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Typ-1-Diabetes: Zverev-Stiftung spendet 10.000 Euro für HPI-Forschung

Klaus Eberhard (Zverev-Stiftung), Diabetesberaterin Ulrike Thurm und HPI-Professorin Katharina Braune (v.l.n.r.) präsentieren den Spendenscheck vor dem Gebäude des HPI Digital Health Clusters.

Leistungssport ist harte Arbeit – für Menschen mit Typ-1-Diabetes ist jeder Wettkampf ein Balanceakt zwischen Leistung und Gesundheit. Hohe Trainingsbelastungen, Wettkämpfe rund um den Globus, Jetlag oder extreme Wetterbedingungen – all das kann den Blutzucker stark schwanken lassen und das Training zur besonderen Herausforderung machen. 

Die Zverev-Stiftung, gegründet von Tennisprofi Alexander Zverev, übergab 10.000 Euro an das Forschungsprojekt Challenge-D am Hasso-Plattner-Institut. Die Spende unterstützt die telemedizinische Betreuung von Hochleistungssportler:innen mit Typ-1-Diabetes. 

Individuell, datenbasiert, weltweit verfügbar  

Unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Katarina Braune, Diabetologin und Leiterin des Fachbereichs "Digital Health – Non-Communicable Diseases" am Hasso-Plattner-Institut, und Ulrike Thurm, Diabetesberaterin und Pionierin im Bereich Diabetes und Leistungssport und Trägerin des Bundesverdienstkreuzes, werden Athlet:innen telemedizinisch, also digital, begleitet: Die Expert:innen analysieren kontinuierlich automatisch übermittelte Daten aus Insulinpumpen und Blutzuckermesssystemen, passen die Therapie an Trainings- und Wettkampfbedingungen an und stehen für Rückfragen digital und "on-demand" zur Verfügung – egal, ob am Spielfeldrand, im Trainingslager oder auf Reisen. Erste Ergebnisse zeigen: Durch die kontinuierliche, individuelle Betreuung können Athlet:innen ihre Leistung voll ausschöpfen.  

"Als Personen, die selbst mit Typ-1-Diabetes leben und selbst intensiv Leistungssport betrieben haben, wissen wir, wie herausfordernd es sein kann, den Alltag zu managen – und für Spitzensportler:innen unter Hochbelastung ist es besonders komplex", sagen Prof. Braune und Frau Thurm. "Mit unserem Projekt schaffen wir erstmals eine kontinuierliche, telemedizinische Betreuung, die individuell auf Trainings- und Wettkampfsituationen zugeschnitten ist."

Digitale Technologien als Schlüssel  

Das Projekt verknüpft medizinische Expertise mit modernster Digital-Health-Technologie: Daten aus Sensoren, Pumpen und Trainingsplänen werden wissenschaftlich ausgewertet, um Therapieentscheidungen zu optimieren. Gleichzeitig werden qualitative Interviews geführt, um Belastungen, Hürden und Erfolgsfaktoren im Leistungssport besser zu verstehen.  

Langfristig soll Challenge-D Leistungssportler:innen zuverlässig betreuen und die gewonnenen Erkenntnisse über digitale Plattformen allen sportlich aktiven Menschen mit Typ-1-Diabetes zugänglich machen.

Ansprechpersonen

Portraitfoto von Julia Gühlholz, Presse / Wissenschaftskommunikation

Julia Gühlholtz

Pressereferentin / Wissenschaftskommunikation

Tel.: +49 331 5509-1358
E-Mail: presse@hpi.de