In der vergangenen Woche empfing das Hasso-Plattner-Institut eine hochkarätige Delegation aus Frankreich: Die Präsidentin der École Polytechnique de Paris, Laura Chaubard, besuchte den HPI-Campus in Potsdam, gemeinsam mit Siegfried Martin-Diaz, Counsellor for Science and Technology in der Französischen Botschaft. Das Academic Partnerships Team des HPI hieß die Gäste im Rahmen eines Round Tables mit HPI-Geschäftsführer und Dekan Prof. Tobias Friedrich willkommen. Nach der gegenseitigen Vorstellung ging es direkt in den fachlichen Austausch über aktuelle Entwicklungen an beiden Universitäten.
Zwei Institutionen, viele Gemeinsamkeiten
Auf den ersten Blick trennen die beiden Institutionen Welten an Tradition: Die École Polytechnique de Paris blickt auf eine über 200-jährige Geschichte zurück, während das HPI erst ein gutes Vierteljahrhundert alt ist. Und doch zeigten sich im Gespräch erstaunlich viele Parallelen. Beide Häuser zählen zu den selektivsten Universitäten ihres jeweiligen Landes und verbinden der Anspruch auf exzellente Informatiklehre mit einem klaren Fokus auf Künstliche Intelligenz. Auch beim Thema Innovation ziehen beide an einem Strang: Die École Polytechnique verfügt über ein gut entwickeltes Ökosystem für eigene KI-Startups – ein Ansatz, der sich mit der Innovationskultur des HPI deckt.
Vor allem aber eint beide Institutionen ein gemeinsames Ziel: die europäische Souveränität durch exzellente Forschung und Lehre in der Informatik voranzubringen.
Auch die aktuellen Herausforderungen ähneln sich auf beiden Seiten des Austauschs: kultureller Wandel, schnelles Wachstum, Campuserweiterungen sowie der Ausbau neuer Studienprogramme und studentischer Austauschmöglichkeiten beschäftigen HPI und École Polytechnique gleichermaßen.
Marija Petrovic aus dem Academic Partnerships Team am HPI über den Besuch
"Es war uns eine große Ehre, die Präsidentin der École Polytechnique am HPI zu begrüßen und Gespräche über eine neue Zusammenarbeit einzuleiten. Durch die Verbindung von Frankreichs renommiertester Ingenieurhochschule, eingebettet in die Forschungslandschaft von Paris-Saclay und die französische Startup- und Industrielandschaft, mit dem HPI als Deutschlands führendem Informatikinstitut, verwurzelt im Innovationsökosystem Berlin-Brandenburg, entsteht Potenzial für eine kraftvolle Allianz, die Europas digitale Zukunft vorantreiben kann."
Panel Discussion: European Digital Sovereignty
Im Anschluss an den Round Table nutzten HPI-Studierende die Gelegenheit zum direkten Austausch mit den Gästen aus Paris. In einer Panel Diskussion, moderiert von HPI-Professor Niclas Böhmer, widmeten sich EP-Präsidentin Laura Chaubard und HPI-Prof. Bernhard Renard der Frage "What does European Digital Sovereignty mean?". Sie ordneten zentrale Definitionen rund um digitale Souveränität ein und beantworteten offene Fragen der Studierenden zu länderübergreifenden digitalen Möglichkeiten.
Tour durch das HPI Maker Universe
Zum Abschluss des Besuchs erhielt die französische Delegation eine Tour durch das HPI Maker Universe. Studierende präsentierten dort mit sichtlichem Stolz ihre eigenen Projekte und Umsetzungen und lösten bei dem einen oder anderen Gast aus Paris spürbare Inspirationsfunken aus.
Der Besuch der École Polytechnique de Paris markiert einen vielversprechenden Auftakt für eine engere Zusammenarbeit zwischen den beiden Spitzeninstitutionen.
Foto: HPI/Reinhardt & Sommer