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HPI Private Cloud

Hintergrund

Cloud Computing wird zur Zeit von allen führenden Analysten als einer der wichtigsten IT-Trends für die kommenden Jahre genannt und hat das Potenzial, die Art und Weise in der wir Computerressourcen nutzen grundlegend zu verändern.

Cloud Computing erlaubt die rapide Bereitstellung elastischer, beliebig skalierbarer und flexibel abrechenbarer Rechnerkapazitäten – und somit etwa den Aufbau ganzer Rechenzentren über Nacht. Die wichtigste „enabling technology“ dabei ist die Virtualisierung von Computersystemen, die im Kontext des Cloud Computing die Bereitstellung von Infrastrukturdiensten erlaubt (IaaS).

Aufbauend darauf werden auch Angebote in den Bereichen Platform-as-a-Service immer wichtiger, während sich Software-as-a-Service in manchen Bereichen bereits etabliert hat.

Um die Konzepte des Cloud Computing in Forschung und Lehre genauer untersuchen und eigene Experimente in der Cloud durchführen zu können, soll am HPI eine eigene – private – Cloud verfügbar sein, die sowohl IaaS- als auch PaaS-Dienste bereitstellen soll.

Beschreibung

Im Rahmen des Masterprojekts sollen nun erste Schritte hin zur Vision einer komplexen HPI Cloud Infrastruktur genommen werden:

  1. Den Grundstein bildet die Inbetriebnahme einer IaaS-Cloud zur dynamischen Bereitstellung virtueller Maschinen sowie Cloud-Speicherplatz (entsprechend Amazons EC2 und S3 Diensten). Hierzu müssen verschiedene, in Frage kommende Software-Plattformen für private Clouds (wie etwa VMware vSphere oder Open Source Projekte wie Eucalyptus, OpenNebula oder OpenQRM) vergleichend evaluiert werden. Anschließend muss das System, das den Anforderungen am ehesten gerecht wird installiert, konfiguriert und getestet werden.
  2. Als erstes Nutzungsszenario für die Ausführung einer rechenintensiven Anwendung in der privaten Cloud soll die massenweise Konvertierung und Verarbeitung von Videodaten (z.B. Feature-Extraction, Texterkennung) dienen. Zu diesem Zweck soll ein entsprechender Dienst bereitgestellt werden.
  3. Da als Hardware-Plattform für das Projekt ein Hochleistungsrechner aus dem Future SOC Lab zum Einsatz kommen soll (64 Prozessorkerne, 2 TB Hauptspeicher), ist ein weiterer wichtiger Aspekt des Projekts die Messung und Darstellung der Auslastung von physikalischer Hardware sowie den virtuellen Maschinen unter hoher Last.

Kontakt

Internet Technologies and Systems

  • Prof. Dr. Christoph Meinel
  • Wesam Dawoud, Maxim Schnjakin, Ibrahim Takouna, Christian Willems