Im Anschluss gab HPI-Geschäftsführer Prof. Dr. Tobias Friedrich Einblicke in die Arbeit des HPI. Das Institut verstehe sich als Tech-Institut, das Forschung und Lehre eng mit Transfer verbindet – von der Entwicklung komplexer Systeme über interdisziplinäre Zusammenarbeit bis hin zu Ausgründungen. Entscheidend sei dabei, dass technologische Innovation nicht im „Elfenbeinturm“ bleibt, sondern Wirkung in der Gesellschaft entfalten kann.
Friedrich unterstrich zudem, dass Digitalisierung selten an einzelnen Anwendungen scheitert, sondern häufig an der Umsetzung: Prozesse müssen Ende-zu-Ende digitalisiert werden – und Menschen in der Organisation müssen mitgenommen werden. Für den sinnvollen Einsatz von Künstlicher Intelligenz gelte das umso mehr: Ohne saubere Datenhaltung, klare Prozesse und ein solides Fundament bleibe KI schnell „Zutat“ statt echter Mehrwert.
Auch mit Blick auf moderne IT-Infrastrukturen plädierte Friedrich für einen pragmatischen, zugleich strategischen Ansatz: Offene Schnittstellen, Resilienz und Sicherheit seien zentrale Voraussetzungen – ebenso wie ein klar definiertes Exit-Szenario, um Abhängigkeiten zu vermeiden und langfristig handlungsfähig zu bleiben.