Hande Yıldız Çekindir forscht in Izmir (Türkei) im Bereich Design Studies and Design Education und beschäftigt sich in ihrer Doktorarbeit mit einer Frage, die seit der Pandemie viele Hochschulen, Designprogramme und Innovationsformate bewegt: Wie verändert die Digitalisierung die Art, wie Studierende Design Thinking lernen? Ein Gespräch bei ihrem Besuch an der HPI d-school.
Hande arbeitet als Research Assistant an der Izmir University of Economics im Department of Interior Architecture and Environmental Design. Parallel befindet sie sich in der letzten Phase ihrer Promotion im Bereich Design Studies. Ihr Dissertationsthema lautet: “The digitalization of Design Thinking learning environments and its effects on the student learning experience.” Oder einfacher gesagt: Sie untersucht, wie digitale und hybride Lernumgebungen die Erfahrung von Studierenden im Design-Thinking-Prozess beeinflussen.
Dabei geht es Hande nicht nur um die Frage, ob ein Kurs online, vor Ort oder hybrid stattfindet. Sie interessiert sich für das Zusammenspiel von Raum, Werkzeugen, Menschen und Lernprozess. Was passiert, wenn digitale Tools in physische Lernräume integriert werden? Wie verändert sich Zusammenarbeit? Wann ist persönliche Begegnung unverzichtbar? Und welche Rolle spielen digitale Werkzeuge, wenn Studierende gemeinsam Probleme definieren, Ideen entwickeln, Prototypen bauen und testen?
„Ich frage nicht nur nach Kollaboration oder KI, sondern nach der gesamten Lernerfahrung während des Design Thinking-Prozesses – nach Zusammenarbeit, Empathie, Kreativität und danach, wie engagiert sich Studierende im Team und im Prozess fühlen.“