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Europas digitale Resilienz stärken

Potsdamer Konferenz für Nationale CyberSicherheit 2025

Europa und die Welt stehen vor geopolitischen Herausforderungen: Die neue US-Regierung, der Ukraine-Krieg und der Konflikt um Taiwan gefährden die geopolitsche und wirtschaftliche Stabilität Europas. Gleichzeitig nehmen Cyberangriffe auf kritische Infrastrukturen und gezielte Desinformationskampagnen zu. Digitale Bedrohungen werden zu geopolitischen Werkzeugen. 

Wie können wir unsere digitale Resilienz stärken und Europa vor hybriden Bedrohungen schützen? Darüber haben mehr als 40 Vertreter:innen aus Behörden, Wirtschaft und Wissenschaft am 21. und 22. Mai bei der Potsdamer Konferenz für Nationale CyberSicherheit am Hasso-Plattner-Institut diskutiert.

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Die nächste Potsdamer Konferenz für Nationale CyberSicherheit findet am 24. und 25. Juni 2026 am HPI in Potsdam statt. 

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Porträt von HPI-Professor Christian Dörr

Wir sind bei der Abwehr von Cyberangriffen und anderen hybriden Bedrohungen in Europa schon seit Jahren schlecht aufgestellt. In der sich nun drastisch veränderten geopolitischen Lage steigt das Risiko für Gefährdungen und potenzielle Schäden erheblich. Es kommt also mehr denn je darauf an, dass wir rasch selbst in Bezug auf diese Themen unsere Hausaufgaben machen.

Prof. Christian Dörr, Konferenzgastgeber und Fachgebietsleiter “Cybersecurity – Enterprise Security

Bildergalerie (Fotos: HPI/Reinhardt & Sommer)

  • Potsdamer Konferenz für Nationale Cybersicherheit 21.-22.05.2025 im HPI von Reinhardt & Sommer
    Cybersicherheit
  • Potsdamer Konferenz für Nationale Cybersicherheit 21.-22.05.2025 im HPI von Reinhardt & Sommer
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  • Potsdamer Konferenz für Nationale Cybersicherheit 21.-22.05.2025 im HPI von Reinhardt & Sommer
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  • Potsdamer Konferenz für Nationale Cybersicherheit 21.-22.05.2025 im HPI von Reinhardt & Sommer
    Axel John
  • Potsdamer Konferenz für Nationale Cybersicherheit 21.-22.05.2025 im HPI von Reinhardt & Sommer
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  • Potsdamer Konferenz für Nationale Cybersicherheit 21.-22.05.2025 im HPI von Reinhardt & Sommer
    Claudia Plattner
  • Potsdamer Konferenz für Nationale Cybersicherheit 21.-22.05.2025 im HPI von Reinhardt & Sommer
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  • Potsdamer Konferenz für Nationale Cybersicherheit 21.-22.05.2025 im HPI von Reinhardt & Sommer
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  • Potsdamer Konferenz für Nationale Cybersicherheit 21.-22.05.2025 im HPI von Reinhardt & Sommer
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  • Potsdamer Konferenz für Nationale Cybersicherheit 21.-22.05.2025 im HPI von Reinhardt & Sommer
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  • Potsdamer Konferenz für Nationale Cybersicherheit 21.-22.05.2025 im HPI von Reinhardt & Sommer
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  • Potsdamer Konferenz für Nationale Cybersicherheit 21.-22.05.2025 im HPI von Reinhardt & Sommer
    Andreas Könen
  • Potsdamer Konferenz für Nationale Cybersicherheit 21.-22.05.2025 im HPI von Reinhardt & Sommer
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  • Potsdamer Konferenz für Nationale Cybersicherheit 21.-22.05.2025 im HPI von Reinhardt & Sommer
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  • Potsdamer Konferenz für Nationale Cybersicherheit 21.-22.05.2025 im HPI von Reinhardt & Sommer
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  • Potsdamer Konferenz für Nationale Cybersicherheit 21.-22.05.2025 im HPI von Reinhardt & Sommer
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  • Potsdamer Konferenz für Nationale Cybersicherheit 21.-22.05.2025 im HPI von Reinhardt & Sommer
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  • Potsdamer Konferenz für Nationale Cybersicherheit 21.-22.05.2025 im HPI von Reinhardt & Sommer
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  • Potsdamer Konferenz für Nationale Cybersicherheit 21.-22.05.2025 im HPI von Reinhardt & Sommer
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  • Potsdamer Konferenz für Nationale Cybersicherheit 21.-22.05.2025 im HPI von Reinhardt & Sommer
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"Hybrider Werkzeugkasten": Angreifende immer versierter

Cyberkriminelle arbeiteten immer versierter, so Sinan Selen, Vizepräsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz (BfV). Die “Tool-Box”, die dabei zum Einsatz komme, sei sehr breit angelegt. Angreifende aus dem Ausland nutzten alle Werkzeuge aus ihrem Baukasten, ein “ganzheitliches Vorgehen”, das “Spionage, Sabotage, Desinformation gleichermaßen bedient”. 

Was Deutschland dagegenzusetzen hätte, sei vor allem ein pragmatischer Ansatz in der Zusammenarbeit. "Wir müssen ‘hemdsärmeliger’ werden", sagte Selen. Es gehe darum, die Fähigkeiten verschiedener Stellen gut und partnerschaftlich miteinander zu vernetzen. Diese Partnerschaft beziehe sich nicht nur auf die klassischen Strafverfolgungsbehörden, sondern setze sich fort bei den Unternehmen, der Industrie oder gesellschaftlichen Gruppen, die von Cyberattacken betroffen sind. Nur so könne man dieser langfristigen Bedrohungslage effizient begegnen.

KI im Visier: Cybersicherheit für Künstliche Intelligenz

Eine wichtige Rolle dabei spielt auch der verantwortungsvolle Einsatz von KI in Unternehmen, dem sich ein ganzer Themenblock der Konferenz widmete. Künstliche Intelligenz revolutioniert viele Bereiche, von der Wirtschaft über die Verwaltung bis zur Medizin, doch mit der zunehmenden Verbreitung dieser Technologien wächst auch das Risiko von Angriffen auf KI-Systeme. Verschiedene Beispiele zeigen, dass KI manipuliert werden kann, oder Kriminelle Daten aus deren Modellen stehlen können. Konferenzgastgeber Prof. Christian Dörr betont: 

Der Einsatz von KI in Unternehmen bietet vielversprechende Möglichkeiten, birgt aber auch erhebliche Risiken. So können KI Modelle von Dritten manipuliert werden, was zu Verlust von internen Unternehmensdaten oder Reputationsschäden führen kann. Über diese Angriffe, und wie man KI dagegen schützt, sprechen wir aktuell noch zu wenig.

“Abgewehrt?” – Geopolitik und Cybersicherheit

Im HPI-Wissenspodcast "Neuland" spricht Host Leon Stebe mit HPI-Prof. Christian Dörr und Strategieexperte Dr. Martin C. Wolff über Cybersicherheit in Zeiten geopolitischer Konflikte. Um hybride Bedrohungen geht es auch in ihrem Podcast "Abgewehrt".

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"Unmask the Underground": Cybersicherheit spielerisch erleben bei den Potsdam Cyber Games

Im Rahmen der Cybersicherheitswoche am HPI fanden in diesem Jahr wieder die Potsdam Cyber Games statt. Ob Einsteiger:in oder Profi: Bei dem Capture-The-Flag-Wettbewerb konnten Hobby-Detektiv:innen ihr Können unter Beweis stellen. Das Motto: "Unmask the Underground". In mehr als 20 Challenges tauchten die Teilnehmenden in die dunklen Gassen von Berlin und Potsdam ein – zur Infiltration des Verstecks einer berüchtigten Hacker-Organisation. Hinter der Fassade: eine große kriminelle Infrastruktur, die es zu durchbrechen galt.

Cyberkriminalität mag wie ein Plot aus einem Thriller klingen. Sie ist aber so real wie das nächste Datenleck. Organisationen, Behörden, kritische Infrastrukturen und auch Privatpersonen sind ständig im Visier digitaler Angriffe. Bei den Potsdam Cyber Games lernen Studierende spielerisch, die Methoden der Cyberkriminellen zu verstehen und die digitale Welt ein Stück sicherer zu machen.

Die bestplatzierten Teams konnten sich über kostenlose Tickets für die Potsdamer Konferenz für Nationale Cybersicherheit am HPI freuen. Außerdem erwartete die insgesamt 15 Gewinner:innen ein dreitägiger Cybersecurity-Workshop in Potsdam und Berlin inklusive spannender Besuche bei Microsoft, BCIX, dem BND, im NTT Sicherheitszentrum und beim c-base e.V.
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  • Das Orga-Team der Potsdam Cyber Games: Yannik Dittmar, Prof. Christian Dörr, Timo Neyer, Tobias Kantusch und Lasse Blumenthal (v.l.n.r.)

Wie sicher ist unser Kommunikationsnetz?

Datenkabel sind das Rückgrat unserer digitalisierten Welt. Über sie laufen E-Mails, behördliche IT-Systeme, Online-Banking oder Verkehrsleitsysteme wie Ampeln. Ein Cyberangriff auf diese kritische Infrastruktur – oder gar ein Ausfall – kann Wirtschaft und Gesellschaft weitgehend handlungsunfähig machen. Lange Zeit wurde dem Schutz der nur wenige Zentimeter dicken Kabel zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Das macht sie anfällig. Doch wie lässt sich Resilienz aufbauen – und welche technischen Schutzmaßnahmen sind bereits heute möglich?

Das hat HPI-Sicherheitsexperte Prof. Christian Dörr zusammen mit der AP Sensing GmbH im Vorfeld der Konferenz auf dem Campus demonstriert. Für das Exponat wurden auf dem HPI-Gelände dutzende Meter eines Sensorkabels in der Erde und im Teich unter Wasser verlegt und verschiedene Angriffsszenarien simuliert.

Mithilfe der sogenannten Fiber-Sensing-Technik lässt sich anhand von Akustik- (Distributed Acoustic Sensing) oder Temperaturmessungen (Distributed Temperature Sensing) in Echtzeit erfassen, ob und wo sich eine unbekannte Person dem Kabel nähert. Mit einer Messreichweite von bis zu 100 km und der Fähigkeit zur nahtlosen Integration in bestehende Infrastrukturen bietet diese Technologie eine leistungsstarke Lösung für die Überwachung kritischer Anlagen wie Stromkabel, Pipelines und Eisenbahnschienen. Setzt man die Technologie bereits in der Bauphase von Infrastrukturen ein, lassen sich potenzielle Eingriffe oder Sabotage frühzeitig erkennen.
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Luftbild des Versuchsaufbaus auf dem HPI-Campus. Die Symbole markieren, an welchen Stellen des Kabels ein Ereignis auftritt. Das System kann etwa zwischen Personen und anderen Objekten unterscheiden.

Letzte Änderung: 22.05.2025, Patrick Lenz