Hasso-Plattner-Institut
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28.05.2013

Foto: HPI/K. Herschelmann

Das Hasso-Plattner-Institut (HPI) bietet Wissenschaftlern zukünftig die Möglichkeit, die Hochleistungsrechner seines Spitzenforschungslabors über eine private Cloud-Lösung zu nutzen. Autorisierte Forscher aus aller Welt werden dann z.B. in der Lage sein, über verschlüsselte Internetverbindungen riesige Datenmengen in kürzester Zeit am HPI verarbeiten und analysieren zu lassen. Möglich macht das der Forschungspartner Hewlett Packard, der die Ausstattung des Labors erweitert hat. Dank der neusten HP-Lösung „Converged Cloud“ können die HPI-Wissenschaftler Regeln für die Vergabe von Rechenressourcen ihres Spitzenforschungslabors „Future SOC Lab“ aufstellen und Abläufe automatisieren. Das Kürzel SOC steht für Service-oriented Computing.

„Sowohl die Ressourcenvergabe für den virtualisierten Rechnerbetrieb als auch das Erstellen von Templates, also automatischen Konfigurationen, für konkrete Anwendungen sind spannende Forschungsthemen für uns am HPI“, erläuterte Prof. Andreas Polze, Leiter des Fachgebiets Betriebssysteme und Middleware und Sprecher der HPI Research School, bei der ersten Inbetriebnahme der „Converged Cloud“. Dazu war Uli Seibold, Geschäftsbereichsleiter bei Hewlett Packard und Mitglied des Future SOC Lab Steering Committees, nach Potsdam gekommen. Er bezifferte den Wert der Converged Cloud für das Spitzenforschungslabor auf „einen Betrag im oberen sechsstelligen Bereich“.

Institutsleiter Prof. Christoph Meinel kündigte den Start der ersten Projekte auf Grundlage der HP Converged Cloud für Juni 2013 an und dankte Hewlett Packard für die Bereitstellung der Lösung. Es handele sich um den ersten Schritt eines „Generationenwechsels“ bei der Hardware im HPI-Spitzenforschungslabor. Die offizielle Eröffnung der HP Converged Cloud im FutureSOC Lab wird im Juni stattfinden. Im September veranstaltet das Future SOC Lab einen Workshop zum Thema Cloud Computing.

Hintergrund zum HPI Future SOC Lab

Das im Juni 2010 eingerichtete HPI Future SOC Lab stellt zusammen mit seinen internationalen Industriepartnern (EMC, Fujitsu, Hewlett Packard und SAP) eine leistungsfähige Infrastruktur für akademische Forschung bereit, wie sie sonst nur in großen Unternehmen zu finden ist. Für die Projekte stehen modernste Hochleistungssysteme mit sehr vielen Rechenkernen, hoher Arbeitsspeicherkapazität und großem Festplattenspeicher-Volumen zur Verfügung. Mit der neuen HP Converged Cloud können viele Abläufe in den Forschungsprojekten automatisiert werden. Seit der Labor-Eröffnung konnten über 100 Forscher mehr als 30 Projekte erfolgreich abschließen.

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