Hasso-Plattner-Institut
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19.09.2012

Potsdam. Gastgeber des d.confestivals vom 20. bis 22. September ist die Potsdamer HPI School of Design Thinking, intern auch kurz “D-School” genannt. Sie ist europaweit die erste Innovationsschule für Studenten und orientiert sich am Vorbild des Hasso Plattner Institute of Design der Stanford University (Kalifornien) – berühmt geworden als „d.school“. 2012 feiert die Potsdamer D-School ihr fünfjähriges Bestehen: Seit dem Wintersemester 2007/08 wird unter der Leitung von Prof. Ulrich Weinberg der neuartige, in Deutschland einmalige Zusatzstudiengang "Design Thinking" angeboten. In den fünf Jahren seit ihrer Gründung hat sich die D-School rasant entwickelt. 

Was als Innovationsschule in der Großregion Berlin/Brandenburg begann, wurde mittlerweile zu einem europäischen Zentrum für Innovation, in dem Studenten aus 22 Nationen und 75 Disziplinen mit Hilfe des Design Thinking innovative Lösungen für alle Lebensbereiche erarbeiten. Wegen der starken Nachfrage und des Erfolgs stockte das HPI die Kapazität seiner Innovationsschule 2010 von 40 auf 120 Studienplätze auf. 

Von Palo Alto und Potsdam aus hat sich Design Thinking in den vergangenen fünf Jahren weltweit verbreitet. Ob in Sydney, Tokio, Peking, Bangalore, Singapur, Moskau, Paris, Madrid, Sao Paolo - in den letzten Jahren sind rund um den Globus Workshops, Seminar-Programme, Studiengänge oder ganze Ausbildungszentren entstanden, die Design Thinking im Fokus haben. Mit mehreren Partnern in der Welt, zum Beispiel in Malaysia, führt das Hasso-Plattner-Institut derzeit Gespräche über Kooperationen in der Design Thinking-Ausbildung.

Projektpartner der HPI School of Design Thinking in Potsdam sind sowohl renommierte Markenartikler wie auch öffentliche Einrichtungen oder Interessensverbände. Für den Handelskonzern Metro zum Beispiel waren Potsdamer Design Thinking-Studenten an der Entwicklung eines Einkaufservices beteiligt, der nach dem „Drive-In“-Prinzip funktioniert und den Kunden einen schnellen und bequemen Einkauf ermöglicht. 

Insgesamt gab es in den vergangenen fünf Jahren Projekte mit mehr als 70 verschiedenen Partnern, darunter zum Beispiel auch die Deutsche Bahn, die Deutsche Post, die Deutsche Telekom, Otto, Janssen-Cilag und mehrere Stiftungen. Mittlerweile sind schon 10 der 20 größten Unternehmen Deutschlands mit der HPI School of Design Thinking in Berührung gekommen. 

Mehr als 500 Absolventen hat die Potsdamer Innovationsschule für Studenten in dieser Zeit hervorgebracht. Sie sind – um nur ein paar Beispiele zu nennen - tätig als Senior User Experience Designer bei Nokia, Innovation Researcher bei der HYVE AG, Head of Innovation & eBusiness bei der Francotyp-Postalia GmbH oder als Design Thinker im Innovation Management des SAP-Labors in Palo Alto, Kalifornien. Absolventen jeden Jahrgangs haben sich auch als Design Thinking-Berater selbständig gemacht oder bauen Start-up-Unternehmen auf.

Design Thinking ist ein multidisziplinärer Ansatz, mit dem zukunftsweisende Produkte, Dienstleistungen und Konzepte entwickelt werden. Es verbindet kreative Denkprozesse und Arbeitsabläufe aus dem Design mit Methoden aus Technologie und Wirtschaft und stellt dabei die Bedürfnisse der Nutzer in den Mittelpunkt. Design Thinking ist eine Innovationsmethode, die komplexe Probleme auf kreative und nutzerfreundliche Weise lösen kann und gleichzeitig wirtschaftliche Rentabilität und technische Machbarkeit berücksichtigt.

Für die einjährige akademische Zusatzausbildung "Design Thinking" können sich Studenten aller Fachrichtungen in der Endphase ihres universitären Master-, Diplom- oder Magister-Studiums zweimal jährlich bewerben. Revolutionär an der Arbeitsmethode der HPI D-School ist, dass sowohl die vier bis fünf Studenten pro Arbeitsgruppe als auch ihre Professoren und Dozenten jeweils aus unterschiedlichen Disziplinen kommen. So arbeiten neben Informatikern unter anderem Usability-Experten, Designer, Betriebswirte, Juristen, Ingenieure alle Fachrichtungen, Mediziner, Biologen, Psychologen und Sozialwissenschaftler in Teams an innovativen Lösungen und Prototypen.

2008 entschloss sich Stifter Prof. Hasso Plattner, die Design Thinking-Ausbildung in Potsdam und Palo Alto zu ergänzen um ein gemeinsames, mehrjähriges Innovationsforschungsprogramm. Gut 30 Wissenschaftler des HPI und der Stanford University untersuchen seitdem in vielen Projekten, welche Faktoren Design Thinking letztlich so erfolgreich machen. In Kürze erscheint das dritte wissenschaftliche Fachbuch dazu. 2009 richtete das Potsdamer Institut eine HPI Academy (www.hpi-academy.de) ein, welche Design Thinking-Angebote auch Führungskräften zugänglich macht.

Zahlen, Daten, Fakten zur HPI School of Design Thinking 

  • Gegründet im Mai 2007 
  • Teil des Hasso-Plattner-Instituts für Softwaresystemtechnik an der Universität Potsdam
  • Einjähriges Zusatz-Studium, Abschluss mit Zertifikat
  • Keine Studiengebühren
  • Fokus: Innovation
  • 36 Professoren und Coaches aus unterschiedlichen Disziplinen
  • Mehr als 500 Studierende von 2007 bis heute
  • 120 Studierende pro Jahr
  • Teilnehmer aus 22 Nationen und 75 Disziplinen
  • Offen für alle Fachrichtungen
  • Unterrichtssprache: Englisch

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