Mindset

Design Thinking ist ein Prozess UND ein Mindset. Und noch viel mehr. Im Arbeitsalltag entfaltet sich sein Problemlösungspotenzial zu einer lebendigen Innovationskultur. Vor allem dann, wenn ganzheitliche und nutzernahe Lösungen gefragt sind.

Wie das im Detail funktioniert und angewendet wird, kann man an der HPI D-School in ein bis zwei Semestern lernen.

Gemeinsam vorwärts experimentieren.


Einst überschaubare Systeme werden durch den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Wandel und insbesondere durch die umfassende Digitalisierung hochdynamisch und –komplex. Design Thinking ist eine effektive Möglichkeit, um mit den komplexen Aufgaben unserer Gegenwart umzugehen. Auf die eintretenden Veränderungen braucht es auch eine entsprechende Antwort im schaffenden Miteinander. Wir meinen, Design Thinking ist eine davon.

Das Besondere dieser Methode ist ihr integraler Charakter und die dafür notwendige Auflösung gewohnter, wenngleich auch wenig förderlicher Begrenzungen. Dazu haben sich im Design Thinking die drei großen „P“ sehr bewährt:

 

  • People: Das Team wird gezielt multidisziplinär formiert, um Ideen zu ermöglichen, die weit über die Fachgrenzen hinausgehen. Der Trend geht spürbar von einem individualistischen Denken hin zur Wir-Kultur, zum gemeinsamen Erschaffen. Genau hier sehen wir das größte Potenzial und setzen entsprechend an. Kollaborierende Teams agieren einfach schneller, nutzen ihre kollektive Intelligenz besser, generieren nachhaltigere Arbeitsprozesse und kommen so auf erstaunliche Resultate.
  • Place: Ideen entfalten sich am besten in einer freien und flexiblen Arbeitsumgebung. Variable Räume sind spontan auf die Bedürfnisse des jeweiligen Projektes anpassbar. Tische und Stellwände sind auf Rollen bewegbar. Wände und nahezu alle anderen Oberflächen werden frei genutzt, um Gedanken zu visualisieren und Arbeitsergebnisse zu teilen. Regale voll bunter Materialien laden dazu ein, Ideen schnell zu veranschaulichen und erlebbar zu machen. 
  • Process: Mit dem sechsstufigen iterativen Design Thinking Innovationsprozess navigiert das Team sich in den Lösungsraum. Der Prozess verlangt dabei nach einer offenen Fehlerkultur. Warum? Weil wir im Design Thinking gern in Unmöglichkeiten denken, anstatt nur in Grenzen des Machbaren. Der  Nutzer steht dabei voll und ganz im Mittelpunkt des empathischen Herangehens und Entwickelns. Das Charmante an diesem Prozess: Er aktiviert den kompletten Denkapparat der Beteiligten, den analytischen sowie den kreativ-intuitiven Teil.