Hasso-Plattner-Institut
  
 

Doktoranden und Mitarbeiter des HPI entwickeln ein Gründungskonzept aus ihren Forschungsarbeiten

Das PhD Start-up Bootcamp ist ein intensiver dreitägiger Workshop, der sich an Doktoranden und Wissenschaftler des HPIs wendet. Das Ziel in diesem Bootcamp ist, auf Grundlage von z.B. Forschungsergebnissen oder eigenen externen technischen Erfindungen eine Geschäftsidee und hierauf aufbauend ein erstes Geschäftsmodell zu entwickeln.

Das PhD Start-up Bootcamp

Vom 23. bis 25. November 2016 fand das erste HPI PhD Start-up Bootcamp statt, welches sich direkt an Doktoranden und Wissenschaftler des HPIs richtet. Während der dreitägigen Veranstaltung wurden in Workshops Inhalte aus dem Bereich Entrepreneurship vermittelt und an einer eigenen Geschäftsidee praktisch umgesetzt. Die Themen der Workshops behandelten die vor allem für die Anfangsphase wichtigen Themen der Teamzusammenstellung, der Geschäftsmodellentwicklung, der kundenfokussierten Produktentwicklung, der Markt- und Wettbewerbsanalyse sowie die Bereiche Finanzierung und Pitching.

Nicht alle Teilnehmer hatten von Beginn an eine eigene Geschäftsidee. Einige starteten mit einer aus der Forschungsarbeit entstandenen Technologie, andere wollten sich gerne als „Mitgründer“ einem Team anschließen. Aus den angemeldeten 12 Teilnehmern des ersten Start-up Bootcamps ergaben sich 4 Teams, die im weiteren Verlauf an einer Gründungsidee arbeiteten. Ihre Hintergründe waren dabei unterschiedlicher Art.

Ein Team aus dem Fachgebiet Informationssysteme von Prof. Dr. Felix Naumann arbeitete an ihrem in der Forschungsarbeit entstandenen Projekt für ein verbessertes Risikomanagement bei Banken. Michael Loster, Toni Grütze und Zhe Zuo kennen sich bereits aus ihrer gemeinsamen Lehrstuhlarbeit und haben die drei Tage genutzt um das Projekt strukturiert aus betriebswirtschaftlicher Perspektive zu betrachten.

Das zweite Team, bestehend aus Martin Talmeier, dem HPI Manager des Kompetenzzentrums für Digitalisierung im Mittelstand, und zwei externen Mitstreitern, beschäftigte sich mit ihrer Idee der digitalen Warteschlange.

Im dritten Team ging es um eine Softwarelösung zur Messung von Performance in Kreativteams. Hier arbeiteten Axel Menning und Benedict Ewald, Doktoranden von der School of Design Thinking, gemeinsam mit Tom Steffen Bade, der bereits einen betriebswirtschaftlichen Hintergrund einfließen lassen konnte, daran ihre Idee und den Marktblick zu schärfen.

Magnus Knuth, Mirela Alistar und Franceso Quinzan bildeten das vierte Team. Das Besondere hierbei war, dass das Team, kommend aus den Fachgebieten Internet-Technologien und Systeme, Human Computer Interaction und Algorithm Engineering, vorher noch nicht an einer spezifischen Gründungsidee zusammengearbeitet hatte. Dies hielt sie allerdings nicht im Geringsten davon ab, in einer sehr guten Atmosphäre gemeinsam an einer Softwarelösung für die Extrahierung und Analyse unstrukturierter Daten aus unterschiedlichsten Datenquellen zu arbeiten.

Insgesamt bot das erste HPI PhD Bootcamp den Teilnehmern die Möglichkeit Entrepreneurship-Tools, wie z.B. den Business Model Canvas, kennenzulernen und anzuwenden, gezielt und intensiv eine Geschäftsidee auszuarbeiten und sich mit Gleichgesinnten austauschen. Zudem gab es die Möglichkeit während und am Ende der einzelnen Workshop-Sessions zielgerichtetes Feedback von allen Teilnehmern, dem Team der E-School, sowie am Ende der drei Tage auch von einem erfahrenen Unternehmer einzuholen.

Eine weitere Besonderheit dieses Bootcamps war die intensive Zusammenarbeit mit der D-School. Nicht nur durften für das ganze Bootcamp die Räume der D-School genutzt werden. Auch der erste Workshop zum Teamaufbau und Werteversprechen wurde von der erfahrenen akademischen Direktorin der D-School, Dr. Claudia Nicolai, übernommen. Weiterhin standen den Teams durch diese Zusammenarbeit zwei angehende D-School Coaches des neuen Zertifizierungsprogramms zur Seite und unterstützten sowohl die Teams bei ihrer Arbeit, als auch das Organisationsteam der E-School tatkräftig.

Von allen Teilnehmern wurde das Bootcamp als voller Erfolg gelobt, ob zur Schärfung der Geschäftsidee, für eine strukturierte betriebswirtschaftliche Betrachtung einer Geschäftsidee oder der eigenen Forschungsarbeit, oder als spannende Erfahrung außerhalb des eigenen Fachgebiets. Eine Wiederholung ist es definitiv wert!

Wer im Anschluss an das Bootcamp weiter an der Geschäftsidee arbeiten möchte, dem steht das Team der E-School mit seinen Angeboten sehr gerne unterstützend zur Seite.