Digitale Souveränität, Forschung auf Top-Niveau und moderner Staat: Über diese Themen haben sich Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke und der Bundesminister für Digitales und Staatsmodernisierung, Dr. Karsten Wildberger, am Hasso-Plattner-Institut ausgetauscht. Sie wurden von HPI-Geschäftsführer Prof. Tobias Friedrich auf dem Campus empfangen. Es sei für das HPI eine besondere Ehre, sagte Prof. Friedrich zum Auftakt des Besuchs, dass der Ministerpräsident das Hasso-Plattner-Institut als Ort für den Antrittsbesuch des Bundesdigitalministers in Brandenburg gewählt hat.
Studierende und wissenschaftliche Mitarbeitende am HPI hatten Gelegenheit, ihre Fragen an die Politiker zu richten. Unter anderem ging es dabei um folgende Themen: Wie können wir die Abhängigkeit von technischen Plattformen aus anderen Ländern verringern – wie zum Beispiel aus den USA? Wie kann digitale Souveränität aussehen? Was sind hier die größten Baustellen? Wie kann die Verwaltung digitaler werden? Wie werden die Studierenden bei der Entwicklung des neuen Campus für die Uni Potsdam am Brauhausberg beteiligt? Bei welchen gesellschaftlichen Problemen kann die Informatik helfen? Was hat sich Bundesdigitalminister Wildberger mit dem neuen Ministerium vorgenommen? Wie sind die Kompetenzen in der Digitalpolitik zwischen Bund und Ländern verteilt? Wie kann die digitale Infrastruktur insbesondere für den Mittelstand und für Startups verbessert werden?
Prof. Helene Kretzmer zeigte den Gästen darüber hinaus ihr Forschungsprojekt aus dem Fachgebiet “Computational Genomics”. Sie beschäftigt sich mit der Erkennung und Klassifizierung von Gehirn-Tumoren in Echtzeit mittels Machine-Learning-Modellen. Dank diesem interdisziplinären Ansatz von Informatik, Medizin und Molekularbiologie können Tumorproben – noch während einer Operation – ausgewertet werden.
Ministerpräsident Woidke dankte beim Besuch auch dem HPI-Gründer und Stifter Hasso Plattner für sein Engagement: “Mit dem Ausbau des HPI und dem Bau eines neuen Uni-Campus stärken wir den Wissenschaftsstandort Deutschland nachhaltig und leisten zugleich unseren Beitrag zum Ausbau der digitalen Souveränität Europas. Digitale Souveränität zu erlangen, wird für Europa immer dringlicher. Mit der Stärkung der Digital Engineering Fakultät werden Brandenburg und Deutschland international Maßstäbe setzen für moderne Forschung und Lehre.”
Bundesdigitalminister Wildberger unterstrich: “Für Technologieführerschaft und Digitalisierung brauchen wir die besten Köpfe. Das Hasso-Plattner-Institut in Potsdam bildet genau diese aus, die IT-Fachkräfte von morgen, die unsere digitale Souveränität stärken. Die geplante Erweiterung dieses Weltklasseinstituts ist daher ein starkes Signal für den Digitalstandort Deutschland. Wir müssen alle an einem Strang ziehen, um unser Land moderner und digitaler aufzustellen – Wissenschaft, Wirtschaft, Gesellschaft und der Staat.”