Global Design Thinking Week

Global Design Thinking Workshops

Global Design Thinking Workshops (GDTW) sind ein neuartiges Konzept, das über die reine Einführung in Design Thinking als Prozess hinausgeht. Es wurde von Dr. Claudia Nicolai und dem Team der HPI D-School initiiert und entwickelt. Wir haben dieses Format als "Deep Dives" in die strategischen Fragen des Design Thinking als Mindset konzipiert und bieten diesen Kurs für HPI-Studierende und externe Teilnehmer:innen an.

 

In diesem Programm erleben die Teilnehmer:innen Design Thinking nicht nur als reinen Prozess dieses lebenszentrierten Ansatzes, indem sie sich mit komplexen Innovationsproblemen und einem kreativen Mindset in diversen Teams auseinandersetzen.

Wir kombinieren den lebenszentrierten Ansatz mit der Perspektive der technologischen Machbarkeit (wie können Ideen realisiert werden?) und der wirtschaftlichen Tragfähigkeit (wie können neue Geschäftsmodelle aussehen?).

In unserem GDTW-Programm bieten wir drei verschiedene Workshops mit einem jeweiligen Schwerpunktthema an, das wir vertiefen:

01 Strategic Design: From Human-Centered Design to Strategic Futures

02 Designing for Global Impact

03 Teamed Leadership

Kurssprache des Global Design Thinking Workshops ist Englisch.

Wir kombinieren die Arbeit an einem konkreten Innovationsprojekt mit der Reflexion eines bestimmten Themas. Unser Lernansatz basiert auf dem Konzept des problemorientierten Erfahrungslernens. Wir setzen diesen Ansatz als projektorientierten Kurs um, in dem die Teilnehmer:innen mit einer Partnerorganisation (NPOs und NGOs, große Unternehmen, KMUs, junge Start-ups, soziale Organisationen und öffentliche Einrichtungen) zusammenarbeiten.

 

Designing for Global Impact (März 2022)

In diesem Global Design Thinking Course geht es darum, Innovationen nachhaltig auszuarbeiten. Menschenzentrierte Lösungen werden bei der Umsetzung scheitern, wenn sie keine neuen Antworten darauf finden, wie Wandel auf Systemebene geschehen kann. Hier arbeiten wir mit den Sustainable Development Goals (SDGs). Das bedeutet, dass wir hier ein fundamentales Prinzip von Design Thinking als Mindset behandeln werden: Wie können wir einen nachhaltigen Impact auf dem systemischen Level erreichen, wenn wir lebenszentrierte Innovationen entwickeln? Wenn wir auf der Suche nach innovativen Lösungen für globale Probleme wie Bürgerbeteiligung, nachhaltige Stadtentwicklung, Zugang zu Bildung etc. sind, stellen sich für uns zwei zentrale Herausforderungen: 

Auf der einen Seite geht es um den Fokus auf die Anforderungen, Wünsche und Bedürfnisse von Menschen in ihrem Lebenskontext (human-centered perspective). Wie können wir diese an partizipativen Gestaltungsprozessen beteiligen? Was ist für diese überhaupt relevant? Wie können wir ihre Sichtweise(n) berücksichtigen?

Auf der anderen Seite geht es um das Entdecken von strategischen Gestaltungsmöglichkeiten mit nachhaltigem Impact (systems perspective). Wie können wir die relevanten Stakeholder identifizieren und integrieren? Wie schaffen wir eine diskursive Kultur der Zusammenarbeit auf Akteursebene?

Unsere Teams entwickeln Lösungen für ein globales Problem und legen einen Schwerpunkt darauf, wie diese Lösung in verschiedene lokale Kontexte übersetzt werden kann, um einen positiven Effekt zu kreieren.

Der Workshop "Designing for Global Impact" findet in einem "Hybrid"-Format statt und umfasst 50-60 Stunden Arbeitszeit verteilt über den März 2022. Unser Programm umfasst feste Workshop-Zeiten für die Zusammenarbeit in den Teams und im gesamten Programm (34 Stunden):

- Dienstag 1.3.2022: 9.30 – 11.30 am CET (2 Stunden)

- Montag/Dienstag 7./8.3.2022: 9.30 am- 3.30 pm CET (10 Stunden)

- Montag/Dienstag 14./15.3.2022: 9.30 am- 3.30 pm CET (10 Stunden)

- Montag/Dienstag 21./22.3.2022: 9.30 am- 3.30 pm CET (10 Stunden)

- Dienstag 29.3.2022: 9.30 – 11.30 CET (2 Stunden) 

Wir erwarten außerdem flexibe individuelle und Teamworking Session zwischen und nach den Programmtagen. Diese umfassen insgesamt 16-20 Stunden für Design-Led Research, Prototyping und Testing, und vor allem die Erstellung Eurer Projektdokumentation bis zum 31.3.2022.

Wir werden neue Standards für die interaktive und kollaborative Teamarbeit im digitalen Raum erlebbar machen, weil unsere internationalen Teilnehmenden und Coaches an sehr unterschiedlichen Orten gemeinsam miteinander arbeiten werden.  Das bedeutet, dass die gesamte Teamarbeit im virtuellen Raum stattfinden wird, die Teilnehmenden aber auch Beobachtungen vor Ort durchführen werden. Ihr werdet zum Beispiel Personen direkt interviewen oder auf die Straße gehen und beobachten, was dort passiert. Für die virtuelle Teamarbeit nutzen wir die digitalen Tools Miro, openHPI und Zoom. Die Teilnehmenden am Workshop, die sich im März im Raum Potsdam/Berlin aufhalten werden, können die Design Thinking-Studios an der HPI D-School in Potsdam nutzen. Wir verfügen über eine reichhaltige Palette von digitalem Equipment für die virtuelle Teamarbeit sowie ein reichhaltiges Repertoire an analogen Material, das zur Inspiration, Prototying und Testing von Ideen einlädt.

Weitere Informationen zur Lehrveranstaltung findet ihr auch auf der Webseite des Hasso-Plattner-Instituts.

 

Strategic Design: From Human-Centered Design to Strategic Futures

Menschenzentriertheit (Human-Centeredness) ist eine der wichtigsten Säulen bei der Gestaltung von Innovationsprozessen. Oft ist sie aber auch der erste Fallstrick und die erste Kritik am Design Thinking, wenn nur die aktuellen Bedürfnisse der heutigen Nutzer:innen abgefragt und beobachtet werden, da diese sich nur schwer andere als naheliegende Zukünfte vorstellen können und sich möglicherweise nicht um die langfristigen Auswirkungen von Design- und Konsumentscheidungen kümmern.

Die Vorstellungskraft heutiger Nutzer:innen versagt insbesondere dann, wenn es darum geht, sich disruptive Lösungen vorzustellen: Wir sind in der Lage, direktes Feedback über unsere Abneigung gegenüber dem öffentlichen Verkehrssystem von heute und morgen zu geben, aber wir sind möglicherweise nicht in der Lage, wertvolle Erkenntnisse über selbstorganisierende Verkehrssysteme zu geben, da wir uns nicht vorstellen können, wie es sich wirklich anfühlt, in einem Fahrzeug ohne Fahrer:in und Lenkrad zu sitzen.

Deshalb kommt die strategische Zukunft ins Spiel, denn wir wollen Lösungen schaffen, die langfristig funktionieren und auch die Nutzer:innen in nahen Zukunft begeistern. Wenn wir also dabei sind, das aktuelle System in Richtung eines strategischen Designs der Zukunft zu verändern, in der wir alle leben wollen, müssen wir mehr als einen menschenzentrierten Ansatz wählen. Wir müssen also entwerfen, was die Zukunft ist, in der wir leben wollen, und was die ersten Schritte zur Schaffung eines systemischen Wandels sind.

Dementsprechend wird euch dieser Global Design Thinking Workshop 01 einen strategischen Ansatz des Design Thinking vermitteln: Ihr lernt, wie man Trends aufgreift, Szenarien entwickelt und wie man spekulatives Design nutzt, um wünschenswerte Zukünfte zu schaffen.

 

Teamed Leadership

Bei diesem GDTW-Workshop adressieren wir Teamarbeit und Teamdynamiken diverser, multidisziplinärer Teams. Diverse Hintergründe von Teammitgliedern spielen eine zentrale Rolle für leistungsfähige Teams. Unsere Teams arbeiten an einer Design Challenge zu diesem Thema und werden gleichzeitig untersuchen, wie man individuelles Potential und das eines Teams hinsichtlich Fähigkeiten, Teamrollen, Kommunikation und Leadership analysieren, bewerten und verbessern kann.

 

Global Design Thinking Workshop virtuell
Der Global Design Thinking Workshop im virtuellen Raum.

 

Was macht die GDTW global?

Das Programmteam:

Wir gestalten unser GDTW-Programm zusammen mit unserem internationalen Netzwerk von Design Thinking-Coaches und kooperieren regelmäßig mit Partnerinstitutionen aus unserem globalen Netzwerk, aus dem auch die GDTA (Global Design Thinking Alliance) hervorgegangen ist. Die Teilnehmer:innen haben die Möglichkeit, von den Erfahrungen und dem Austausch mit Kolleg:innen aus anderen Design Thinking-Institutionen in den USA, Südafrika, Schweden, Malaysia, Mexiko und Ägypten zu profitieren.

Die Teilnehmer:innen:

Neben HPI-Studierenden laden wir insbesondere internationale Teilnehmer:innen ein, sich zu bewerben. Sie bilden in diesem Programm internationale, multidisziplinäre Teams, die gemeinsam mit einem Teamcoach und einem Projektpartner an einem realen Problem arbeiten.

 

Programmstruktur

Die drei beschriebenen Workshops finden regelmäßig statt. Aktuell bieten wir zwei GDTWs pro Jahr an. Man muss sich für jede GDTW einzeln bewerben.

Wir laden alle interessierten Studierenden ein, an mehreren GDTW-Workshops teilzunehmen. Wenn dich mehr als ein Thema/Schwerpunkt interessiert, kannst du dich gerne für mehrere GDTWs bewerben. Es gibt keine vorgeschriebene Reihenfolge für die Teilnahme an der GDTW.

 

Bewerbung für den Global Design Thinking Workshop

Für die Global Design Thinking Workshops können sich interessierte Studierende aller Fachrichtungen und Hochschulen sowie Young Professionals mit weniger als zwei Jahren Berufserfahrung bewerben. Die Teilnahmegebühr beträgt 200 Euro.

HPI-Studierende können sich direkt per E-Mail an das Studienreferat anmelden. Die Teilnahme ist für HPI-Studierende kostenlos

Meldet euch gerne für unsere Erinnerung zur Bewerbung an und wir informieren euch via E-Mail, sobald die nächste Bewerbungsphase startet.

 

Interessiert an einer Projektpartnerschaft?

Bei jeder GDTW arbeiten wir mit einer Partnerorganisation zusammen. Während der vergangenen Global Design Thinking Weeks haben wir unter anderem mit dem Zentralverband des Deutschen Handwerks, der Deutschen Bahn, ING Diba, dem Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) und Interhyp zusammengearbeitet, um Innovationen, Ideen und Lösungen zu entwickeln. Wenn Sie sich für eine Projektpartnerschaft interessieren, können Sie uns gerne kontaktieren.

Mehr Informationen

Beispiel-Dokumentation

Kontakt

Elisabeth Höpner

HPI School of Design Thinking
Assistenz für Dr. Claudia Nicolai & Programm-Koordinatorin

Tel.: +49 -331-5509-507

E-Mail an HPI D-School Office