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FMC-QE

Diagrammarten

Entity/Relationship(E/R)-Diagramm

Die Struktur der Bedienanforderungen wird in FMC-QE in Entity/Relationship-Diagrammen modelliert. Neben der hierarchischen Struktur der Bedienanforderungen sind in diesem Diagrammtyp die Verbindungen zu den anderen Sichten definiert. Außerdem wird der, für die hierarchische Auftragstransformation benötigte, Verkehrsflusskoeffizient (v) in dieser Modellsicht gespeichert. Ein Beispiel für ein FMC-QE-E/R-Diagramm ist in Abbildung 1 angeführt.

Abbildung 1: FMC-QE-E/R-Diagramm - Beispiel

Aufbaustrukturdiagramm

Die Struktur der Bediener (Server) ist in Aufbaustrukturdiagrammen dargestellt. Neben den logischen Servern, die in ihrer Struktur von den Bedienanforderungen abgeleitet sind, sind in diesem Modell die realen Server (Multiplexer) dargestellt sowie deren Abbildung untereinander. Außerdem werden in dieser Sicht die Leistungsparameter der realen und logischen Server, wie Bedienzeit (X) und Parallelitätsgrad (m) definiert. Ein Beispiel eines FMC-QE-Aufbaustrukturdiagrammes ist in Abbildung 2 dargestellt.

Abbildung 2: FMC-QE-Aufbaustrukturdiagram - Beispiel

Petrinetz

Der dynamische Ablauf und die Kontrollstrukturen sind in FMC-QE in Petrinetzen (Beispiel in Abbildung 3) dargestellt. Eine Besonderheit ist hierbei die Trennung von Operations- (Bedienanforderungen) und Steuerzuständen (z.B.: Busy/Ready) zur Reduzierung des Zustandsraumes.

Abbildung 3: FMC-QE-Petrinetz - Beispiel

Grundgesetze

Das FMC-QE-Kalkül basiert im Wesentlichen auf den Fundamentalgesetzen der Leistungsanalyse, dem Gesetz von Little (Little's Law):

Ni[bb]=Ai[bb]*Ri[bb]

und dem Verkehrsflussgesetz (Forced Traffic Flow Law):

Ai[bb]=vi[bb]*Asup(i)[bb-1]

Das Gesetz von Little definiert hierbei wichtigste Beziehungen innerhalb einer Hierarchieebene [bb] (horizontal) und das Verkehrsflussgesetz stellt die Grundlage zur Hierarchisierung dar und definiert somit die Beziehungen zwischen den Hierarchieschichten (vertikal).

Die Bedienanforderungen werden in FMC-QE immer als ein Tupel von {Wert} und [Einheit] definiert. Der Verkehrsflusskoeffizient ist also nicht nur als ein Skalar {Wert} sondern ebenfalls als Grundlage für die Einheiten- und somit die Auftragstransformation zu betrachten. Durch die Transformation mit Hilfe des Verkehrsflussgesetzes werden also aus einem Einheitsauftrag Nsup(i)e[bb-1] eine Anzahl von vi[bb] Einheitsaufträgen Nie[bb] erzeugt:

vi[bb] = {vi[bb]} [vi[bb]] = {vi[bb]} [Nie[bb]]/[Nsup(i)e[bb-1]]

Die Aufträge Nsup(i)e[bb-1] auf Hierarchieebene [bb-1] sind hierbei übergeordnete Aufträge (sup(i)) des Auftrags Nie[bb] auf Ebene [bb].

Tableau

Aus den Parametern des Modells wird auf Grundlage des FMC-QE-Kalküls ein FMC-QE-Tableau (Beispiel in Tabelle 1) erzeugt. Mit Hilfe des Tableaus lässt sich eine Vielzahl System- und Lastparametern variierten, um eine breite Anzahl möglicher Last - und Systemszenarien vorherzusagen.

Tabelle 1: FMC-QE-Tableau - Beispiel