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04.06.2021

Pressemitteilung

Weiter auf Wachstumskurs: Mehr als 4.000 Schulen nutzen HPI Schul-Cloud

Mehr als ein Jahr nach Beginn der Pandemie ist die Zahl der Schulen, die die HPI Schul-Cloud nutzen, weiter gestiegen: Über 4.000 Schulen setzen mittlerweile auf die digitale Lernumgebung, die das Hasso-Plattner-Institut (HPI) mit Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) entwickelt.

Unter den Neuzugängen ist als Nummer 4.000 die Europa-Schule in Kairo, die gerade für den Deutschen Schulpreis nominiert war. Sie nutzt die internationale Variante der HPI Schul-Cloud, die bereits an mehr als 50 Deutschen Auslandsschulen im Einsatz ist und von der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen zur Verfügung gestellt wird. Schulleiterin Annette Vogt und ihr Team haben sich schon frühzeitig mit dem Thema Digitalisierung beschäftigt und konnten dank des bislang genutzten Systems beim ersten Lockdown im März 2020 von einem Tag auf den anderen auf Distanzunterricht umstellen. Warum jetzt der Wechsel zur HPI Schul-Cloud? „Die HPI Schul-Cloud bietet alles aus einer Hand – Videokonferenzsystem, Dateiablage sowie die Funktion, Dokumente gemeinsam zu bearbeiten. Das alles macht sie zur idealen Lösung für uns“, so Annette Vogt. „Ein weiterer entscheidender Vorteil ist die Möglichkeit, sich mit anderen Schulen zu vernetzen und schulübergreifende Projekte durchzuführen.“ Unterricht mithilfe digitaler Mittel hat für die Schulleiterin nicht nur zu Pandemiezeiten Relevanz. Ziel sei es vielmehr, die Erfahrungen aus dem Distanz­unterricht auszuwerten und erfolgreiche Wege im Präsenzunterricht zu etablieren, um Lernprozesse stärker zu individualisieren und auf die Bedürfnisse jedes einzelnen Kindes abzustimmen. „Der größte Fehler wäre, zu den gewohnten Mustern zurückzukehren. Viel spannender wird sein herauszufinden, wie guter Unterricht mit digitalen Mitteln geht.“

Die HPI Schul-Cloud ist als Pilotprojekt gestartet und wird vom Hasso-Plattner-Institut als gemeinnütziges Open-Source-Projekt entwickelt. In Reaktion auf die Corona-Pandemie hatte das BMBF im März 2020 entschieden, die HPI Schul-Cloud für alle Schulen deutschlandweit zu öffnen, die kein vergleichbares Angebot des Landes oder Schulträgers nutzen konnten. Aktuell greifen mehr als 1,3 Millionen Nutzer:innen auf sie zu. „Innerhalb eines Jahres hat sich die HPI Schul-Cloud vom Pilotprojekt zur systemrelevanten IT-Infrastruktur für Schulen entwickelt. Ziel war, eine datensouveräne digitale Lernumgebung bereitzustellen mit allen Funktionalitäten, die für das digitale Arbeiten im Unterricht benötigt werden, und die einen sicheren Zugang zu vielfältigen Lerninhalten bietet. Das ist gelungen, nicht zuletzt dank der Unterstützung und des Vertrauens der vielen Nutzerinnen und Nutzer“, sagt Professor Christoph Meinel, Direktor des Hasso-Plattner-Instituts (HPI) und Leiter des HPI Schul-Cloud-Projekts. „Wir freuen uns, mit der HPI Schul-Cloud einen Beitrag dazu zu leisten, die Zukunft der Schulen mitzugestalten sowie Kinder und Jugendlichen die digitalen Mittel zur Verfügung zu stellen, die sie auf ein selbstbestimmtes und mündiges Leben in einer zunehmend digitalen Welt vorbereiten.“ 

Moderne Cloud-Struktur garantiert Sicherheit und Verfügbarkeit 

Die HPI Schul-Cloud unterstützt Schüler:innen und Lehrkräfte – nicht nur in Zeiten von Schulschließungen – dabei, digital gestützten Unterricht zu gestalten. Sie stellt alle dafür erforderlichen Funktionalitäten bereit wie Office- und Videosystem, Messenger-Dienst, Design Thinking Board, Dateiablage sowie ein Identitätsmanagementsystem. Lerninhalte verschiedener Anbieter werden über den integrierten Lern-Store datenschutzkonform zur Verfügung gestellt. Dank der modernen Cloud-Infrastruktur kann das System nach Bedarf kurzfristig skalieren und auf diese Weise hohe Auslastungen abfangen.

Die Länder Niedersachsen, Brandenburg und Thüringen stellen mit der Niedersächsischen Bildungscloud, der Schul-Cloud Brandenburg und der Thüringer Schulcloud eigene landesspezifische Varianten der HPI Schul-Cloud zur Verfügung. In allen drei Ländern liefen bereits vor Ausbruch der Corona-Pandemie Pilotprojekte mit der Lernplattform des HPI. Darüber hinaus arbeiten auch in allen anderen Bundesländern Schulen mit der HPI Schul-Cloud. Hinzu kommt die HPI Schul-Cloud International, die an den Deutschen Auslandsschulen, auch in englischer und spanischer Sprache, eingesetzt wird. Im Juli dieses Jahres geht das Entwicklungsprojekt HPI Schul-Cloud am HPI zu Ende und wird dann in die Länderhoheit der drei Länder Niedersachsen, Brandenburg und Thüringen übergehen, die sich darauf verständigt haben, die Betriebnahme und bedarfsorientierte Weiterentwicklung gemeinsam sicherstellen zu wollen.


Kurzprofil HPI Schul-Cloud

Das Hasso-Plattner-Institut entwickelt seit 2017 gemeinsam mit dem nationalen Excellence-Schulnetzwerk MINT-EC, zahlreichen Experten aus Wissenschaft und Praxis und gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) eine Schul-Cloud, mit der digitale Inhalte verschiedener Anbieter einfach und sicher in der Schule genutzt werden können. Ziel der HPI Schul-Cloud ist es, eine intuitiv bedienbare digitale Lehr- und Lernumgebung zu schaffen, die orts- und zeitunabhängig von jedem Endgerät genutzt werden kann und datenschutzkonform ist. Aktuell greifen über 1,3 Millionen Nutzer:innen auf die HPI Schul-Cloud zu. Nachdem zunächst ausschließlich Schulen des Projektpartners MINT-EC sowie Schulen über die Kooperationen mit den Bundesländern Niedersachsen (Niedersächsische Bildungscloud), Brandenburg (Schul-Cloud Brandenburg) und Thüringen (Thüringer Schulcloud) beteiligt waren, wurde die HPI Schul-Cloud im März 2020 in Reaktion auf die Corona-Pandemie deutschlandweit für alle Schulen geöffnet, die kein vergleichbares Angebot des Landes oder des Schulträgers nutzen konnten.

Weitere Informationen zur HPI Schul-Cloud unter: https://hpi-schul-cloud.de/
 

Kurzprofil Hasso-Plattner-Institut

Das Hasso-Plattner-Institut (HPI) in Potsdam ist Deutschlands universitäres Exzellenz-Zentrum für Digital Engineering (https://hpi.de). Mit dem Bachelorstudiengang „IT-Systems Engineering“ bietet die gemeinsame Digital-Engineering-Fakultät des HPI und der Universität Potsdam ein deutschlandweit einmaliges und besonders praxisnahes ingenieurwissenschaftliches Informatikstudium an, das von derzeit rund 700 Studierenden genutzt wird. In den vier Masterstudiengängen „IT-Systems Engineering“, „Digital Health“, „Data Engineering“ und „Cybersecurity“ können darauf aufbauend eigene Forschungsschwerpunkte gesetzt werden. Bei den CHE-Hochschulrankings belegt das HPI stets Spitzenplätze. Die HPI School of Design Thinking, Europas erste Innovationsschule für Studenten nach dem Vorbild der Stanforder d.school, bietet jährlich 240 Plätze für ein Zusatzstudium an. Derzeit sind am HPI 21 Professorinnen und Professoren sowie über 50 weitere Gastprofessoren, Lehrbeauftragte und Dozenten tätig. Es betreibt exzellente universitäre Forschung – in seinen IT-Fachgebieten, aber auch in der HPI Research School für Doktoranden mit ihren Forschungsaußenstellen in Kapstadt, Haifa und Nanjing. Schwerpunkt der HPI-Lehre und -Forschung sind die Grundlagen und Anwendungen großer, hoch komplexer und vernetzter IT-Systeme. Hinzu kommt das Entwickeln und Erforschen nutzerorientierter Innovationen für alle Lebensbereiche.