Hintergrundbild mit Farbverlauf

Bundeskanzler Merz besucht Campus des HPI

Bundeskanzler Friedrich Merz betrachtet ein Modellflugzeug, das ihm zwei Studierende überreichen. Neben ihm steht Brandenburgs Ministerpräsient Dietmar Woidke.

Langsam rollte die Wagenkolonne auf den Campus des Hasso-Plattner-Instituts. Die Türen öffneten sich und es stiegen die Gäste des Tages aus ihren Limousinen: Bundeskanzler Friedrich Merz und Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke. Beide machten anlässlich des Antrittsbesuchs des Kanzlers in Brandenburg an diesem Dienstagmittag Station am HPI. Sie wurden von HPI-Geschäftsführer Prof. Tobias Friedrich am Eingang zum Haus K begrüßt. Er begleitete die Gäste zum Project Studio im HPI Maker Universe. Hier gab Prof. Friedrich dem Besuch zum Auftakt einen Überblick über die Arbeit, die Zukunftspläne des Instituts und über das angestrebte Wachstum des Professoriums.

Prof. Helene Kretzmer stellte anschließend ihre Forschung im Bereich Digital Health vor. Sie zeigte am Beispiel der Computational Genomics, wie Forschung und Praxis ineinandergreifen. Gemeinsam mit dem Universitätsklinikum Schleswig-Holstein entwickelt ihr Team einen hybriden Ansatz, um Hirntumore in Echtzeit zu klassifizieren. Damit lassen sich genetische und epigenetische Marker bereits während einer Hirn-Operation auswerten. Der Kanzler lobte diesen Ansatz und sah großes Entwicklungspotenzial.  

Im Media Studio präsentierten Dr. Holger Rhinow und Markus Wutzlhofer die Chancen durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz für die Lehre. So können Studierende in interaktiven Fallstudien ihre Fähigkeiten im Bereich Projektentwicklung und Teammanagement erweitern. Dr. Frank Pawlitschek, der Direktor der HPI Engine, zeigte, wie Studierende am HPI dabei unterstützt werden, aus Ideen tragfähige Unternehmen zu entwickeln. Wie erfolgreich das Entrepreneurship-Programm auf dem Campus ist, belegt das Beispiel Voize. Das Startup hatte seinen Ursprung am HPI. Marcel Schmidberger, einer der Gründer, zeigte dem Kanzler und dem Ministerpräsidenten, wie KI-basierte Dokumentationssysteme das Pflegepersonal entlasten können. Im Gespräch stellte sich heraus, dass diese Anwendung auch in jener Pflegeeinrichtung im Sauerland zum Einsatz kommt, in der die Eltern des Kanzlers wohnen. Friedrich Merz war so begeistert, dass er den Gründer unmittelbar zu einem weiteren Treffen in seiner Heimat einlud. 

Um ebenfalls sehr praxisnahe Studierenden-Projekte ging es bei der letzten Station im HPI Maker Universe, dem Hardware Studio. Elizabeth Yuu und Klara Munz zeigten das Forschungsprojekt zu einem 3D-gedruckten Pflanzenturm, der neue Möglichkeiten für platzsparendes Urban Gardening eröffnet. Gian-Luca Ehses und Vadim Samborski demonstrierten ein selbst entwickeltes Modellflugzeug, das mit Sensorik für autonomes Fliegen ausgestattet ist. Constantin Sachse und Cristian-Aron Pasca präsentierten schließlich, wie ihr selbstgebauter Roboterarm von einer KI gesteuert wird und Objekte präzise in Container bewegen kann.  

"Das ist sehr beeindruckend, was Sie hier machen", sagte Kanzler Merz zum Abschluss seines Besuchs am HPI. Auch der Ministerpräsident dankte den Forschenden für ihre Arbeit und für ihre Zeit. Woidke betonte die Bedeutung des HPI für den Wissenschaftsstandort Brandenburg. Beide Gäste erhielten jeweils noch ein Geschenk aus dem 3D-Drucker. Friedrich Merz wurde ein kleines Modell seines Sportflugzeugs überreicht. Dietmar Woidke freute sich über einen Miniaturhund aus Plastik – in Anlehnung an seinen eigenen Rauhaardackel.

Auch beim abschließenden Pressestatement an der Glienicker Brücke erwähnte Kanzler Merz das HPI und freute sich über unseren Anspruch, die digitale Souveränität zu stärken. Mit dem HPI sei man diesbezüglich auf einem guten Weg. "Das ist nicht nur ein Gewinn für Brandenburg, das ist ein Gewinn für die ganze Bundesrepublik Deutschland", so der Kanzler. Merz betonte, dass alles dafür getan werde, um einer solchen Institution in Zukunft eine gute Grundlage zu geben, damit die Technologie Künstliche Intelligenz und deren Anwendung für ganz Deutschland zum Vorbild werde.

  • Antrittsbesucht in Brandenburg / Besuch Hasso-Plattner-Institut
    Elizabeth Yuu und Klara Munz demonstrieren an einem 3D-gedruckten Pflanzenturm, wie platzsparendes Urban Gardening funktionieren kann (Foto: Bundesregierung/Jesco Denzel)
  • Antrittsbesucht in Brandenburg / Besuch Hasso-Plattner-Institut
    HPI-Alumnus Marcel Schmidberger stellt das Startup Voize vor, das Pflegepersonal bei der Dokumentation entlasten will (Foto: Bundesregierung/Jesco Denzel)
  • Antrittsbesucht in Brandenburg / Besuch Hasso-Plattner-Institut
    Gian-Luca Ehses und Vadim Samborski haben ein Modellflugzeug entwickelt, das mit Sensorik für autonomes Fliegen ausgestattet ist (Foto: Bundesregierung/Jesco Denzel)
  • HPI-Professorin Helene Kretzmer gibt Einblicke in ihre Forschung im Bereich Computational Genomics (Foto: Bundesregierung/Jesco Denzel)
  • Dr. Holger Rhinow, Head des HPI Maker Universe, präsentiert ein HPI-Projekt zum Thema "Smart Clothing" (Foto: Bundesregierung/Jesco Denzel)
  • Als Geschenk überreichte das HPI dem Kanzler ein kleines Modell seines Sportflugzeugs aus dem 3D-Drucker (Foto: Bundesregierung/Jesco Denzel)
  • Das HPI-Team im Maker Universe (Foto: HPI/Geronimo Förster)