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Forschende von HPI und MIT tauschen sich aus

Diese Woche begrüßte das HPI 13 Forschende der MIT Morningside Academy for Design aus den Vereinigten Staaten auf dem Campus Griebnitzsee zu einem Workshop. Dieser findet halbjährlich im Wechsel an den beiden Institutionen statt und ist Teil der Forschungskooperation zwischen dem HPI und dem Massachusetts Institute of Technology. Die gemischten Teams aus Forschenden der beiden Institute erhalten damit die Möglichkeit, den Stand ihrer Forschung zu präsentieren und sich mit ihren Teammitgliedern in Person auszutauschen.  

Die Kooperation, unter dem Titel "Designing for Sustainability", befasst sich mit globalen Herausforderungen und Design- und Innovationslösungen im Sinne der UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals). Unter anderem dreht es sich in den Projekten der Forschenden um KI-Anwendungen für den Gesundheitsbereich, Nachhaltigkeit im 3D-Druck, KI-gestützte Architekturanwendungen und KI-Lösungen für barrierefreie Bildung. 

Neben dem Austausch über ihre Projekte konnten die Teilnehmenden auch spannende Gastvorträge von geladenen Gästen hören. So gab Johannes Eichstaedt, Assistant Professor an der Stanford Universität, Einblick in seine Forschung zu mentaler Gesundheit und wie Sprachmodelle dabei Anwendung finden können. In seiner Forschung untersuchte er zum Beispiel Facebook-Beiträge von Menschen mit einer Depressionsdiagnose und konzentrierte sich dabei auf die Beiträge aus den sechs Monaten direkt vor der Erstdiagnose. Diese verglich er mit den Beiträgen von Menschen ohne einer solchen Diagnose und konnte daraus Worte und Wortgruppen ableiten, deren Nutzung in Beiträgen auf eine Depression hindeuten. Das Sprachmodell lernte, korrekt vorherzusagen, wenn eine Wortwahl auf eine zukünftige Depressionsdiagnose hindeutete. Ein solches Sprachmodell könnte als eine Art Frühwarnsystem oder erstes Screening Tool genutzt werden, um Depressionen zu erkennen.

Neben einem weiteren Gastvortrag von Dr. Anna Christmann, Geschäftsführerin der Innovationsagentur SAI Europe, zum Thema "Is Green AI Possible? Europe’s Role in the Global AI Race" rundeten ein Besuch des Maker Universe und eine gemeinsame Abendveranstaltung das Programm ab.

Zum Vormerken: Im Rahmen der Kooperation werden zum zweiten Mal Sommeraustauschprogramme am MIT ausgeschrieben. Masterstudierende des HPI haben die Möglichkeit, acht bis zwölf Wochen am MIT in Cambridge zu verbringen und an einem spannenden Projekt vor Ort mitzuarbeiten. Das HPI trägt die Reise-, Visa- und Studienkosten und zahlt den Teilnehmenden ein monatliches Stipendium. Die Bewerbungsphase für Sommer 2026 beginnt im November. Mehr erfahren