Was ist Design Thinking?

Unsere Gesellschaft wird komplexer. Sei es durch die Globalisierung oder technische Neuerungen, die Art und Weise wie wir leben und arbeiten beschleunigt sich, wird diverser und anspruchsvoller. Unternehmen und Institutionen erleben einen wachsenden Veränderungsdruck und müssen lernen mit Komplexität effektiv umzugehen. Dabei hilft Design Thinking.

 

Design Thinking ist eine systematische Herangehensweise an komplexe Problemstellungen aus allen Lebensbereichen. Im Gegensatz zu vielen Herangehensweisen in Wissenschaft und Praxis, die Aufgaben von der technischen Lösbarkeit her angehen, steht hier der Mensch im Fokus.

 

Design Thinking ermöglicht es, traditionelle und veraltete Denk-, Lern- und Arbeitsmodelle zu überwinden und komplexe Probleme kreativ zu lösen.

 

Die Erfolgsfaktoren des Design Thinking

 

Eine gemeinschaftliche Arbeits- und Denkkultur bestimmt den Erfolg von Design Thinking. Diese beruht auf den drei Elementen multidisziplinäre Teams, variable Räume und Design Thinking Prozess:

 

  • People: Innovation und Antworten auf komplexe Fragestellungen entstehen am besten in einem heterogenen Team aus fünf bis sechs Personen. Das Team wird gezielt multidisziplinär zusammengesetzt, um Ideen zu ermöglichen, die weit über die eigenen Fachgrenzen hinausgehen. Statt Konkurrenzdenken fördern wir eine Wir-Kultur, bei der das Team zusammen innovative Ideen entwickelt. In unseren akademischen Programmen wird dabei jedes Team von einem methodisch ausgebildeten Coach begleitet.
  • Place: Ideen entfalten sich am besten in einer freien und flexiblen Arbeitsumgebung. Dazu gehören flexibel bewegbare Möbel, ausreichend Platz für Whiteboards und Präsentationsflächen sowie Materialien zur prototypischen Gestaltung von Ideen. Diese variablen Räume sind spontan auf die Bedürfnisse des jeweiligen Projektes anpassbar. An der HPI D-School arbeiten Teams an Steharbeitsplätzen für bis zu sechs Personen und können sich jederzeit mit parallel arbeitenden Teams austauschen.
  • Process: Der Design Thinking Innovationsprozess führt Teams in iterativen Schleifen durch sechs verschiedene Phasen. Der Prozess verlangt dabei nach einer offenen Fehlerkultur. Denn im Design Thinking denken wir gerne in Unmöglichkeiten, anstatt nur in Grenzen des Machbaren. Nutzer*innen stehen dabei voll und ganz im Mittelpunkt des empathischen Herangehens und Entwickelns. Das Team aktiviert im Prozessablauf seinen kompletten Denkapparat, den analytischen sowie den kreativ-intuitiven Teil.