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HPI und SAP besiegeln neue Partnerschaft

Das Hasso-Plattner-Institut und SAP, der weltweit führende Anbieter von KI-Anwendungen für Unternehmen, vertiefen ihre Zusammenarbeit. SAP-Vorstandsvorsitzender Christian Klein und HPI-Geschäftsführer Prof. Tobias Friedrich haben die Kooperationsvereinbarung im Rahmen des Fachseminars “Trends und Konzepte – Künstliche Intelligenz im Business Kontext” auf dem HPI-Campus unterschrieben. Im Seminar haben Studierende mit Vertreter:innen aus der Praxis über die strategische Rolle von KI im Unternehmenskontext und damit einhergehende technische, wirtschaftliche, politische und gesellschaftliche Herausforderungen diskutiert.

Porträt Tobias Friedrich

Unsere Kooperation mit SAP stärkt den Austausch zwischen akademischer Forschung und industrieller Anwendung. Als HPI wollen wir unseren Beitrag leisten, die digitale Souveränität Europas zu stärken. Mit SAP haben wir einen starken Partner an unserer Seite, der unsere Vision und Ambition teilt.

Prof. Tobias Friedrich, HPI-Geschäftsführer 

Bildergalerie (Fotos: Reinhardt & Sommer)

  • SAP-Vorstandsvorsitzender Christian Klein unterschreibt die Kooperationsvereinbarung mit dem HPI. Hinter ihm stehen HPI-Geschäftsführer Prof. Tobias Friedrich (links) und Dr.-Ing. Katharina Schäfer, Global Head of University Alliances bei SAP
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  • HPI-Geschäftsführer Prof. Tobias Friedrich unterschreibt die Kooperationsvereinbarung
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Im globalen KI-Wettbewerb mithalten

Die langfristig angelegte Partnerschaft sieht unter anderem vor, dass HPI-Studierende künftig bei SAP direkt ihre Ideen in Praktika-Programmen einbringen können. SAP unterstützt das Informatikinstitut beispielsweise als Sponsor von Veranstaltungen für Zukunftsthemen – wie die Forschung zur Künstlichen Intelligenz. Das Ziel ist, gemeinsam den Wissenstransfer zwischen Wissenschaft und Industrie zu intensivieren. Dadurch soll die Entwicklung neuer Anwendungen von KI-gestützten Technologien gefördert werden. Diese Kooperation soll dazu beitragen, dass Europa im globalen Wettbewerb der KI-Forschung mithalten kann. 

Porträt Christian Klein

Technologischer Fortschritt entsteht, wenn Forschung und Praxis Hand in Hand gehen. Mit dem Hasso-Plattner-Institut verbindet uns die Vision, Talente früh zu fördern und gemeinsam Innovationen zu entwickeln, die weltweit echten Mehrwert schaffen.

Christian Klein, Vorstandsvorsitzender der SAP SE

KI im Business: smarter, effizienter, nachhaltiger

An welchen innovativen KI-Lösungen im Bereich der Business-Anwendungen HPI-Studierende schon jetzt in enger Kooperation mit Industriepartner:innen arbeiten, haben fünf studentische Teams im Rahmen des Seminars gepitcht: 

  1. Passgenaue Angebote: In Zusammenarbeit mit der Vertriebsabteilung von Endress+Hauser haben Studierende eine Anwendung entwickelt, die auf Basis von Businessdaten und Kund:innen-Feedback Angebote optimiert und die Wahrscheinlichkeit eines Vertragsabschlusses erhöhen soll.
  2. Nachhaltiges Catering: Gemeinsam mit dem Lufthansa Innovation Hub in Berlin haben Studierende an der Entwicklung eines KI-gestützten Tools gearbeitet, das den Essensbedarf in der Business Class auf Langstreckenflügen präzise vorhersagt – und so helfen soll, Lebensmittelabfälle zu reduzieren.
  3. Fehlerfreie Bandarbeit: Ein von HPI-Bachelorstudierenden entwickeltes KI-System soll Mitarbeitenden von BMW Motorrad helfen, Fehler während der Bandarbeit richtig zu identifizieren und Expert:innen, die üblicherweise bei der Fehleridentifikation hinzugezogen werden, entlasten.
  4. Effizientes Lackieren: Ein weiteres Studierendenprojekt arbeitet mit BMW Motorrad daran, mithilfe von KI den Lackierprozess effizienter zu machen. Ein dazu entwickeltes Web-Dashboard soll die Protokolldaten der Maschinen automatisch verarbeiten, visualisieren und analysierbar machen.
  5. Optimale Lagerbestände: Eine von Studierenden entwickelte, datengetriebene Dashboard-Lösung soll BMW Motorrad außerdem dabei unterstützen, die Lagerbestände nicht-serieller Materialien, die keine standardisierte Bestell- und Lagerstrategie haben, zu optimieren, ohne dabei die Versorgungssicherheit zu gefährden. 

Bildergalerie (Fotos: Reinhardt & Sommer)

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KI-Regulierung: Zwischen Ethik und Tech-Leadership

Neben der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung und den Pitches der HPI-Studierenden standen mehrere Panels auf dem Programm. Auf dem Policy Panel “AI Regulation: Europe's Competitive Edge or Self-Inflicted Handicap?” haben SAP CEO Christian Klein, HPI-Professorin Sandra Wachter und Franziska Weindauer (TÜV AI.Labs) mit Moderatorin Kim Klebolte (Bitkom e.V.) debattiert, welchen Einfluss die Regulierung künstlicher Intelligenz durch den EU AI Act auf Europas Wettbewerbsfähigkeit hat. 

Wie Unternehmen schon jetzt KI einsetzen, um Innovation und Effizienz zu verbinden, veranschaulichten SAP CTO Dr. Philipp Herzig, Dirk Neirinck (Endress+Hauser Group), Xavier Lagardere (Lufthansa Group) und Barbara Burghardt (BMW Group) auf dem Business Panel “Creating Business Value from AI – Levers for Impact” im Gespräch mit HPI-Professor und Co-Leiter der HPI d–school Falk Uebernickel anhand von Best-Practice-Beispielen.

Porträt Dr. Philipp Herzig

Das HPI bildet exzellente Talente aus, die für die Entwicklung und Implementierung von KI-Lösungen in Unternehmen unerlässlich sind. Unsere Kooperation ermöglicht es, Forschung und Praxis zu vereinen und so den Fortschritt in der Anwendung von KI-Lösungen zu beschleunigen. Das ist genau, was wir brauchen, wenn wir in Europa bei KI in der ersten Liga spielen wollen: Wir müssen Forschung und Anwendung eng verzahnen – und das HPI ist für SAP dabei ein strategischer Partner, der Exzellenz, Talent und Innovationskraft vereint.

Dr. Philipp Herzig, CTO & Chief AI Officer, SAP SE

Von Studierenden zu erfolgreichen Unternehmer:innen

Das University Panel “Campus Meets Corporation – Exploring Pathways to Student Success” hat untersucht, wie wie die Kooperation zwischen Universitäten und Unternehmen Innovation beschleunigen und marktfähige Lösungen hervorbringen kann. Dr. Katharina Schäfer (SAP), Moritz Kippenberger (BMW Group), Nadine Schröder (HPI) und HPI-Bachelorstudentin Alicia Cabrejas Leonhardt diskutierten mit Moderator Prof. Jan vom Brocke (Universität Münster) unter anderem über erfolgreiche Modelle der Zusammenarbeit zwischen Forschung und Praxis. 

Auf dem Start-up Panel “From Student to Start-up” gaben die beiden erfolgreichen Gründer:innen und HPI-Alumni Dr. Gero Decker (SAP Signavio) und Karina Buschsieweke (Lana Labs) im Gespräch mit dem Leiter der HPI Engine Dr. Frank Pawlitschek spannende Einblicke, wie Start-ups in einem akademischen Umfeld gedeihen können und was es braucht, um ein Uniprojekt in ein erfolgreiches Unternehmen zu verwandeln. “You don't need to be a superhero to build a company”, ermutigte Decker die Studierenden. Seine Devise: Einfach mal machen. 

Bildergalerie (Fotos: Reinhardt & Sommer)

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Letzte Änderung: 11.06.2026, Patrick Lenz