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Neu im Co-Leadership der HPI d-school

Einführung

Interview mit Monika Frech

Seit Januar 2025 ist Monika Frech Mitglied des Leitungsteams der HPI d-school zusammen mit Prof. Dr. Falk Uebernickel, Flavia Bleuel und Dr. Claudia Nicolai. Wir haben Monika gefragt, was sie persönlich mit der HPI d-school verbindet, welche Potentiale sie sieht und welche Vision sie für die HPI d-school verfolgt.

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Interview

Monika, was verbindet dich mit der HPI d-school?

Monika: Ich war selbst hier Studentin in einem der allerersten Jahrgänge. Unser intensives Jahr an der HPI d-school hat uns Alumni so beeindruckt, dass wir anschließend gemeinsam das Beratungsunternehmen Dark Horse Innovation in Berlin gegründet haben. Mit der Vision die innovativste Firma Deutschlands zu werden – wir waren jung, naiv und größenwahnsinnig. Wie haben die Design Thinking-Prinzipien in die DNA unseres Unternehmens eingebaut. Ein paar Jahre später haben wir tatsächlich viel Presse und Preise für unser ungewöhnliches Unternehmen bekommen - what a ride!

Was ich an der HPI d-school erlebt habe, gebe ich gerne weiter und es macht mir ganz eigennützig Spaß, von und mit anderen kreativen Köpfen zu lernen. Deshalb war ich neben Dark Horse auch immer wieder als Coach für Studierende und Professionals an der HPI d-school tätig.

Man kann also mit Fug und Recht behaupten, dass die HPI d-school einen entscheidenden Anteil an meiner beruflichen Entwicklung hatte. Ich freue mich sehr, dass ich die Institution, der ich und so viele andere so viel zu verdanken haben, nun mitgestalten darf.  

Welche Potentiale der HPI d-school würdest du gerne weiter ausbauen?

Monika: Empathie, Kollaboration und Iteration sind im Design Thinking zentral. Sie sind in allen Formaten der HPI d-school grundlegend und unser Team verwendet viel Zeit und Sorgfalt darauf, dass diese Elemente für unsere Studierenden wirklich erlebbar werden. Das ist kein Selbstzweck, sondern elementar für die Entfaltung von Kreativität.

Design Thinking hat sich in den vergangenen Jahren in vielen Unternehmen und Bildungseinrichtungen etabliert – eine beeindruckende Erfolgsgeschichte. Gleichzeitig sehe ich das als Aufforderung an die Pionierarbeit der HPI d-school, einen Schritt weiterzugehen. Wir wollen Studierende und Professionals tief in verschiedene Anwendungsbereiche von Design Thinking eintauchen lassen. In unseren Studios machen wir das bereits. Dort können Studierende sich zum Beispiel intensiv mit Nachhaltigkeitsinnovationen beschäftigen. Auch andere gesellschaftlich wichtige Themen wie Mobilität, Gesundheit oder Cybersecurity wollen wir mit diesem Ansatz intensiv beleuchten. 

Mit der menschen- und lebenszentrierten Brille betrachtet: Warum braucht die Welt die HPI d-school? 

Monika: Hier an der HPI d-school können Menschen gemeinsam mit anderen an echten Herausforderungen arbeiten. Sie dürfen erleben, dass es okay und sogar hilfreich ist, die Antwort noch nicht zu kennen, nicht einer Meinung zu sein und Umwege zum Ziel zu nehmen. Sie lernen, dass Innovation immer Teamsport ist und Ambiguitätstoleranz nicht nur ein kompliziertes Wort. Diese Erfahrung ist besonders wertvoll für junge Menschen und in unseren herausfordernden Zeiten wichtiger denn je.

Und dann ist da noch die Schnittstelle zwischen Menschen und Technologie. In einer Welt, in der künstliche Intelligenz immer wichtiger wird, braucht es einen sinnvollen Einsatz menschlicher Kreativität. Hier am HPI haben wir führende Expertinnen und Experten für KI, ein state-of-the-art Maker Universe, wir haben die HPI d-school als Experimentier- und Lernraum für wirklich neue Ideen und die Engine als eine Möglichkeit diese Ideen im Rahmen von Unternehmensgründungen in die Umsetzung zu bringen. Mit diesem breiten Angebot können Studierende Konzepte und Prototypen aller Art entwickeln und explorieren, wie künstliche Intelligenz Mehrwert für echte Menschen stiften kann.  

In zwei bis drei Jahren - woran würdest du das thought leadership der HPI d-school erkennen?

Monika: Ich wünsche mir, dass Menschen, die etwas verändern wollen, den Weg an die HPI d-school finden. Noch besser: Personen, die vorher noch gar nicht wussten, dass sie Changemaker sind, werden es mit der Erfahrung der HPI d-school im Gepäck. Hier bekommen sie das nötige Rüstzeug und das nötige Vertrauen in sich selbst und andere. Wenn Politikerinnen, CEOs, NGO-Manager:innen, aber auch Vereinstrainerinnen, Elternsprecher oder freiwillige Feuerwehrleute co-kreative Problemlösungsstrategien nutzen, haben wir viel erreicht.

Was wärst du heute ohne die HPI d-school? 

Monika: Wenn meine Bewerbung an der HPI d-school damals nicht erfolgreich gewesen wäre, hätte ich wahrscheinlich eine wilde Karriere zwischen Werbeagentur und Welt retten hinter mir. Ich hätte mit ziemlicher Sicherheit kein kreatives Beratungsunternehmen mitgegründet, sondern wäre womöglich in einem altehrwürdigen Unternehmen in meiner schwäbischen Heimat gelandet (Grüße gehen raus!). Noch viel entscheidender wäre aber, dass ich unglaublich viele großartige Menschen nie getroffen hätte! Einige davon sind zu guten Freundinnen und Freunden, viele zu inspirierenden Wegbegleiter:innen geworden und dafür bin ich unglaublich dankbar.

Vielen Dank für das Interview, Monika!

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