Hasso-Plattner-Institut20 Jahre HPI
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Modellierung II (Sommersemester 2019)

Dozent: Dr. Leen Lambers (Systemanalyse und Modellierung) , Maria Maximova (Systemanalyse und Modellierung) , Christian Zöllner (Systemanalyse und Modellierung)

Allgemeine Information

  • Semesterwochenstunden: 4
  • ECTS: 6
  • Benotet: Ja
  • Einschreibefrist: 26.04.2019
  • Lehrform: Vorlesung / Übung
  • Belegungsart: Pflichtmodul
  • Lehrsprache: Deutsch

Studiengänge & Module

IT-Systems Engineering BA
  • Modellierung II

Beschreibung

Modellierung ist eine wesentliche Teilaufgabe in der System- und Softwareentwicklung. Bei den meisten Aktivitäten während der Entwicklung werden Modelle als zielgerichtete Abbilder des vorhandenen oder geplanten Systems, das durch Abstraktion auf die problemrelevanten Aspekte vereinfacht wird, verwendet. Wichtig ist dabei, dass das Modell ähnliche Beobachtungen und Aussagen ermöglicht, wie das vorhandene oder geplante System und somit bei der Bewertung und Entwicklung als Grundlage für Entwurfsentscheidung auch bezüglich Alternativen dienen kann.

Bei der Modellierung komplexer Systeme verwendet man unwillkürlich gewisse Annahmen und Vorstellungen, anhand derer man Phänomene zu erklären oder zu gestalten versucht. Entsprechende Paradigmen fassen solche Annahmen und Vorstellungen in ein kohärentes Ganzes zusammen und bieten in Form entsprechender Kombinationen von Modellierungstechniken umfassende Ansätze zur Modellierung komplexer Systeme an. Wir werden im Rahmen der Veranstaltung unter anderem die objektorientierte Modellierung, Komponentenbasierung sowie Serviceorientierte Architekturen (SOA) als Paradigmen betrachten. Da in der Praxis der Softwareentwicklung die Unified Modeling Language (UML) von großer Bedeutung ist, werden wir im Wesentlichen betrachten, wie komplexe Systeme mit UML und den verschiedenen Modellierungsparadigmen beschrieben werden können und diese dabei entsprechend vergleichen. Der Fokus wird hierbei auf der objektorientierten Modellierung und Komponentenbasierung liegen.

Die in der Veranstaltung behandelten Konzepte zur Modellierung werden zusätzlich in Übungsgruppen vertieft und in mehreren kürzeren begleitenden Modellierungsprojekten in den Gruppen und Teilgruppen angewendet. Dabei werden neben der Anwendung der Techniken auch die Kooperation in der Gruppe mittels Modellierung sowie die möglichen Formen der Einbettung in verschiedene Entwicklungsprozesse behandelt.

Organisation

Alle Lehrmaterialien und Übungen werden zentral über das Moodle der Universität Potsdam organisiert. Teilnehmende Studierende schreiben sich bitte in den Kurs "mod2-2019 / Modellierung II" auf moodle2.uni-potsdam.de unter Verwendung des Einschreibeschlüssels unifiedmodeling ein.

Voraussetzungen

Empfohlen: Modellierung I

Literatur

Die Folien zur Vorlesung werden im internen Bereich zur Verfügung gestellt. Als Referenzen für UML und zur Ergänzung und Vertiefung der Lehrinhalte werden die folgenden Bücher und Artikel empfohlen:

  1. Bernd Oestereich. Analyse und Design mit UML 2.5 - Objektorientierte Softwareentwicklung. VerlagDe Gruyter Oldenbourg, 11. Auflage, 2013. ISBN: 978-3-486-72140-9
  2. Grady Booch, James Rumbaugh und Ivar Jacobson. Unified Modeling Language User Guide. Addison-Wesley Object Technology Series, Addison-Wesley Professional, 2. Auflage, 2005. ISBN: 978-0-321-26797-9
  3. James Rumbaugh, Ivar Jacobson, Grady Booch. The Unified Modeling Language Reference Manual. Addison-Wesley Professional, 2. Auflage, 2004. ISBN: 978-0-321-71895-2
  4. Scott W. Ambler. The Elements of UML 2.0 Style. Cambridge University Press, 2005. ISBN: 978-0-521-61678-2
  5. Unified Modeling Language (UML) Specification, version 2.5.1: https://www.omg.org/spec/UML/2.5.1/

Lern- und Lehrformen

Vorlesung und Übung (mit Gruppenprojekt)

Leistungserfassung

Die Leistungserfassung der LV bezieht sich auf die Modellierungsprojekte in den Übungen (müssen bestanden werden) und die abschließende Klausur (bestimmt Abschlussnote).

Projekte

Im Rahmen der Übungen bearbeiten die Teilnehmer in Gruppen mehrere Modellierungsprojekte. Die Zusammensetzung der Gruppen ergibt sich durch die Auswahl der wöchentlichen Übungstermine. Die Projekte sind:

  • Analyseprojekt
  • Entwurfsprojekt I
  • Entwurfsprojekt II

Zur Klausurzulassung müssen alle Modellierungsprojekte jeweils bestanden werden. Das Bestehen eines Projekts erfordert 1. das ausreichende Bearbeiten der Aufgabe, 2. das Halten eines ausreichenden Vortrags zur Abgabe und 3. das Einhalten der Termine. Zur Überprüfung der Projekte finden – für jede Gruppe und jedes Projekt einzeln – Review-Veranstaltungen statt, die (sofern möglich) in die wöchentlichen Übungstermine integriert werden.

 

Um sehr gute Leistungen angemessen zu honorieren, werden für die Modellierungsprojekte Bonuspunkte vergeben, welche für die Klausur angerechnet werden.

Bei mangelhaften Leistungen oder Teilleistungen in einem Projekt wird eine entsprechende Nachbearbeitung gefordert. Ist diese ebenfalls mangelhaft erfolgt keine Klausurzulassung.

Die Modellierungsprojekte zählen als Gruppenleistung. Sollten sich allerdings einzelne Teilnehmer erkennbar nicht an der Gruppenarbeit beteiligen, können diesen Bonuspunkte oder sogar das Bestehen der Projekte aberkannt werden.

Die Vorstellung des Projekt-/Übungsbetriebs erfolgt in der Vorlesung am Dienstag, den 09. April 2019.

Klausur

Die Klausur findet am 7. August 2019 um 10:00 Uhr in Hörsaal 1 statt. Sie muss bestanden werden. Die Klausurnote bestimmt die Abschlussnote.

Es können bis zu 5 % der Klausurpunkte in Form von Bonuspunkten vorab erlangt werden. Bonuspunkte werden für sehr gute Leistungen im Modellierungsprojekt vergeben (siehe oben). Es ist aber auch möglich, die volle Punktzahl (d.h. Bestnote) nur durch Bearbeitung der Klausur (d.h. ohne Bonuspunkte) zu erlangen.

 

Werkzeugunterstützung für die Projekte

Für die verschiedenen Projekte werden verschiedene Modellierungswerkzeuge bereitgestellt:

  • Visual Paradign Online
    Hasso Plattner Institute is an academic partner of Visual Paradigm. The usage of Visual Paradigm Online's diagramming tool and agile development tool gives students the opportunity to learn about IT development.
  • YAKINDU Statechart Tools
    YAKINDU Statechart Tools ist ein Werkzeug für die Spezifizierung und Entwicklung von Zustandsautomaten. Im Rahmen des Entwurfsprojekt II wird es für die grafische Entwicklung von Zustandsmaschinen sowie die Generierung von entsprechenden Java-Artefakten zur Nutzung in einer Simulationsumgebung verwendet. Für die Lehrveranstaltung stellt die Itemis AG eine akademische Lizenz zur Verfügung.

Termine

Vorlesung

Die Vorlesung findet regelmäßig während der Vorlesungszeit am Montag um 13:30 und am Dienstag um 9:15 in HS1 statt. In der zweiten Semesterhälfte werden ein Teil der Vorlesungen zugunsten der Übungen bzw. Projekte ausfallen.

Besondere Termine sowie Vorlesungsausfälle werden in Moodle bekanntgegeben.

Übungen

Die Übungen finden beginnend ab der zweiten Vorlesungswoche wöchentlich statt. Jede der ca. 12 Gruppen hat etwa 8 bis 10 Teilnehmer, die gemeinsame die Modellierungsprojekte bearbeiten und dabei von einem Tutor betreut werden. Einzelne Terminänderungen werden durch die jeweiligen Tutoren bekannt gegeben und können nach Bedarf mit diesem angesprochen werden.


Um eine möglichst faire Terminvergabe zu garantieren, müssen alle Teilnehmer im Lehrveranstaltungs-Moodle jeweils alle verfügbaren Übungstermine priorisieren. Eine Auswahl kann bis Do. 11. April 23:59 Uhr getroffen werden. Danach wird die Prioritätenliste von uns ausgewertet.

Wichtig: Die Terminvergabe erfolgt noch vor Ende der Belegungsfrist. Sollten Sie sich bzgl. der Belegung unsicher sein, melden Sie sich bei uns.

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