Im Laufe des weiteren Design Thinking Prozesses entwickelten die Studierenden ein digitales Werkzeug zur Diagnose, das sie „AmiCura“ nannten. Dieses Informationssystem für Allgemeinärzt:innen stellt relevante Informationen bereit, die auf den identifizierten Symptomen der Patient:innen basieren. Ausgangspunkt ist ein digitaler Fragebogen zur medizinischen Vorgeschichte der Patient:innen. Auf Basis dieses Fragebogens werden den Allgemeinärzt:innen aktuelle Handlungsempfehlungen von Spezialist:innen zur Verfügung gestellt.
Die digitale Gesundheitsanwendung „AmiCura“ ist darauf ausgelegt, Wissenslücken im Bereich von Schilddrüsenerkrankungen zu füllen und Allgemeinärzt:innen den Zugang zu aktuellen Handlungsempfehlungen zu erleichtern. Zudem macht es auf schilddrüsenspezifische Krankheitsmuster aufmerksam, die einer Allgemeinärztin ansonsten entgehen könnten.
Die Zusammenarbeit mit den Studierenden, die Erkenntnisse aus der Bearbeitung der Design Challenge und das Kennenlernen des Design Thinking-Ansatzes hatten einen nachhaltigen Effekt auf das involvierte Team von Sanofi-Aventis Deutschland. Das Team wendete in der Folge den nutzerzentrierten Ansatz auch in der eigenen Produktentwicklung an, führte Workshops mit interdisziplinär zusammengesetzten Teams durch und etablierte zudem abteilungsübergreifende Meetings.
Außerdem veranstaltete das Team con Sanofi-Aventis zusammen mit Ärzt:innen Co-Creation Workshops und Hackathons. Formate, die das Team in Zusammenarbeit mit den Studierenden kennengelernt hatten. Mithilfe von Design Thinking entwickelten sie zum Beispiel eine neue Website mit einem interaktiven Chatbot für Kund:innen.