Hasso-Plattner-Institut
 

Stifter Hasso Plattner

Prof. Hasso Plattner (geboren am 21. Januar 1944 in Berlin) verknüpft Wirtschaft und Wissenschaft schon seit Jahrzehnten erfolgreich. Seine Leistungen als Unternehmensgründer der SAP AG mit ihren heute weltweit über 66.000 Mitarbeitern und sein gesellschaftliches Engagement sind ebenso ungewöhnlich wie herausragend und wurden vielfach ausgezeichnet – zuletzt 2012 in den USA mit dem Global Benefactor Award des Churchill Clubs.

Stifter Hasso Plattner

Der engagierte Visionär

Wissenschaftsmäzen Prof. Hasso Plattner finanziert das HPI nicht nur als Stifter, sondern engagiert sich dort auch als Leiter des Fachgebiets "Enterprise Platform and Integration Concepts" in Forschung und Lehre. 

Hasso Plattner verknüpft Wirtschaft und Wissenschaft

Der gebürtige Berliner hatte Nachrichtentechnik an der Universität Karlsruhe studiert und sein Studium als Diplom-Ingenieur abgeschlossen. 1990 ernannte die Universität Saarbrücken Hasso Plattner zum Ehrendoktor. Vier Jahre später wurde er dort Honorarprofessor für Wirtschaftsinformatik. Die Würde eines Ehrensenators verlieh ihm die Universität des Saarlandes 1998. Er ist Mitglied im Kuratorium der Stanford Universität und seit 2002 ist Plattner Ehrendoktor und seit 2004 Honorarprofessor der Universität Potsdam.

Die Landeshauptstadt von Brandenburg sei für ihn "der ideale Standort für zukunftsorientierte Forschung und Lehre, wobei die havelländische Land-schaft und das historische Erbe eine besondere Anziehungskraft ausüben", sagte der SAP-Mitgründer und damalige Vorstandssprecher, als er im Sommer 1998 die Stiftung eines Hasso-Plattner-Instituts für Softwaresystemtechnik (HPI) ankündigte. Plattner finanziert das HPI seitdem nicht nur, sondern er engagiert sich dort auch als Leiter des Fachgebiets "Enterprise Platform and Integration Concepts" in Forschung und Lehre. Auf seine Initiative geht die Entwicklung zahlreicher bahnbrechender Innovationen zurück. Neuestes Beispiel sind die von ihm betreuten HPI-Forschungen zum In-Memory Data Management. Sie führten beim Softwarekonzern SAP zu dem Produkt HANA. Die Technologie wurde 2012 sowohl mit dem Deutschen Innovationspreis als auch mit dem Innovationspreis Berlin-Brandenburg ausgezeichnet.

Dem engagierten Mäzen und Stifter Plattner liegt die Förderung von zukunftsorientierter Forschung, Innovationsfähigkeit und Unternehmergeist besonders am Herzen. So wurde an seinem Potsdamer Institut 2005 die HPI Research School gegründet, in interdisziplinäres Doktorandenprogramm, das inzwischen „Filialen“ an der Cape Town Universität in Südafrika, am Technion in Israel und an der Nanjing Universität in China hat. Fünf Jahre später wurde das Spitzenforschungslabor HPI Future SOC Lab eingerichtet.

2007 erweiterte Plattner das Institut um eine "HPI School of Design Thinking". Seitdem können dort höhere Semester aller Fachbereiche in multidisziplinär zusammengesetzten Teams das erfinderische Entwickeln innovativer Produkte und Dienstleistungen für alle Lebensbereiche lernen. Es existiert mittlerweile auch ein gemeinsames Design Thinking-Forschungsprogramm mit der US-Elite-Universität Stanford. Dort hatte Plattner bereits 2005 mit einer Spende die Eröffnung eines "Hasso Plattner Institute of Design" möglich gemacht.

Ebenfalls 2005 hatte Plattner sein Engagement in Potsdam durch die Einrichtung eines Inkubators und Wagniskapitalfonds für junge IT-Firmengründer ("Hasso Plattner Ventures", www.hp-ventures.com) erweitert. Drei Jahre später gründete er zusammen mit dem Unternehmenspartner MAN Ferrostaal den zusätzlichen Wagniskapitalfonds "Hasso Plattner Ventures Africa", der von Kapstadt aus operiert. Im Frühjahr 2011 gab der SAP-Mitgründer und –Aufsichtsratsvorsitzende die Einrichtung des ersten Innovationszentrums des Konzerns in Potsdam bekannt. Das SAP Innovation Center (www.sap-innovationcenter.com) arbeitet eng mit dem HPI zusammen.

2012 sorgte Plattner für eine erneute Bildungs-Innovation, in dem er am Potsdamer HPI ein neuartiges soziales Lernnetzwerk an den Start brachte: Über die Internet-Bildungsplattform www.openhpi.de können Interessenten aus aller Welt an offenen, kostenlosen Online-Kursen des Hasso-Plattner-Instituts zur Informationstechnologie teilnehmen.

Ein Stifter – zwei Stiftungen

Neben der gemeinnützigen Hasso-Plattner-Stiftung für Softwaresystemtechnik als Trägerin und alleinige Gesellschafterin der Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik GmbH hat Hasso Plattner noch die ebenfalls als gemeinnützig anerkannte Hasso Plattner Förderstiftung gGmbH geschaffen. Ihr Engagement geht über die Wissenschaft weit hinaus. So wurden zum Beispiel der University of Cape Town und der University of KwaZulu-Natal Mittel für medizinische Grundlagenforschung in Bezug auf AIDS/HIV sowie zur Förderung der Gesundheitsfürsorge und Gesundheitserziehung im Rahmen des sogenannten Isisombululo-Projektes zur Verfügung gestellt. Die Tätigkeit der Nelson Mandela Foundation im Bereich der Aufklärung über AIDS/HIV und Prävention wurde ebenfalls unterstützt. Ferner ließ der Stifter ein Charity-Konzert veranstalten, dessen Erlöse wiederum der Nelson Mandela Foundation zugutekamen. Außerdem unterstützt die Hasso Plattner Förderstiftung gGmbH in Südafrika Projekte, die insbesondere unterprivilegierten Kindern und Jugendlichen zugute kommen – beispielsweise in den Bereichen Erziehung und Bildung, Betreuung und Sport.

Nennenswert ist darüber hinaus zum Beispiel auch das Engagement der Förderstiftung in den Bereichen Kultur und Denkmalschutz. So ermöglichte sie es, beim Wiederaufbau des Potsdamer Stadtschlosses dem Gebäude die historische Fassade und ein Kupferdach zu geben. In den Neubau zog im Januar 2014 der Landtag ein.

2012 kündigte Plattner an, in Potsdam eine Kunsthalle zu bauen (http://museum-barberini.com). Die Fertigstellung des Museumsbaus ist für Ende 2016 geplant. Er gibt der Kunstsammlung Hasso Plattners von Malern aus der ehemaligen DDR ein eigenes Domizil. Daneben werden wechselnde internationale Ausstellungen die Potsdamer Kunstwelt bereichern. Auch ein museumspädagogisches Konzept für Kinder und Jugendliche ist vorgesehen.

Frühere Ehrungen

Hier eine Übersicht über frühere Ehrungen: 2010 erhielt Plattner in Berlin den AmCham Transatlantic Partnership Award. 2007 verlieh ihm die brandenburgische Landesregierung den Verdienstorden des Landes. Das US-Magazin "Time" wählte Plattner 2006 zu einem der "Helden" der letzten 60 Jahre. Die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften zeichnete den gebürtigen Berliner 2005 mit der Leibniz-Medaille aus. Im gleichen Jahr ernannte die populärwissenschaftliche Zeitschrift P.M. Plattner zum Innovationsförderer des Jahres. 2001 erhielt er das Bundesverdienstkreuz am Bande. Im selben Jahr platzierte ihn das Time Magazine Europe auf Rang 1 der Liste der bedeutendsten und einflussreichsten IT-Persönlichkeiten. 1998 nahm das Manager Magazin den mit dem angesehenen "Information Technology Leadership Award for Global Integration" ausgezeichneten Technologie-Experten in ihre "Hall of Fame" auf.