Hasso-Plattner-Institut
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04.11.2010

Potsdam/Köln/Bad Arolsen. Wer im Internet nach bestimmten Personen sucht, kann bald auf eine neue Software vertrauen: Ein von zwei Studenten des Hasso-Plattner-Instituts erfundener Suchassistent hilft künftig, auf einfache und schnelle Weise alle Informationen aufzudecken, die im Internet zu einer bestimmten Person stehen. Das funktioniert sogar auch bei Personen, deren Namen sehr häufig vertreten sind, wie zum Beispiel "Petra Müller". Mit dieser Idee gelangten der 22-jährige Kölner Stefan George und sein Kommilitone Martin Köppelmann (24) aus dem nordhessischen Bad Arolsen in das Finale des ersten Businessplan-Wettbewerbs ihres Potsdamer Instituts.

"Wer eine bestimmte Person entweder als Beschäftigte anstellen oder zum Zwecke einer langfristigen persönlichen Beziehung kennenlernen will, braucht eine sichere, verlässliche Informationsgrundlage", stellt Informatikstudent George fest. Solchen Interessenten will es der Jungunternehmer in spe zusammen mit seinem Kommilitonen Köppelmann möglich machen, Informationen im Internet, die zu einzelnen Personen verfügbar sind, nach nur einem Klick angezeigt zu bekommen. Funktionieren soll das mit einem neuen kleinen Zusatzprogramm für Internetbrowser wie Firefox, Internet Explorer oder Google Chrome.

"Dieses Plug-in wird sich in Suchmaschinen wie zum Beispiel Google oder Bing integrieren", erläutert George das Vorhaben. Auf der Suche nach Petra Müller hilft die Software dem Nutzer, zwischen relevanten und irrelevanten Ergebnissen zu unterscheiden. Die relevanten markiert er. Daraufhin analysiert die Software den Kontext der gesuchten Person und findet dank statistischer Analysen markante Begriffe. "Die Software erzeugt anschließend automatisch neue Suchanfragen, in denen sie diese Begriffe hinzufügt. Dadurch gelangt der erste passende Treffer, der bei Google oder Bing sonst erst auf hinteren Seiten zu finden ist, mit Hilfe unseres Programms auf Seite 1", verspricht Köppelmann.

Da die Software die Markierungen zu gesuchten Personen jeweils speichert, wachsen sowohl das Wissen als auch Qualität und Wert der Meta-Suchmaschine. Wurde nach einer betreffenden Person bereits gesucht, können direkt andere passende Treffer assoziiert werden.

Hintergrund Businessplan-Wettbewerb

Das Hasso-Plattner-Institut hat Erfolg damit, mehr Studenten für eine Karriere als Unternehmer zu interessieren: 24 Teams von Studierenden und Doktoranden haben im Sommersemester 2010 an einem erstmals veranstalteten Businessplan-Wettbewerb teilgenommen. Vier Teams kamen in die Endrunde des Wettbewerbs um die kreativste und erfolgversprechendste Geschäftsidee. Die Wettbewerbsjury aus Stifter Hasso Plattner und den Geschäftsführern des Hasso-Plattner-Instituts (HPI) und des Wagniskapitalfonds Hasso Plattner Ventures (HPV) wählte im Oktober zwei Siegerteams aus. Zur Gründung eines eigenen Unternehmens erhalten sie Startkapital und Sachunterstützung im Wert von insgesamt gut 100.000 Euro.

In der Summe enthalten sind zum Beispiel Gründerstipendien des HPI für die Zeit nach Abschluss des Studiums sowie Startkapital und Unterstützung durch Geschäftsräume und Coaching. Diese stellt der Wagniskapitalfonds HPV den siegreichen studentischen Jungunternehmern in spe bereit. Alle Maßnahmen haben eine Laufzeit von einem Jahr. Der Wettbewerb wird von Deutschlands Elite-Schmiede für IT-Ingenieure gemeinsam mit dem Wagniskapitalfonds HPV ausgerichtet. Am Hasso-Plattner-Institut rundet er das neu strukturierte Ausbildungsangebot im Bereich IT-Entrepreneurship ab.

Mit solchen zusätzlichen Anreizen will das Institut den Kreis junger Start-up-Unternehmen rund ums HPI nachhaltig ausweiten und das Land wirtschaftlich voranbringen. Seit der Aufnahme des Lehrbetriebs im Jahr 1999 haben HPI-Studierende bereits gut zehn Unternehmen gegründet und den Sprung in die Selbständigkeit gewagt. Die Kombination aus praxisnaher universitärer Ausbildung und eingebundener Entrepreneurship-Förderung am HPI ist einzigartig und lässt die jungen Talente in Potsdam doppelt profitieren.

 

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Fotos vom Businessplan-Wettbewerb