Zweieinhalb Minuten, mehr Zeit bleibt nicht. Der große Hörsaal der TH Wildau ist gefüllt mit Spieltischen. Auf den Rängen sitzen Eltern, Lehrkräfte, Freund:innen. Smartphones im Anschlag. Dann startet der Durchlauf. 2:30 Minuten, in denen die selbstprogrammierten Roboter Aufgaben lösen müssen – auf den Rängen wird gefilmt, angefeuert, kurz die Luft angehalten.
Das Hasso-Plattner-Institut begleitete die FIRST LEGO League am 28. Februar 2026 als Mitorganisator und Sponsor, in Zusammenarbeit mit dem Verein Jugend trifft Technik e.V. (JUT e.V.) und der TH Wildau. 15 der besten Teams aus dem ostdeutschen Raum traten mit selbstgebauten und eigens programmierten Robotern gegeneinander an.
Die Schüler:innen entwickelten unter dem Motto "UNEARTHED" innovative Projektideen im Kontext archäologischer Fragestellungen. Ihre Roboter lösten im sogenannten Robot-Game eigenständig präzise Aufgaben auf einem thematisch gestalteten Spielfeld.
Für das HPI ist die Unterstützung solcher Formate Teil des Bildungsauftrags. Prof. Tobias Friedrich, Dekan und Geschäftsführer am Hasso-Plattner-Institut, sagt: "Es ist ein zentrales Anliegen des Hasso-Plattner-Instituts, IT-interessierte junge Talente frühzeitig zu fördern und zu unterstützen. Wir freuen uns sehr, den Wettbewerb in diesem Jahr zu sponsern und damit eine MINT-Initiative zu unterstützen, die Technik, Kreativität, Teamarbeit und Problemlösungsstrategien miteinander verbindet – Fähigkeiten, die auch in unserem Informatikstudium am HPI am HPI eine zentrale Rolle spielen."
Vor Ort war das HPI mit einem eigenen Stand vertreten – und mit einem aus LEGO gebauten Roboter, der selbstständig einen Zauberwürfel lösen konnte. Kinder konnten gegen ihn antreten. HPI-Program-Manager Kilian Pramschiefer hat die Workshops für die Schülerakademie entwickelt: "Ein Zauberwürfel ist im Grunde nichts anderes als ein Problem, das gelöst werden will", sagt er. "Er ist durcheinander und man sucht systematisch nach einer Lösung. Genau dieses strukturierte Problemlösen ist ein zentrales Element der Informatik – und vielen ist gar nicht bewusst, wie viel Spaß das machen kann."
Ein siebenjähriger Besucher zögerte kurz, blieb dann – und löste den Würfel. Stolz im Gesicht. Applaus von den Eltern. So wurde das HPI an diesem Tag nicht nur als Sponsor sichtbar, sondern als Ort, an dem Problemlösen, Kreativität und Technologie zusammenkommen.
Fotos: HPI/M. Lange
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