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05.04.2016

Pressemitteilung

Neuer Online-Kurs des HPI hilft bei Analyse von Geschäftsprozessen

Potsdam. Wie Geschäftsprozesse präzise in Modellen dargestellt, beschrieben und analysiert werden können, zeigt ein neuer sechswöchiger Online-Kurs des Hasso-Plattner-Instituts (HPI). Der englischsprachige MOOC (Massive Open Online Kurs) startet am 11. April auf openHPI, der interaktiven Bildungsplattform des HPI. Verantwortlich für Konzeption und Durchführung des Online-Kurses mit dem Titel „BPMN Meets DMN: Business Process and Decision Modeling“ sind Prof. Mathias Weske und sein Team des Lehrstuhls für Business Process Technology am HPI. Die Wissenschaftler wollen mit Ihrem Angebot vor allem Interessenten aus den Bereichen Administration, Qualitätsmanagement, Systemarchitektur und Softwareentwicklung erreichen. Einschreiben kann man sich ab sofort unter diesem Link: https://open.hpi.de/courses/bpm2016.

„Geschäftsprozesse können in Modellen abstrakt dargestellt werden und sind häufig die Grundlage, um Arbeitsabläufe zu optimieren oder Softwaresysteme anzupassen“, erklärt Weske. Laut dem Potsdamer Informatikwissenschaftler gilt die Methode „Business Process Model and Notation“ (BPMN), die einheitliche Symbole und Regeln zur Darstellung von Prozessmodellen bereitstellt, als Industriestandard und wird in seinem Kurs eine zentrale Rolle spielen. „Wir wollen den Nutzern theoretische Grundlagen sowie konkrete Techniken vermitteln, mit denen sich Geschäftsprozesse abbilden und praktisch anwenden lassen“, so Weske.

Sein Team hatte bereits 2013 einen Kurs zu Geschäftsprozessmodellen auf openHPI angeboten, für den sich mehr als 15.000 Online-Lerner einschrieben. In diesem Jahr werden die HPI-Wissenschaftler zusätzlich das Thema „Decision Modeling“ behandeln: „Operationale Entscheidungen sind wesentlich für die Qualität der Geschäftsprozesse, wurden aber bis vor Kurzem bei deren Modellierung kaum beachtet“, beschreibt Weske. In dem aktuellen Online-Kurs stelle er daher zusätzlich den neuen Standard „Decision Model and Notation“ (DMN) vor, mit dem auch eine einheitliche Darstellung von Entscheidungen möglich werde.

Hintergrund zu www.open.HPI.de

openHPI bietet seine kostenlosen, für jeden frei zugänglichen Onlinekurse zu Themen der Informationstechnologie seit September 2012 an. Über 267.000 Einschreibungen von gut 117.000 Nutzern aus etwa 150 Ländern sind derzeit auf openHPI registriert. Mehr als 35.000 Zertifikate konnten bereits für erfolgreiche Lernende ausgestellt werden. Sämtliche Onlinekurse, die bislang auf Deutsch, Englisch und Chinesisch auf der Plattform angeboten wurden, sind auch im Archivmodus jetzt noch jederzeit nutzbar, allerdings ohne Prüfung und Zertifikat.

Die Internet-Bildungsplattform openHPI ist dadurch weltweit einzigartig, dass sich die Inhalte auf Informationstechnologie und Informatik konzentrieren und die Kurse sowohl in deutscher, englischer und chinesischer Sprache angeboten werden. Im Unterschied zu „traditionellen“ Vorlesungsportalen folgen die Kurse bei openhpi.de einem festen sechswöchigen Zeitplan - mit definierten Angebotsimpulsen wie Lehr-Videos, Texte, Selbsttests, regelmäßige Hausaufgaben und Prüfungsaufgaben. Kombiniert sind die Angebote mit einem Forum, in dem sich die Teilnehmer mit den Kursbetreuern und anderen Teilnehmern austauschen, Fragen klären und weiterführende Themen diskutieren können.

Kurzprofil Hasso-Plattner-Institut

Das Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik GmbH an der Universität Potsdam ist Deutschlands universitäres Exzellenz-Zentrum für IT-Systems Engineering. Als einziges Universitäts-Institut in Deutschland bietet es den Bachelor- und Master-Studiengang "IT-Systems Engineering" an – ein besonders praxisnahes und ingenieurwissenschaftliches Informatik-Studium, das von derzeit 480 Studenten genutzt wird. Die HPI School of Design Thinking, Europas erste Innovationsschule für Studenten nach dem Vorbild der Stanforder d.school, bietet 240 Plätze für ein Zusatzstudium an.

Insgesamt zwölf HPI-Professoren und über 50 weitere Gastprofessoren, Lehrbeauftragte und Dozenten sind am Institut tätig. Es betreibt exzellente universitäre Forschung – in seinen zehn IT-Fachgebieten, aber auch in der HPI Research School für Doktoranden mit ihren Forschungsaußenstellen in Kapstadt, Haifa und Nanjing. Schwerpunkt der HPI-Lehre und -Forschung sind die Grundlagen und Anwendungen großer, hoch komplexer und vernetzter IT-Systeme. Hinzu kommt das Entwickeln und Erforschen nutzerorientierter Innovationen für alle Lebensbereiche. Das HPI kommt bei den CHE-Hochschulrankings stets auf Spitzenplätze. Mit openHPI.de bietet das Institut seit September 2012 ein interaktives Internet-Bildungsnetzwerk an, das jedem offen steht.