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Wie KI echten Mehrwert schafft

Einführung

Johann Dornbach über erfolgreiche Anwendungsfälle und mutige Entscheidungen

Im Rahmen der Tech Leadership Conference 2025 am Hasso-Plattner-Intitut hat Johann Dornbach, Vice President AI Frontier bei Aleph Alpha, als Keynote-Speaker über die Potenziale und Herausforderungen generativer KI gesprochen. Im Interview mit Flavia Bleuel, Head of Professional Development der HPI d-school, am Rande der Konferenz erklärt er, wie KI heute bereits komplexe Prozesse in Verwaltung, Industrie und regulierten Sektoren unterstützt und was es braucht, um sie wirksam und verantwortungsvoll einzusetzen.

Johann Dornbach verfügt über mehr als 22 Jahre Erfahrung in der Unternehmenssoftwarebranche. Bei Aleph Alpha ist er für die Entwicklung innovativer KI-Lösungen verantwortlich, die auf komplexe Geschäfts- und Verwaltungsprozesse zugeschnitten sind. Zuvor war er als Senior Vice President of Product bei Revalize tätig, wo er eine globale Produktstrategie verantwortete und die SaaS-PLM-Lösung PRO.FILE 10 erfolgreich auf den Markt brachte.

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Drei zentrale Erkenntnisse aus dem Gespräch

1. KI schafft messbaren Mehrwert – wenn sie richtig eingesetzt wird.

Dornbach betont, dass es nicht auf den Hype ankommt, sondern auf konkrete, messbare Ergebnisse. Anhand von Praxisbeispielen zeigt er, wie generative KI bereits heute echte Wirkung entfaltet: „Bei Genehmigungsverfahren für komplexe Investitionen konnten wir mit generativer KI rund 80 % Zeitersparnis erreichen.“ Auch in der Industrie und im Bankensektor wurden signifikante Effizienzgewinne erzielt – zum Beispiel durch automatisierte Testverfahren im Systems Engineering oder KI-gestützte Compliance-Prüfungen nach dem neuen EU-Standard DORA.

2. Der Mensch bleibt in der Verantwortung – „Human in the Loop“ ist ein Designprinzip.

Gerade in sicherheitsrelevanten oder regulierten Bereichen muss KI erklärbar und nachvollziehbar sein. Dornbach erläutert: „Es ist extrem wichtig, volle Transparenz zu haben – durch eine Erklärbarkeit, durch eine Nachvollziehbarkeit. [...] Der jeweilige Mitarbeiter ist voll in Kontrolle dieser ganzen Tätigkeit.“ Nur wenn Fachleute die KI-Ergebnisse verstehen, einordnen und aktiv entscheiden können, entsteht Vertrauen – und echter Fortschritt.

3. Nicht jeder Use Case ist ein guter KI-Use Case.

Eine zentrale Botschaft des Interviews: Organisationen müssen lernen, die richtigen Anwendungsfälle zu identifizieren und den Mut haben, ungeeignete Ideen auch wieder zu verwerfen. Dornbach erklärt: „Wir müssen zeigen, dass wir wirklich einen messbaren Impact haben sonst schadet das der Technologie mehr als es nützt.“
 

Fazit und Ausblick

Fazit und Ausblick

Johann Dornbach zeichnet ein differenziertes, aber klares Bild: Generative KI wird die Arbeitswelt und viele Branchen fundamental verändern. Dabei kommt es nicht nur auf Technologie an, sondern auf mutige Entscheidungen, interdisziplinäre Zusammenarbeit und einen bewussten Umgang mit Verantwortung. Sein Appell: „Wir dürfen keine Angst haben zu scheitern. Einfach anfangen – egal wo. Kleine Unternehmen, große Unternehmen, Behörden: Wenn wir nicht anfangen, wird die Welle uns überrollen.“

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