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Aus den USA nach Potsdam

HPI-Forscherin Julia Dennett

Frisch in Deutschland forscht Julia Dennett am HPI zu Digital Health. Ihr Highlight: erste Ergebnisse sehen und die Begeisterung ihres Teams erleben. “Ich habe viele sehr kluge und hart arbeitende Menschen gesehen, die versuchen, die Welt besser zu verstehen und sie zu einem besseren Ort zu machen. Ihre Arbeit inspiriert mich und spornt mich an, das Gleiche zu tun.”

Während des Telefongesprächs mit Julia Dennett fragt sie: "Rede ich zu schnell? Ich bin immer so aufgeregt, wenn ich von meiner Forschung spreche.“ Julia Dennett arbeitet als Wissenschaftlerin am Hasso-Plattner-Institut, sie ist Postdoc im Bereich Digital Health und erforscht die Determinanten von Gesundheit und Innovation im Gesundheitswesen. 

Erst vor wenigen Monaten ist sie mit ihrer Familie nach Deutschland gezogen. Was sie antreibt? Gesundheitskrisen auf den Grund zu gehen und Zusammenhänge zu verstehen, damit die Politik in Zukunft besser agieren kann. 

Am schönsten ist es, wenn man die ersten Ergebnisse sieht und andere genauso begeistert von den Ergebnissen sind wie man selbst!

Julia erhielt ihren Doktortitel in Gesundheitspolitik mit dem Schwerpunkt Wirtschaft von der Harvard University und ihren B.S. in Wirtschaftswissenschaften vom Massachusetts Institute of Technology. Aktuell steckt Julia in den letzten Zügen ihrer wissenschaftlichen Arbeit. Sie untersucht die Auswirkung von Hitze auf die Sterblichkeit durch Drogenüberdosis in den Vereinigten Staaten. Der Zusammenhang ist eindeutig und in Anbetracht der steigenden globalen Temperaturen ein alarmierendes Signal für die Politik. 

Außerdem untersucht sie derzeit mehrere Fragen im Zusammenhang mit den Folgen von COVID-19 und Long COVID. Dabei möchte sie die Auswirkungen auf die Erwerbsbevölkerung, Menschen mit Behinderungen, das Gesundheitssystem und andere Ursachen von Mortalität und Morbidität untersuchen. “Das Schwierigste für mich ist es, Forschungsideen in konkrete Fragen zu verwandeln, die man mit Daten und seinem empirischen Instrumentarium beantworten kann.”

Julia ist in ihrer Forschungskarriere vielen Menschen begegnet, die ihr wertvolle Ratschläge gegeben haben. An diesen drei hat sie sich immer festgehalten und es nie bereut: "Erstens: Rückschläge und Misserfolge sind ein normaler Bestandteil der Forschung und einer wissenschaftlichen Karriere. Lernt so viel wie möglich aus ihnen und macht dann weiter. Zweitens ist es sehr wichtig, von anderen Forschenden umgeben zu sein, die euch Energie geben und eure Forschung verbessern, entweder durch hilfreiches Feedback oder durch eure Fähigkeit, von ihnen zu lernen - findet sie und tauscht euch mit ihnen aus. Drittens: Findet ein Forschungsgebiet, das für euch wichtig, interessant oder spannend ist. Dann seid ihr immer motiviert, morgens aufzuwachen und mit eurer Arbeit weiterzumachen!“   

Wer Julia auf dem Campus begegnet, kann sie gerne nach ihrem neuen deutschen Lieblingswort fragen. (Hint: Es ist schneckenförmig mit Glasur.) “Ich mache gerade einen Deutschkurs, aber mein Lieblingssatz ist immer noch: ‘Mein Deutsch ist nicht gut.’ Ich bin also noch nicht ganz fertig.” 

Danke an Julia Dennett für dieses Interview!