Wir haben uns mit Studierenden in unserem Kurs „Foundations for Design Thinking“ über den „Point of View“ unterhalten und welche Aha-Momente sie dazu aus dem Kurs mitgenommen haben.
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Wir haben uns mit Studierenden in unserem Kurs „Foundations for Design Thinking“ über den „Point of View“ unterhalten und welche Aha-Momente sie dazu aus dem Kurs mitgenommen haben.
Der Point of View (PoV) ist ein zentraler Schritt im Design Thinking – und gleichzeitig eine Kompetenz, die weit über diesen Ansatz hinausgeht. Gemeint ist ein bewusst formulierter Standpunkt: Für wen lösen wir eigentlich welches Problem – und warum genau dieses? Statt vorschnell Ideen zu entwickeln, bedeutet ein guter Point of View, sich empathisch in andere hineinzuversetzen, Perspektiven zu bündeln und einen klaren Fokus zu setzen. Wer diese Fähigkeit beherrscht, kann komplexe Situationen strukturieren, bessere Entscheidungen treffen und im Team nachvollziehbar begründen, warum bestimmte Lösungswege verfolgt werden. Gerade für Studierende ist das eine wertvolle Kompetenz im Studium, in Projektarbeiten und später im Beruf.
Im Design Thinking Foundations-Kurs wurde diese Kompetenz für viele Teilnehmende greifbar. Eine Studentin beschreibt den Point of View als die bewusste Auseinandersetzung mit der Frage: „Wer ist die Person, für die wir ein Problem lösen wollen? Was hat sie erlebt, was sind ihre Werte, ihre Ängste?“ Ein anderer Teilnehmer mit technischem Hintergrund berichtet von einem Aha-Moment: In seiner Arbeitsgruppe formulierte er ein Problem zunächst rein technisch – etwa über Datensicherheit. Erst durch die gemeinsame Arbeit am Point of View wechselte der Fokus auf die menschliche Situation dahinter, zum Beispiel auf Vertrauen zwischen Menschen. Diese Perspektive sei „für viel mehr Leute greifbar“ gewesen als eine rein technische Lösung. Studierende aus nicht-technischen Fachrichtungen erlebten den Kurs ebenfalls als Augenöffner: Besonders das bewusste Trennen von Problemdefinition und Lösungsfindung half ihnen, sich mehr Zeit für das eigentliche Verstehen zu nehmen, bevor Ideen entstehen.
Die Teilnehmenden sind sich einig: Ein gut formulierter Point of View hilft nicht nur im Kurs, sondern auch in zukünftigen Projekten und im Berufsleben. Wer lernt, Probleme nicht zu früh einzugrenzen, bleibt offener für unterschiedliche Optionen und verhindert, sich vorschnell auf eine vermeintlich naheliegende Lösung festzulegen. Besonders in interdisziplinären Teams ist das entscheidend. Ein klarer Standpunkt dient als „roter Faden“, an dem sich weitere Entscheidungen orientieren lassen – egal ob in der Softwareentwicklung, in den Sozialwissenschaften oder im Design. Die Fähigkeit, Perspektiven zu übersetzen und verständlich zu machen, wird damit zu einer echten Schlüsselkompetenz.
Genau diese Fähigkeiten können Studierende in den Kursen der HPI d-school erwerben. In interdisziplinären Teams, mit realen Problemstellungen und viel Raum für Reflexion lernst du, Point of View nicht nur theoretisch zu verstehen, sondern praktisch anzuwenden. Design Thinking an der HPI d-school bedeutet, Methodenkompetenz mit persönlicher Weiterentwicklung zu verbinden – und sich gezielt auf die Herausforderungen einer komplexen, dynamischen Arbeitswelt vorzubereiten. Wer lernen möchte, bessere Fragen zu stellen, fundierte Standpunkte zu entwickeln und gemeinsam tragfähige Lösungen zu gestalten, findet hier den passenden Rahmen.