Hasso-Plattner-Institut
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Stifter Hasso Plattner

Prof. Hasso Plattner (geboren am 21. Januar 1944 in Berlin) verknüpft Wirtschaft und Wissenschaft schon seit Jahrzehnten erfolgreich. Seine Leistungen als Gründer des Unternehmenssoftware-Konzerns SAP mit seinen heute weltweit über 80.000 Mitarbeitern und sein gesellschaftliches Engagement sind ebenso ungewöhnlich wie herausragend und wurden vielfach ausgezeichnet – zum Beispiel 2015 in den USA mit dem Lifetime Achievement Award der German American Business Association (GABA).

Interview mit Hasso Plattner

In einem Interview erläutert Hasso Plattner seine Vision von einer eigenständigen Fakultät für "Digital Engineering" an der Universität Potsdam.

Hasso Plattner verknüpft Wirtschaft und Wissenschaft

Der gebürtige Berliner hat Nachrichtentechnik an der Universität Karlsruhe studiert und sein Studium als Diplom-Ingenieur abgeschlossen. 1990 ernannte die Universität Saarbrücken Hasso Plattner zum Ehrendoktor. Vier Jahre später wurde er dort Honorarprofessor für Wirtschaftsinformatik. Die Würde eines Ehrensenators verlieh ihm die Universität des Saarlandes 1998. Plattner ist seit 2002 Ehrendoktor und seit 2004 Honorarprofessor der Universität Potsdam. Außerdem ist er Mitglied im Kuratorium der Stanford University. Im Februar 2016 verliehen ihm die Universitätsgesellschaft Karlsruhe und der Präsident des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) die Heinrich-Hertz-Gastprofessur.

Potsdam, die Landeshauptstadt von Brandenburg, sei für ihn „der ideale Standort für zukunftsorientierte Forschung und Lehre, wobei die havelländische Landschaft und das historische Erbe eine besondere Anziehungskraft ausüben“, sagte der SAP-Mitgründer und damalige Vorstandssprecher, als er im Sommer 1998 die Stiftung eines Hasso-Plattner-Instituts für Softwaresystemtechnik (HPI) ankündigte. Im Herbst 2016 kündigte Plattner eine umfassende Erweiterung des HPI an, in den nächsten Jahren soll ich das Institut nahezu verdoppeln. Im Zuge dieser Erweiterung gründeten HPI und Universität Potsdam im April 2016 die „Digital-Engineering-Fakultät“.

Plattner finanziert das HPI nicht nur, sondern er engagiert sich dort auch als Leiter des Fachgebiets „Enterprise Platform and Integration Concepts“ in Forschung und Lehre. Auf seine Initiative geht die Entwicklung zahlreicher bahnbrechender Innovationen zurück. Zu den bedeutendsten Beispielen zählen die von ihm betreuten HPI-Forschungen zum In-Memory Data Management. Sie führten beim Softwarekonzern SAP zu dem Produkt HANA. Die Technologie wurde 2012 sowohl mit dem Deutschen Innovationspreis als auch mit dem Innovationspreis Berlin-Brandenburg ausgezeichnet.

Dem engagierten Mäzen und Stifter Plattner liegt die Förderung von zukunftsorientierter Forschung, Innovationsfähigkeit und Unternehmergeist besonders am Herzen. So wurde an seinem Potsdamer Institut 2005 die HPI Research School gegründet, ein interdisziplinäres Doktorandenprogramm, das inzwischen „Filialen“ an der Cape Town Universität in Südafrika, am Technion in Israel und an der Nanjing Universität in China hat. Fünf Jahre später wurde das Spitzenforschungslabor HPI Future SOC Lab eingerichtet. Mit ihm wird interessierten Wissenschaftlern auf der ganzen Welt eine Infrastruktur von neuester Hard- und Software kostenfrei für Forschungszwecke zur Verfügung gestellt.

2007 erweiterte Plattner das Institut um eine "HPI School of Design Thinking". Dort können höhere Semester aller Fachbereiche in multidisziplinär zusammengesetzten Teams das erfinderische Entwickeln innovativer Produkte und Dienstleistungen für alle Lebensbereiche lernen. Eine „Außenstelle“ nimmt 2016 ihre Arbeit in Cape Town (Südafrika) auf. Es existiert mittlerweile auch ein gemeinsames Design Thinking-Forschungsprogramm mit der US-Elite-Universität Stanford. Dort hatte Plattner bereits 2005 mit einer Spende die Eröffnung eines „Hasso Plattner Institute of Design“ möglich gemacht. Für sein Engagement im Bereich des Design Thinking wird Plattner 2016 mit dem German Design Award ausgezeichnet.

Ebenfalls 2005 hatte Plattner sein Engagement in Potsdam durch die Einrichtung eines Inkubators und Wagniskapitalfonds für junge IT-Firmengründer („Hasso Plattner Ventures“, www.hp-ventures.com) erweitert. Im Frühjahr 2011 gab der SAP-Mitgründer und –Aufsichtsratsvorsitzende die Einrichtung des ersten Innovationszentrums des Konzerns in Potsdam bekannt. Das SAP Innovation Center (www.sap-innovationcenter.com) arbeitet eng mit dem HPI zusammen. In den Jahren 2007 und 2011 unterstützte Plattner zudem den Aufbau des Potsdamer Landtagsschlosses mit Geldspenden, wodurch historisch korrekte Rekonstruktionen des Kupferdachs und der Fassade möglich wurden.

2012 sorgte Plattner für eine erneute Bildungs-Innovation, in dem er am Potsdamer HPI ein neuartiges soziales Lernnetzwerk an den Start brachte: Über die Internet-Bildungsplattform www.openhpi.de können Interessenten aus aller Welt an offenen, kostenlosen Online-Kursen des Hasso-Plattner-Instituts zur Informationstechnologie teilnehmen. Rund 400.000 Kurseinschreibungen von 150.000 Nutzern aus etwa 180 Ländern sind mittlerweile auf openHPI registriert. Mehr als 40.000 Zertifikate konnten bereits für erfolgreiche Lernende ausgestellt werden.

Engagement für Kunst und Kultur

Ebenfalls 2012 kündigte Plattner an, in Potsdams Mitte das „Museum Barberini“ zu bauen (http://museum-barberini.com). Dazu ließ er das im Zweiten Weltkrieg zerstörte Palais als Museumsneubau rekonstruieren. Die Eröffnung fand am 20. Januar 2017 statt, zu den ersten prominenten Gästen gehörten Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundespräsident a.D. Joachim Gauck. Das Museum gibt der Kunstsammlung Hasso Plattners von Malern aus der ehemaligen DDR und des französischen Impressionismus ein eigenes Domizil. Daneben werden wechselnde internationale Ausstellungen die Potsdamer Kunstwelt bereichern.

Ehrungen

Hier eine Übersicht über Plattners Ehrungen: Das Jüdische Museum Berlin verlieh Professor Hasso Plattner 2016 den „Preis für Verständigung und Toleranz“ für sein Engagement für ein friedliches und respektvolles Miteinander. 2012 wurde Plattner in den USA mit dem Global Benefactor Award des Churchill Clubs geehrt. 2010 erhielt Plattner in Berlin den AmCham Transatlantic Partnership Award. 2007 verlieh ihm die brandenburgische Landesregierung den Verdienstorden des Landes. Das US-Magazin "Time" wählte Plattner 2006 zu einem der „Helden“ der letzten 60 Jahre. Die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften zeichnete den gebürtigen Berliner 2005 mit der Leibniz-Medaille aus. Im gleichen Jahr ernannte die populärwissenschaftliche Zeitschrift P.M. Plattner zum Innovationsförderer des Jahres. 2001 erhielt er das Bundesverdienstkreuz am Bande. Im selben Jahr platzierte ihn das Time Magazine Europe auf Rang 1 der Liste der bedeutendsten und einflussreichsten IT-Persönlichkeiten. 1998 nahm das Manager Magazin den mit dem angesehenen „Information Technology Leadership Award for Global Integration“ ausgezeichneten Technologie-Experten in ihre „Hall of Fame“ auf.