Potsdamer Konferenz für Nationale Cybersicherheit 2013-2025
Die Potsdamer Konferenz für Nationale CyberSicherheit ist die deutschlandweite Plattform für den internationalen Austausch von Erkenntnissen bezüglich der Sicherheitslage im Cyberraum. Jedes Jahr treten dort Vertreter:innen der wichtigsten Sicherheitsbehörden in Deutschland, Europa und der Welt in einen Dialog mit Stakeholdern aus Industrie, Politik und Verbänden, um den aktuellen Stand der globalen Cybersicherheitslage zu diskutieren. Bei der Konferenz werden wichtige Meilensteine der Cybersecurity-Governance und technologische Neuerungen vorgestellt sowie gemeinsame Standards für die Erhöhung der Sicherheit im Cyberraum beschlossen. Damit leistet die HPI-Konferenz einen wichtigen Beitrag, um Vertrauen und Verlässlichkeit in der neuen digitalen Welt zu schaffen.
Prof. Dr. Christian Dörr, Fachgebietsleiter "Cybersecurity – Enterprise Security" am HPI
"Wir sind bei der Abwehr von Cyberangriffen und anderen hybriden Bedrohungen in Europa schon seit Jahren schlecht aufgestellt. In der sich nun drastisch veränderten geopolitischen Lage steigt das Risiko für Gefährdungen und potenzielle Schäden erheblich. Es kommt also mehr denn je darauf an, dass wir rasch selbst in Bezug auf diese Themen unsere Hausaufgaben machen."
Links
- Programm
- Speaker
- Pressemitteilung vom 23. April 2025
- Newsartikel zur Konferenz auf hpi.de
- Best-of Potsdamer Konferenz für Nationale CyberSicherheit 2025 auf YouTube
- Aufzeichnungen aller Keynotes und Panels auf tele-TASK
- HPI-Wissenspodcast "Neuland": "'Abgewehrt?' - Geopolitik und Cybersicherheit" mit Prof. Christian Dörr und Dr. Martin C. Wolff
Die Konferenz in den Medien (Auswahl)
- Großes Risiko für unsere digitale Welt (rbb radioeins) Zum Beitrag
- Wie Infrastruktur besser geschützt werden soll (zdf heute) Zum Beitrag
- Wie kann Deutschland sich besser vor Cyberangriffen schützen? (tagesschau) Zum Beitrag auf YouTube
- Livestream der Pressekonferenz (phoenix) Zur aufzeichnung auf Youtube
Die Konferenz in den Medien
- Experten beraten über Cybersicherheit (ARD tagesschau, ab Min. 10:03) Zum Beitrag
- Livestream der Pressekonferenz (phoenix/YouTube) Zum Beitrag
Claudia Plattner, Präsidentin des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI)
“Entscheidend ist, dass man Geschwindigkeit nach vorne bringt: Schnell reagieren, schnell Dinge tun, sie gemeinsam tun und damit auch miteinander eingeübt und eingespielt sein, damit das dann auch wirkt.”
Holger Münch, Präsident des Bundeskriminalamts (BKA)
"Wir sehen, dass die Täter die Methoden, die sie in den letzten Jahren entwickelt haben auch weiterentwickeln und hierbei auch das Thema KI eine Rolle spielt. Insofern sind wir aufgefordert, mit dem Thema Schritt zu halten, auch auf unserer Seite."
Sinan Selen, Vizepräsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz (BfV)
"Ich erinnere daran, dass wir eine nicht unerhebliche Zahl an Wahlen, die in demokratischen Ländern vor uns stehen, vor der Brust haben. Und dementsprechend ist Desinformation in diesem Kontext etwas, womit wir uns sehr intensiv beschäftigen müssen."
Generalmajor Jürgen Setzer, Stellv. Inspekteur Cyber- und Informationsraum & CISO der Bundeswehr
"Daten sind heute die wichtigste Ressource, die wir in unseren Gesellschaften haben. Und wenn man das akzeptiert, dann ist im Endeffekt die IT das Nervensystem unserer Gesellschaft. Und das gilt es zu schützen, denn ohne Nervensystem funktionieren Staaten und funktionieren Armeen nicht."
Prof. Dr. Christian Dörr, Leiter des Fachgebiets "Cybersecurity – Enterprise Security" am HPI
"Wir sind zu großen Teilen auf einem guten Weg, aber wir sind noch lange nicht da, wo wir sein müssen. Da brauchen wir noch eine gemeinsame Kraftanstrengung, um uns insgesamt in Deutschland auf ein ganz anderes Sicherheitsniveau zu heben, mit dem wir dann entsprechend auch mit diesen großen Herausforderungen, die sich sehr rasant weiterentwickeln, entsprechend umgehen können."
- Agenda
- Tagungsunterlagen
- Pressemitteilung
- Aufzeichnungen aller Keynotes und Panels auf tele-TASK
- HPI-Wissenspodcast “Neuland”: Wie schaffen wir mehr ‘Awareness’ für Cybersicherheit? Die wichtigsten Statements der Potsdamer Konferenz für Nationale CyberSicherheit 2023
- Interviewreihe HPI-Digitalblog auf YouTube
Holger Münch, Präsident des Bundeskriminalamts (BKA)
"Quantität und Qualität von Cyber-Straftaten steigen seit Jahren drastisch an: Kriminalität verlagert sich immer weiter in den digitalen Raum. Für einen effektiven Schutz bedarf es deshalb eines Dreiklangs von gefahrenabwehrenden und repressiven Maßnahmen der Polizei, präventiven IT-Sicherheitsvorkehrungen und einer ausreichenden Sensibilisierung von Bürgern und Unternehmen für die Gefahren aus dem Cyberraum."
Dr. Gerhard Schabhüser, Vizepräsident des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI)
"Die Entwicklung der Gefährdungslage im Cyberraum ist so hoch wie nie. Die Stärkung der Cybersicherheit ist der Schlüssel für eine gut funktionierende, digital vernetzte Gesellschaft und ein wichtiges Element von Digitaler Souveränität."
Sinan Selen, Vizepräsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz (BfV)
"Wir werden im Rahmen des Wirtschaftsschutzes immer wieder mit veralteten Systemen konfrontiert, die vermeidbare Schwachstellen aufweisen. Investitionen in ein strukturiertes Sicherheitsmanagement, das digital wie auch analog stattfinden muss, sind deshalb elementar wichtig."
Generalmajor Wolfgang Wien, Vizepräsident des Bundesnachrichtendienstes (BND)
"Wirtschaftliche Konkurrenten wie auch geopolitische Gegenspieler nutzen die Digitalisierung nahezu aller Arbeits- und Lebensbereiche aus, um im Cyber-Raum heimlich und zu unseren Lasten Spionage, Sabotage und politische Einflussnahme zu betreiben."
Prof. Dr. Christian Dörr, Leiter des Fachgebiets "Cybersecurity – Enterprise Security" am HPI
"Cybersicherheit lässt sich nicht im Alleingang verwirklichen. Mehr Sicherheit erreichen wir nur durch abgestimmtes und gemeinsames Vorgehen. Es ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Auf unserer Konferenz möchten wir mit wichtigen Akteuren über die drängenden Themen im Bereich Cybersicherheit sprechen und Impulse für die politische Debatte geben."
Prof. Dr. Christian Dörr, Leiter des Fachgebiets "Cybersecurity - Enterprise Security" am HPI
"Der Ukrainekrieg zeigt, dass Cybersicherheit beim Schutz kritischer Infrastrukturen essentiell ist. Bereits vor den (kinetischen) Angriffen gab es über Jahre Cyberangriffe auf kritische Infrastrukturen in der Ukraine."
Thomas Fetten, CEO Deutsche Telekom Security GmbH
"Deutschlands Cybersicherheit mangelt es an Fachkräften und Investitionen. Wir müssen jetzt handeln."
Dr. Christoph Heusgen, Vorsitzender der Münchner Sicherheitskonferenz
"Mit der Relevanz digitaler Technologien im Leben der Menschen weltweit wächst auch die Notwendigkeit, internationale Regeln für Freiheit und Sicherheit im digitalen Raum zu schaffen. Deutschland muss sich dafür engagieren, dass solche Normen demokratische und rechtsstaatliche Werte widerspiegeln."
Wilfried Karl, Präsident der Zentralen Stelle für Informationstechnik im Sicherheitsbereich (ZITiS)
"Ein zentraler Aspekt für die Cyberfähigkeit der Sicherheitsbehörden ist ihre digitale Souveränität."
Dr. Klaus Kremper, CEO OneFiber Interconnect Germany GmbH
"Der Krieg in der Ukraine hat uns wachgerüttelt: Die Kommunikationsinfrastruktur ist nicht hinreichend resilient, ein „Kill switch“ durch Saboteure nicht auszuschließen. Datenverkehre in unserer vernetzten Welt könnten unmöglich werden. Zivilgesellschaft, Unternehmen und Behörden wären weitgehend handlungsunfähig. Deutschland benötigt eine neue Kommunikationsinfrastruktur: schnell, cybersicher und bundesweit."
Nico Lumma, Managing Partner NMA Venture Capital GmbH
"Deutschland muss zur Cybersecurity Nation werden. Wenn wir jetzt die Grundlagen dafür legen, dass auf breiter Front in innovative Startups investiert werden kann., dann haben wir haben die einmalige Gelegenheit, mit Cybersecurity die gesamte Startup-Landschaft in Deutschland auf ein neues Level zu heben, so wie es im Defense-Bereich im Silicon Valley vor 50 Jahren passiert ist."
Iris Plöger, Mitglied der Hauptgeschäftsführung BDI - Bundesverband der Deutschen Industrie e.V.
"Die deutsche Industrie steht täglich im Fadenkreuz international agierender Cyberkrimineller. Damit sich deutsche Unternehmen angesichts der stetig steigenden Cyberangriffe wirksam schützen können, braucht es eine IT-Security-Ausbildungsoffensive, kontinuierliche Investitionen in die IT- und OT-Security sowie eine konsistente und unbürokratische Cybergesetzgebung."
Andreas Reisen, Referatsleiter "Cybersicherheit für Wirtschaft und Gesellschaft" im Bundesministerium des Innern und für Heimat (BMI)
"Die Cyber-Bedrohungslage ist geprägt durch ihre Heterogenität: Staatliche Akteure, Ransomware und Hacktivismus sind allgegenwärtig. Gleichzeitig rücken globale Wertschöpfungsketten in einer geopolitisch komplexen Sicherheitslage Aspekte der Vertrauenswürdigkeit von Herstellern verstärkt in den Fokus."
Arne Schönbohm, Präsident des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI)
"Die Cyber-Sicherheitslage in Deutschland ist durch den Krieg in der Ukraine und unvermindert hoher Cyberkriminalität angespannt bis kritisch."
Sinan Selen, Vizepräsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz (BfV)
"Die militärische Eskalation in Osteuropa erfordert auch im Bereich der Inneren Sicherheit unsere volle Aufmerksamkeit. Das Bundesamt für Verfassungsschutz nutzt seine gut aufgestellte Spionage- und Cyberabwehr sowie bewährte Partnerschaften, um möglichen Lageverschärfungen angemessen zu begegnen."
Generalmajor Wolfgang Wien, Vizepräsident des Bundesnachrichtendienstes (BND)
"Cybersicherheit ist eine immerwährende Herausforderung, für die wir uns Tag für Tag einsetzen müssen."
Prof. Christoph Meinel, Direktor des Hasso-Plattner-Instituts für Digital Engineering (HPI)
"Jahrelang war es ein theoretisches Szenario, dass der Angriff auf IT-Systeme in einem Krieg eben auch genau wie der Angriff mit Bomben immense Schäden erzeugt. Jetzt im Ukraine-Krieg ist das Wirklichkeit."
Arne Schönbohm, Präsident des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI)
"Die COVID-19-Pandemie hat zu einer nie dagewesenen Nutzung des Digitalen geführt. Damit werden Angriffsvektoren im digitalen Raum noch relevanter. Dieser Bedrohungslage müssen wir uns entgegenstellen: indem wir Informationssicherheit als Voraussetzung einer erfolgreichen Digitalisierung begreifen und in die Tat umsetzen."
Michael Niemeier, Vizepräsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz (BfV)
"Im Wahljahr 2021 geht das Bundesamt für Verfassungsschutz von einem erhöhten Gefährdungspotenzial durch illegitime ausländische Einflussnahme aus. Doch unsere Cyber- und Spionageabwehr ist gut aufgestellt und ressortübergreifend vernetzt, um die Sicherheitsinteressen unserer Demokratie zu schützen."
Prof. Claudia Eckert, Direktorin Fraunhofer AISEC
"Die Pandemie verdeutlicht unsere starke Abhängigkeit von verlässlicher IT. Die gleichzeitige große Zunahme der Cyberangriffe zeigt, dass erhebliche Investitionen erforderlich sind, um diese Abhängigkeit zu reduzieren und die Cybersicherheit zu verstärken. Erforderlich sind u.a. Werkzeuge zur automatisierten Beurteilung von Sicherheitsrisiken beim IT-Einsatz und die Entwicklung vertrauenswürdiger Hardware, mobiler Plattformen oder Datenräume."
Thomas Fetten, CEO Deutsche Telekom Security GmbH
"Die Digitalisierung hat während der Pandemie einen starken Schub erhalten. Deutschland und Europa haben nun die Chance im Bereich der Digitalen Souveränität entscheidende Schritte einzuleiten: Self-Souverän-IDs, Europäische Cloud Lösungen wie GaiaX, Künstliche Intelligenz, aber auch eine verstärkte Kompetenz im Bereich Cyber-Security werden essenziell sein, um in der globalen Digitalisierungswelle eine führende Rolle zu übernehmen."
Wilfried Karl, Präsident der Zentralen Stelle für Informationstechnik im Sicherheitsbereich (ZITiS)
"Um in der digitalen Welt Cybercrime wirksam bekämpfen zu können, benötigen die Sicherheitsbehörden effektive Instrumente. Die ZITiS unterstützt mit entsprechenden Technologien und Methoden. Sie leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Cyberfähigkeit der Sicherheitsbehörden und deren digitaler Souveränität."
Carlos Arglebe, CCO Siemens Healthineers
"Digitalisierung beschleunigt sich. Die Risiken durch Cyberangriffe im Gesundheitswesen steigen rasant. Integriertes Daten- und Cybermanagement müssen mit der Dynamik Schritt halten. Die Charter of Trust bietet einen Best-Practice-Ansatz, der Nutzer, Technologie, Wirtschaft und Politik vereint."
Linda Bertram, Staatsanwältin, Zentralstelle für die Bekämpfung der Internetkriminalität
"Computerkriminalität ist kein neues Phänomen. Durch vermehrt IT-gestützte Alltagslösungen sowie die pandemiebedingt verstärkte Nutzung des Internets auch für sensible geschäftliche Vorgänge hat dieser Deliktsbereich erneut an Brisanz gewonnen. Entscheidend für die erfolgreiche Bekämpfung ist ein starkes internationales Team."
Prof. Christian Dörr, Leiter des Fachgebiets "Cybersecurity – Enterprise Security" am HPI
"Cybersicherheit schützt unseren zukünftigen Wohlstand als Innovations- und Hochtechnologieland. Wir brauchen Initiativen, um Bewusstsein für Cybersicherheit und geeignete Maßnahmen quer durch die Industrie auf allen Unternehmensebenen zu verankern,
insbesondere im wichtigen Mittelstand."
Walter Haas, Mitglied der Geschäftsleitung, Huawei Technologies Deutschland
"Resilienz von digitalen Infrastrukturen definiert sich über zahlreiche Faktoren, wird aber oftmals auf Technologie reduziert. Allen voran steht aber eine intensive risikoanalytische Auseinandersetzung mit potentiellen Angriffszenarien auf Kernprozesse und -systeme. Und davon abgeleitet ein Paket von technischen und organisatorischen Maßnahmen, das die Aufrechterhaltung der wesentlichen Infrastrukturdienste auch unter vorstellbaren Notfallsituationen gewährleistet."
Nikolaus Hagl, Mitglied der Geschäftsführung, SAP Deutschland
"Wer hätte im Sommer 2020 erwartet, dass wir so schnell über hochwirksame Impfstoffe verfügen? Und die weltweit nachgefragten Impfstoffe sind von Privatunternehmen entwickelt worden. Ebenso werden wir auch nachhaltige digitale Souveränität nur gemeinsam mit innovativen Unternehmen erreichen."
Dr. Falk Herrmann, CEO Rohde & Schwarz Cybersecurity GmbH
"Digitale Souveränität ist eine Herausforderung an der Schnittstelle von Gesellschaft und Technologie. Zur Bewältigung sind Wertekonsens, Gesetzesgrundlagen und Technologiezugang unabdingbar. Die deutsche IT-Sicherheitsindustrie kann dabei einen besonderen Beitrag leisten mit technologischer Kompetenz, Transparenz, Zuverlässigkeit und Unabhängigkeit."
Marc Lindike, Leiter Information Security Assurance, Flughafen München
"Die deutsche Politik verpasst gerade die Chance, eine ›Digitale Ökonomie‹ zu unterstützen, die nachhaltig unseren Werten und Interessen entspricht und rennt statt ›Köche‹ zu fördern zweifelhaften ›Digitalisierungs-Convenienceprodukten‹ hinterher, nur um schnell und billig ›modern‹ zu wirken."
Armin Müller, CEO VMware Deutschland
"In einer zunehmend komplexen Welt muss unsere Infrastruktur resilient und zukunftsfähig sein. Es gibt bereits nachhaltige technische Lösungen, die durch Schaffung von mehr Transparenz und Wahlfreiheit die digitale Souveränität stärken. Diese sollten von Staat und Wirtschaft gemeinsam weiter vorangetrieben werden."
Uwe Peter, CEO Cisco Systems Deutschland
"Immer mehr Daten werden über Apps und das Netz verarbeitet – darunter zunehmend sensible und persönliche Informationen. Gleichzeitig nimmt die Anzahl an Cyber-Angriffen zu. Umso wichtiger sind klare Richtlinien für Datenschutz & -sicherheit in der Wirtschaft und Verwaltung. Nur so können wir den Wohlstand und die Chancengleichheit unserer Gesellschaft sichern."
Dr. Markus Richter, Bundes-CIO & Staatssekretär im Bundesministerium des Innern und für Heimat (BMI)
"Mein Ziel ist es, Rahmenbedingungen zu schaffen, die den Bürgerinnen und Bürgern sowie den Unternehmen erlauben, digitale Medien selbstbestimmt zu nutzen. Hierbei spielt die IT-Sicherheit eine zentrale Rolle. Ich freue mich, dass wir mit dem IT-SiG 2.0 einen weiteren Schritt in diese Richtung gehen."
Boris Ruge, Stellvertretender Vorsitzender Münchner Sicherheitskonferenz
"Die Covid-19-Pandemie hat die globale Bedrohung durch Cyberangriffe deutlich gemacht und die Schwächen Deutschlands und Europas aufgezeigt. Um Deutschland für diese Herausforderung zu stärken, brauchen wir eine transatlantische digitale Agenda – für Innovationspartnerschaften und digitale Ökonomie, insbesondere aber auch im Bereich der Cybersicherheit."
Generalmajor Jürgen Setzer, CISO Bundeswehr
"Cybersicherheit als ein wesentlicher Teil der gesamtstaatlichen Sicherheitsvorsorge kann nur ressortübergreifend und in engem Schulterschluss mit Wirtschaft und Wissenschaft erreicht werden. Der Organisationsbereich Cyber- und Informationsraum der Bundeswehr leistet hierzu einen wichtigen Beitrag."
Dr. Tim Stuchtey, Direktor Brandenburgisches Institut für Gesellschaft und Sicherheit
"Die Bereitschaft, Projekte wie Nord Stream 2 und die Integration von nicht-vertrauenswürdiger Technik in 5G-Netze der Zukunft zu überdenken, erhöht den Preis für Russland und China, sich in die Bundestagswahlen allzu aggressiv einzumischen."
Generalmajor Wolfgang Wien, Vizepräsident des Bundesnachrichtendienstes (BND)
"Sicherheit im Cyberraum ist eine Daueraufgabe, die nie abgeschlossen ist, da sich die technischen Möglichkeiten laufend weiterentwickeln. Deshalb muss der Staat die gesetzlichen Rahmenbedingungen so setzen, dass die Sicherheitsbehörden im Wettlauf mit Angreifern nicht ins Hintertreffen geraten."
Prof. Christoph Meinel, Direktor des Hasso-Plattner-Instituts für Digital Engineering (HPI)
"Der pandemiebedingte Digitalisierungsbedarf in der deutschen Verwaltung, in der Wirtschaft und im öffentlichen Leben hat schonungslos offengelegt, wie abhängig Deutschland von ausländischen digitalen Plattformen und Diensten ist. Als ein führendes Industrieland muss Deutschland digital souveräner werden, um seine eigenen Normen und Werte auch im Cyberraum durchsetzen und international auf Augenhöhe kooperieren zu können."
Dr. Dietmar Woidke, Ministerpräsident des Landes Brandenburg
"Die Corona-Pandemie zeigt, wie wichtig die Digitalisierung ist - vom homeoffice bis zur tracing-app. Besondere Aufgaben in der Digitalisierung sind aktuell die Cyber-Sicherheit und die Befähigung der Menschen, mit den digitalen Veränderungen gut und zum allgemeinen Vorteil umzugehen. Uns allen kommt dabei eine große Verantwortung zu, die Komplexität der Digitalisierung zu verstehen und zu gestalten."
Dr. Bruno Kahl, Präsident des Bundesnachrichtendienstes (BND)
"Weltweit sinkt die Hemmschwelle, Cyber-Angriffe zur Erlangung von politischen, militärischen oder wirtschaftlichen Vorteilen einzusetzen. Eine Aufklärung und erfolgreiche Abwehr solcher Angriffe kann nur durch einen engen Austausch und ein gemeinsames Vorgehen mit internationalen Partnern gelingen."
Wilfried Karl, Präsident der Zentralen Stelle für Informationstechnik im Sicherheitsbereich (ZITiS)
"Ohne eine digitale Souveränität Deutschlands bleiben Innovationen aus und wichtige staatliche Aufgaben können zukünftig nur in Abhängigkeit ausländischer Akteure geleistet werden. 5G und die Corona-Pandemie haben gezeigt, dass jetzt die Weichen für die Zukunft gestellt werden müssen."
Martina Link, Vizepräsidentin des Bundeskriminalamts (BKA)
"Digitale Souveränität für Deutschland heißt, die Chancen der Digitalisierung für die Kriminalitätsbekämpfung zu nutzen! Einheitliche IT-Standards, ein gemeinsames Datenhaus und die gemeinsame Nutzung polizeilicher Anwendungen: Mit dem Programm Polizei 2020 gestalten wir die Zukunft!"
Generalmajor Jürgen Setzer, Stellvertreter Inspekteur Cyber-und Informationsraum der Bundeswehr (CIR)
"Die Gefahrenlage in Deutschland hat sich durch die Digitalisierung erheblich verkompliziert. Um den neuen Herausforderungen erfolgreich begegnen zu können ist es wichtig, alle relevanten Akteure – Staat, Wirtschaft und Wissenschaft – miteinander zu vernetzen. Der militärische Organisationsbereich CIR leistet für diese gesamtstaatliche Aufgabe einen maßgeblichen Beitrag."
Walter Haas, Mitglied der Geschäftsführung, Huawei Deutschland
"Cybersicherheit ist aufgrund weltweiter Lieferketten eine globale Herausforderung. Um sie anzugehen bedarf es des Dreiklangs aus Standardisierung, Verifizierung und Zertifizierung. Denn nicht die Herkunft, sondern die konkrete Beschaffenheit ist entscheidend für die Sicherheit eines Produktes."
Prof. Reinhard Posch, CIO der Republik Österreich
"Virtuelle Kommunikation wird durch die Cloud dominiert und die Fragen der Authentizität und der Zugangskontrolle sinken in den meisten Fällen unmittelbar auf die Ebene „Passwort“. Die Notwendigkeit der eID sowie rechtsgültiger elektronischer Signatur, die vertrauliche Inhalte auch vor den Betreibern schützt, muss forciert werden."
Nikolaus Hagl, Mitglied der Geschäftsführung, SAP Deutschland
"Behörden mit Sicherheitsaufgaben haben eine strategische Rolle. Sie können durch ihre Innovationspolitik wirtschaftspolitische Impulse setzen und die langfristige Handlungsfähigkeit Deutschlands absichern. Hier besteht aber auch eine besondere Verantwortung, digitale Souveränität mitzugestalten."
Dr. Gerhard Schabhüser, Vizepräsident des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI)
"Deutschland hat sich im Corona-Shutdown als erstaunlich flexibel erwiesen. Viele Firmen und Behörden haben Home Office im großen Maßstab z.T. auch sehr improvisiert umgesetzt. Das Ziel der nächsten Monate ist, diesen Digitalisierungsschub in einen sicheren Zustand zu überführen."
Dirk Backofen, Vorsitzender des Cyber Security Cluster Bonn e. V.
"Wir brauchen ein deutschlandweit agierendes Kompetenz-Cluster Cyber-Sicherheit, um die Symbiose der Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Politik und Wirtschaft weiter auszubauen. Ein unabhängiger Weisenrat für Cyber-Sicherheit, bestehend aus Wissenschaftlern aller bestehender Kompetenz-Cluster in Deutschland, kann helfen, wichtige Zukunfts-Impulse für die Entscheidungsträger in der Politik und Wirtschaft zu den Themen Cyber-Sicherheit und Digitale Souveränität zu setzen."
Thomas Fetten, Leiter der Telekom Security bei T-Systems International
"Obwohl die Anzahl der Angriffe gestiegen ist, führen wir dies nicht auf Covid19 zurück. Vielmehr nehmen wir eine enge Korrelation zwischen der zunehmenden Vernetzung und der Anzahl die Angriffe wahr. Gleichzeitig führt die Pandemie zu einer Beschleunigung der Digitalisierung in allen Sektoren. Die Angriffsfläche vergrößert sich und IT- sowie OT-Umgebungen vermischen sich weiter, so dass gezielte Cybersicherheitsmaßnahmen in Zukunft intensiviert werden müssen."
Thomas Jarzombek, Beauftragter für Digitale Wirtschaft und Start-ups des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWI)
"Unternehmen müssen IT-Sicherheit ernst nehmen. Jährlich entstehen Milliardenschäden durch Cyberangriffe. Mit der Initiative "IT-Sicherheit in der Wirtschaft" will das BMWi kleine und mittlere Unternehmen aufklären und beim sicheren Einsatz digitalisierter Prozesse und Geschäftsmodelle unterstützen."
Martin Kaloudis, CEO BWI GmbH
“Digitale Resilienz kann man nicht einfach nachträglich in ein bestehendes System einbauen. Sondern sie ist ein systemisches Prinzip – und fehlt es, merkt man es erst, wenn es schon zu spät ist. Wenn wir aus COVID-19 etwas lernen möchten, dann: frühzeitig investieren, um gegen Krisen gewappnet zu sein.”
Michael Niemeier, Vizepräsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz (BfV)
"Das Bundesamt für Verfassungsschutz ist integraler Baustein der deutschen Sicherheitsarchitektur und in dieser Funktion auch für die Wahrung und Sicherung der digitalen Souveränität zuständig. Dies ist für uns Auftrag und Verpflichtung zugleich, um auch im Digitalzeitalter unsere Demokratie zu schützen."
Uwe Peter, CEO Cisco Deutschland
"Durch die schnelle Umsetzung von Heimarbeits-Konzepten sind neue Risiken entstanden. Mit der Erweiterung auf die Peripherie werden Unternehmensnetze zu einem zentralen Sicherheitsinstrument. Nur automatisierte, AI/ML-gestützte und hochintegrierte Sicherheitsarchitekturen können helfen, die neuen Gefahren zu beherrschen."
Boris Ruge, Stellvertretender Vorsitzender der Münchener Sicherheitskonferenz
"Wir müssen dringend eine Vorstellung vom Sicherheitsumfeld der 2030er Jahre entwickeln. Unter jedem plausiblen Szenario werden Cyber, KI und autonome Systeme eine wichtige Rolle spielen. Der Mix an Fähigkeiten zur Verteidigung deutscher und europäischer Interessen muss ein anderer sein als heute."
Prof. Christoph Meinel, Direktor des Hasso-Plattner-Instituts für Digital Engineering (HPI)
"In den letzten Monaten haben sich aufgrund der Corona-Pandemie deutlich mehr Aktivitäten ins Netz verlagert. Selbst in den Bereichen Bildung und Gesundheit gibt es einen erfreulichen Digitalisierungsschub. Das heißt allerdings auch, dass wir unsere Anstrengungen in der IT-Sicherheit weiter verstärken und in puncto Cybersicherheit weiter aufrüsten müssen."
Dokumentation 2013-2019
Die Dokumentation der Potsdamer Konferenz für Nationale CyberSicherheit aus den Jahren 2013-2019 finden Sie in unserem Archiv: