehre/studienbewerber.html Bewerbungsunterlagen bei dem an der Berliner Stadtgrenze gelegene Institut anfordern.

Mit dem Bachelor sind die HPI-Absolventen in der Lage, vielfältige Software orientierte Aufgaben in Industrie oder Dienstleistungssektor zu übernehmen. Eine wichtige Besonderheit des Studiengangs ist der Praxisbezug durch ein integriertes Bachelorprojekt, das im fünften und sechsten Semester durchgeführt wird. Bearbeitet werden konkrete Aufgabenstellungen aus Industrie und Gesellschaft. "Dabei lernen unsere Studenten, in einem Team von vier bis acht Personen mit verteilten Rollen strukturiert und zielgerichtet Softwarelösungen zu entwickeln und komplexe IT-Systeme zu beherrschen", sagt Institutsdirektor Prof. Christoph Meinel. Präsentiert werden die innovativen IT-Lösungen stets auf einem öffentlichen "Bachelorpodium". Das jüngste war am 12. April der ausgewählte von 365 Orten innerhalb der Kampagne "Deutschland - Land der Ideen" (http://www.land-der-ideen.de/CDA/ort_des_tages,1987,1,,de.html?action=detail&id=1155).

Auch auf die Förderung von soft skills wie Team- und Kommunikationsfähigkeit wird am HPI großer Wert gelegt. Wie Prof. Jürgen Döllner, der zuständige Beauftragte für den Bachelor-Studiengang, betont, sind die HPI-Absolventen gefragte Bewerber "sowohl bei Unternehmen, die IT-Systeme entwickeln, als auch bei privaten und öffentlichen Institutionen, deren Tätigkeiten stark von der Verfügbarkeit leistungsfähiger IT-Systeme abhängen". Weit mehr als die Hälfte der Absolventen nutzt nach Döllners Worten den Bachelor als erste Stufe einer wissenschaftlichen Karriere: "Als Nächstes streben sie den Master an. Manche hängen danach sogar noch eine Promotion an". Bereits seit Oktober 2005 gibt es am HPI auch eine "Research School" für Ph.D.-Studenten und Postdocs. 40 solcher Graduiertenkollegs plant die Bundesregierung im Rahmen ihrer Exzellenzinitiative aus öffentlichen Mitteln zu fördern. Die HPI Research School finanziert Stifter Hasso Plattner.

Hintergrundinformationen zum Hasso-Plattner-Institut

Vom normalen Informatik-Studium hebt sich der ingenieurwissenschaftlich orientierte Studiengang "IT Systems Engineering" am Hasso-Plattner-Institut dadurch ab, dass nicht nur die Einzelsicht auf bestimmte Software vermittelt wird, sondern auch die Gesamtsicht auf ganze IT-Systeme. "Weil sie solche hoch komplexen, großen IT-Systeme verstehen, entwickeln und in der Praxis einsetzen können, bilden unsere Absolventen den Führungsnachwuchs für die internationale IT-Branche", erklärt HPI-Geschäftsführer Prof. Meinel stolz.

Die wissenschaftliche Nachwuchs-Elite findet am Hasso-Plattner-Institut hervorragende Studien- und Arbeitsbedingungen vor, wie sie nur eine privat finanzierte Einrichtung bieten kann. Studiengebühren brauchen dennoch nicht gezahlt zu werden. 14 Professoren und 36 weitere Lehrbeauftragte bilden am HPI im Moment 330 Studierende aus - ein ausgezeichnetes Verhältnis. Intensive persönliche Betreuung jedes einzelnen Studierenden ist somit garantiert. Jeder Studierende findet leicht einen freien Arbeitsplatz in den Laboren und Seminaren. Bauten und Technik sind auf dem neuesten Stand.

Das Hasso-Plattner-Institut liegt in unmittelbarer Nähe zum Griebnitzsee. Der 30.000 Quadratmeter große Campus im Grünen hat einen komfortablen S-Bahn- und Bus-Anschluss. Um mit der S-Bahn jeweils in die Innenstadt zu kommen, benötigt man für Potsdam sieben und für Berlin 20 Minuten. Autofahrer finden auf dem Campus genügend Parkplätze vor. Das Parkgelände mit großen Bäumen, einem kleinen See und Wasserfontänen bietet eine anregende Arbeitsatmosphäre und Möglichkeiten zum gemütlichen Ausspannen. "Potsdam, Deutschlands Stadt mit der höchsten Wissenschaftler-Dichte, bietet ein ideales Umfeld fürs Studieren und Arbeiten", unterstreicht HPI-Direktor Prof. Meinel. In der Tat: Überschaubar groß, mit bezahlbaren Preisen und enger Anbindung an die Metropole Berlin, liegt Potsdam in schöner Lage mitten in einer Seen- und Parklandschaft, reich ausgestattet mit historischen Sehenswürdigkeiten. Optimale Sportmöglichkeiten und ein lebhaftes kulturelles Angebot lassen praktisch keinen Wunsch offen.

Stifter Hasso Plattner, der auch Aufsichtsratsvorsitzender der SAP AG ist, hat aus seinem Privatvermögen mittlerweile mehr als 200 Millionen Euro für das Hasso-Plattner-Institut bereitgestellt, damit es eine Elite-Ausbildungsstätte von Weltklasse-Format sein kann. Deutschlands bedeutendster privater Wissenschaftsförderer bringt sich aber auch persönlich ein - als Honorarprofessor und Leiter einer Forschungsgruppe.