Hasso-Plattner-Institut
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27.01.2010

Potsdam/Berlin. Europas erste Innovationsschule für Studenten erhöht die Chancen auf einen Studienplatz: An der „School of Design Thinking“ des Potsdamer Hasso-Plattner-Instituts (HPI) dürfen zum kommenden Sommersemester zusätzliche 40 kreative Querdenker aus allen akademischen Disziplinen ihre Ausbildung aufnehmen. Zudem wird zum nächsten Wintersemester ein gleich großer Parallel-Kurs eingerichtet. Mit dieser Verdreifachung der Kapazität schafft die 2007 gegründete Potsdamer „D-School“ die Voraussetzungen dafür, der starken Nachfrage nach der einzigartigen Innovationsausbildung besser gerecht werden zu können. Auch das Dozententeam aus Wissenschaftlern von Universitäten und Hochschulen in Berlin und Brandenburg wird entsprechend aufgestockt.

„Dank der Initiative unseres Stifters Hasso Plattner können wir in der D-School nun noch mehr talentierte Studenten dazu befähigen, innovative Entwicklungen für alle Lebensbereiche voranzutreiben“, erläuterte HPI-Direktor Prof. Dr. Christoph Meinel. Die Design Thinking-Ausbildung in kleinen, multidisziplinären Teams werde in Zukunft wahlweise über ein oder zwei Semester angeboten, sagte Meinel. Die Studierenden müssen an zwei Tagen der Woche in Potsdam präsent sein.

Im Fokus stehen deshalb vor allem Bewerber aus der Nähe, also aus Berlin und Brandenburg. „Gesucht werden Studierende in höheren Semestern, die kurz vor dem Abschluss stehen, Lust auf Neues haben und gern mit anderen Fachleuten zusammen innovative, nutzerorientierte Produkte und Dienstleistungen entwickeln möchten“, sagte der Leiter der HPI School of Design Thinking, Prof. Ulrich Weinberg. Unterrichtssprache ist Englisch. Zum Abschluss der kostenfreien Zusatzausbildung gibt es entweder ein Basic-Zertifikat (nach einem Semester) oder ein Advanced-Zertifikat (nach zwei Semestern) des HPI.

Künftige Studierende und Lehrende können sich noch bis 21. Februar online bewerben. Auf der Internetseite www.hpi.uni-potsdam.de/d-school finden Kandidaten die benötigten Angaben.

Die von SAP-Gründer Prof. Hasso Plattner in Potsdam geschaffene Zusatzausbildung im teamorientierten erfinderischen Entwickeln stammt aus Palo Alto, von der renommierten Stanford University im Silicon Valley. Die Innovationsmethode Design Thinking wird dort seit 2005 am Hasso Plattner Institute of Design at Stanford gelehrt. Auch hier wird die Kapazität mit Unterstützung des Stifters Hasso Plattner deutlich ausgeweitet. Die Studierenden an beiden Standorten arbeiten an echten Innovationsprojekten, die von renommierten Partnern aus Wirtschaft, Verwaltung und Gesellschaft eingebracht werden. Die Schwesterinstitute in Potsdam und Palo Alto untersuchen die Design Thinking-Methode auch wissenschaftlich in einem gemeinsamen Forschungsprogramm.

 

Hintergrund zur HPI School of Design Thinking
Das ein- und zweisemestrige Zusatzstudium am Hasso-Plattner-Institut in Potsdam-Babelsberg (S-Bahnhof Griebnitzsee) richtet sich an Studierende, die kurz vor dem Diplom-, Master- oder Magister-Abschluss in ihrer Disziplin stehen. Für jeden Kurs werden höchstens 40 Studierende angenommen. Studiengebühren fallen nicht an. Die Ausbildung erfordert zwei Präsenztage in Potsdam pro Woche. „Der erfolgreiche Abschluss wird mit einem Basic- bzw. Advanced-Zertifikat unseres Instituts bescheinigt“, berichtet Prof. Christoph Meinel, der Direktor und Geschäftsführer des HPI.

Revolutionär an der neuen akademischen Zusatzausbildung ist, dass sowohl die vier bis fünf Studenten pro Lerngruppe als auch ihre Professoren und Dozenten jeweils aus ganz unterschiedlichen Disziplinen kommen – und nur wenige aus der Informationstechnologie. So stammten beispielsweise die 40 Studierenden des zweiten Jahrgangs aus 30 Fachgebieten – meist von Berliner und Brandenburger Universitäten und Hochschulen. Ihnen steht ein Team erfahrener Professoren und Dozenten aus verschiedenen Fachbereichen der Wissenschaftslandschaft in der Metropolenregion zur Seite.

 

Informationsmöglichkeit am 29. Januar
Interessenten für das Zusatzstudium lädt die HPI School of Design Thinking ein, am Freitag, 29. Januar, ab 13 Uhr bei der Präsentation der Projekte aus dem laufenden Kurs dabei zu sein. Acht Studierenden-Teams stellen ihre visualisierten Ideen und Prototypen zu diesen vier Themen vor: Spaß am Lernen außerhalb der Schule, Interaktive Kinder-Ausstellung über 100 Jahre Film in Babelsberg, Energieeinsparung für Supermärkte und Leben und Arbeiten nahe dem Flughafen (Schönefeld).

Zur Anmeldung.

 

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