Wissenschaftliches Thema

In letzter Zeit haben kostengünstige Sensorgeräte erheblich an Rechenleistung gewonnen. Die Art und Weise, wie wir die von Rechenknoten erzeugten Daten verarbeiten, entwickelt sich daher ständig weiter. Während in der Vergangenheit Mainframes die Hauptlast für einfache Endbenutzerterminals übernommen haben, stehen den Benutzern heute Rechenkapazitäten auf immer leistungsfähigeren Mobilgeräten, auf Edge-Rechenknoten und sogar auf Netzwerkkomponenten zur Verfügung, die traditionell nicht als Rechenknoten gedacht waren.

Die Research School “Secure Distributed Computing” (SeDiC) hat sich zum Ziel gesetzt, die Herausforderungen des Datenaustauschs und der Datenverarbeitung in einem Netzwerk miteinander verbundener Systeme anzugehen. Dabei werden Skalierbarkeit, Effizienz, Zuverlässigkeit und Sicherheit berücksichtigt und Fachkenntnisse in den Bereichen Netzwerkarchitekturen, verteilte Systeme und Cybersicherheit kombiniert. SeDiC zielt darauf ab, innovative Lösungen zu entwickeln, die die sichere Kommunikation verbessern, die Widerstandsfähigkeit gegen Cyberbedrohungen stärken und den Einsatz sicherer, skalierbarer und effizienter verteilter Systeme unterstützen.

Geplante Aktivitäten

SeDiC forscht zu verteilter, skalierbarer und sicherer Datenverarbeitung, die sowohl Endgeräte (Hosts, persönliche Geräte, Server) als auch Netzwerkkomponenten umfasst. Das primäre Ziel dieser Research School ist es, einen ganzheitlichen Ansatz zum Verständnis der Herausforderungen der zukünftigen verteilten Datenverarbeitung zu verfolgen. Wir wollen Methoden für neuartige und verbesserte Netzwerk-Kommunikations- und Managementparadigmen entwickeln, um die Zuverlässigkeit, Effizienz, Sicherheit und Privatsphäre von Kommunikationsnetzwerken und -diensten zu gewährleisten. Um unsere Forschungsergebnisse zu verbreiten, wird SeDiC diese in renommierten Fachzeitschriften veröffentlichen. Wir ermutigen und befähigen unsere Doktorand:innen aktiv dazu, unterschiedliche Perspektiven in ihre Forschung zu integrieren. Der Fokus der Research School liegt auf Unterstützung und Beratung.

  1. Forschungskolloquium

    SeDiC wird zunächst mit einem festen monatlichen Forschungskolloquium aller beteiligten Forschungsgruppen beginnen, wobei je nach Anzahl der Studierenden und Referent:innen zusätzliche Termine dazwischen eingeplant werden können. Das Hauptziel dieser Treffen ist es, Einblicke in die Forschungsprobleme, Methoden und Techniken der teilnehmenden Forschungsgruppen zu gewinnen. Wir sind besonders daran interessiert, Unterschiede in den Ansätzen und Erfahrungen zu identifizieren. Dieser kooperative Ansatz wird die gruppenübergreifende Problemlösung und gemeinsame Forschungsvorhaben fördern. Darüber hinaus bieten diese Kolloquien den Mitgliedern (Doktorand:innen aus verschiedenen Förderprogrammen) die Möglichkeit, ihre Forschungsergebnisse jährlich vorzustellen. 

  2. Masterpräsentationen

    In diesem Kolloquium finden Masterpräsentationen (Erst- oder Abschlusspräsentationen) statt, die Masterstudierenden aus den teilnehmenden Forschungsgruppen einen zusätzlichen Anreiz bieten, an den Veranstaltungen teilzunehmen, und sie so frühzeitig mit den Forschungsaktivitäten der Forschungsgruppen in Kontakt bringen und für diese begeistern.

  3. Forschungsmethoden

    Wir sind der Meinung, dass der Hauptzweck einer Research School nicht auf den Austausch spezifischer Forschungsergebnisse beschränkt sein, sondern auch ein breiteres Verständnis von Forschungsmethoden umfassen sollte. So ist es wichtig zu verstehen, wie der Publikationsprozess funktioniert, wie man wissenschaftliche Arbeiten verfasst und welche verschiedenen wissenschaftlichen Methoden es in diesem Bereich gibt. In dieser Hinsicht möchte SeDiC die wachsende Kultur der Vorträge und Veranstaltungen am HPI nutzen und dazu beitragen. Konkret bedeutet dies, dass wir unseren Kolloquiumskalender so abstimmen, dass unsere Mitglieder zur Teilnahme an Veranstaltungen an Schwesterforschungsschulen und Cluster-Treffen angeregt werden. 

  4. Klausurtagung

    Wir planen, jährlich eine Klausurtagung der Research School zu organisieren. Bei dieser Veranstaltung kommen alle Teilnehmenden der Research School an einem externen Ort zusammen, um in Arbeitsgruppen, die orthogonal zu den Inhalten der monatlichen gemeinsamen Forschungskolloquien sind, Diskussionen zu führen und gemeinsam ein aktuelles Forschungsthema zu erörtern. Bei der jährlichen Klausurtagung bringt alle Teilnehmenden ihre einzigartigen Perspektiven ein, wodurch ein interdisziplinäres Verständnis und ein problemorientierter Lösungsansatz gefördert werden. Das Hauptziel der jährlichen Klausurtagung ist es, den Zusammenhalt und die Zusammenarbeit zwischen den Forschungsgruppen und ihren Mitgliedern zu stärken, um gemeinsam Forschungsideen zu entwickeln, die letztendlich zu gemeinsamen Forschungsaktivitäten der Mitglieder führen können. 

Interne Evaluierungsverfahren

Doktorand:innen stehen in engem Kontakt mit ihren Haupt- und Nebenbetreuer:innen, um ihre Forschungsarbeiten voranzutreiben. In diesem Rahmen präsentieren sie ihre Arbeit, diskutieren weitere Vorgehensweisen und erhalten Ratschläge. Von allen geförderten Doktorand:innen wird erwartet, dass sie mindestens einmal pro Jahr ihre Forschung präsentieren, wobei die SeDiC-PIs den Doktorand:innen und ihren Betreuer:innen konstruktives Feedback zu den Arbeiten und Fortschritten geben.

Kooperationen

Da alle teilnehmenden PIs eng in die Systemforschung eingebunden sind, wird SeDiC mit dem Cluster Systeme zusammenarbeiten und auch Verbindungen zur Systems Design Research School aufbauen. Wir planen außerdem, externe Referent:innen zu unseren monatlichen gemeinsamen Forschungskolloquien einzuladen, um die Perspektiven der Studierenden unserer Research School zu erweitern.

Principal Investigators

Sprecher

Portraitfoto vom Leiter des Fachgebiets Cybersecurity – Enterprise Security Prof. Dr. Christian Dörr

Prof. Dr. Christian Dörr

Fachgebietsleiter Cybersecurity – Enterprise Security

Tel.: +49 331 5509-4951
E-Mail: christian.doerr@hpi.de

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Co-Sprecher

Portraitfoto des Leiters des Fachgebiets Data-Intensive Internet Computing Prof-Dr. Vaibhav Bajpai

Prof. Dr. Vaibhav Bajpai

Fachgebietsleiter Data-Intensive Internet Computing

Tel.: +49 331 5509-3435
E-Mail: office-bajpai@hpi.de

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Portraitfoto vom Leiter des Fachgebiets Internet-Technologien und Softwarization Prof. Dr. Holger Karl

Prof. Dr. Holger Karl

Fachgebietsleiter Internet-Technologien und Softwarization

Tel.: +49 331 5509-3490
E-Mail: holger.karl@hpi.de

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Portraitfoto der Leiterin des Fachgebiets Cybersecurity - Mobile & Wireless Dr. Jiska Classen

Prof. Dr.-Ing. Jiska Classen

Fachgebietsleiterin Mobile and Wireless Security

Tel.: +49 331 5509-1353
E-Mail: jiska.classen@hpi.de

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Letzte Änderung: 28.05.2026, Patrick Lenz