Use Case

Wohlfühlen bei Würth Elektronik

Einführung

Mit Design Thinking die Arbeitsatmosphäre der Zukunft angenehm gestalten

Die Würth Elektronik eiSos Gruppe wandte sich an die HPI d-school, um gemeinsam mit uns Konzepte für ihre zukünftigen Arbeitsplätze in München-Freiham zu entwickeln. Gemäß dem New Work-Ansatz sollte das neue Hightech Innovation Center Brücken zwischen der Arbeit vor Ort und dem Home-Office schlagen. Hierfür entwickelten mehrere Design Thinking-Teams innovative Konzepte.

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Link zur Pressemeldung von Würth Electronik

Challenge

Die Design Challenge für dieses Kooperationsprojekt lautete: „Gestalte eine attraktive Arbeitsatmosphäre, für die alle Angestellten gerne ins Büro kommen!“

Pressebild Hightech Innovation Center (HIC)

Ausgangspunkt

Würth Elektronik plant das Hightech Innovation Center als attraktiven Arbeitsplatz.

Die Würth Elektronik eiSos Gruppe stellt elektronische und elektromechanische Bauelemente wie u. a. LED, Sensoren und Schalter her. Sie versteht sich als Technologie-Enabler für zukunftsweisende Elektroniklösungen und ist Teil der Würth-Gruppe, dem Weltmarktführer in Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Montage- und Befestigungsmaterial. Würth Elektronik hat sich dem Support- und Service-Gedanken weitreichend verschrieben – eine Menschzentrierung, die das Unternehmen auch nach innen lebt.

Bei der Planung des neuen Unternehmensstandorts in München-Freiham priorisierte das Unternehmen das Arbeitsklima entsprechend hoch. Das Hightech Innovation Center (HIC) sollte den New Work-Ansprüchen Rechnung tragen. Es galt, einen Ort zu gestalten, bei dem nicht die Räumlichkeiten an sich, sondern die Menschen im Vordergrund stehen. Dabei ging es nicht nur um jene, die sich physisch im Innovationszentrum der Würth Elektronik Unternehmensgruppe aufhalten. Insbesondere die im Home-Office bzw. anderweitig remote Arbeitenden wurden mitgedacht – geprägt von den Erfahrungen der Corona-Pandemie.

Um Anregungen für die Gestaltung einer attraktiven Arbeitsatmosphäre im HIC zu bekommen, wandte sich die Würth Elektronik Unternehmensgruppe an die HPI d-school. Zwei studentische Projektteams arbeiteten parallel. Durch die unterschiedlichen Herangehensweisen entstanden am Ende mehrere Lösungsvorschläge und Prototypen. Darunter befanden sich virtuelle Interaction Maps, kollegiale Tools und die sogenannten „Kapselmodule“ – abgetrennte Arbeitsbereiche, die auf bestimmte Funktionen zugeschnitten sind. 

Use Case Würth Elektronik New Work

Aha-Momente

Ein attraktiver Arbeitsplatz orientiert sich an den Menschen, nicht an den Räumlichkeiten.

Im Design Thinking-Prozess ermittelten unsere Projektteams die Bedürfnisse der Mitarbeitenden und leiteten daraus folgende Ziele ab:

  • fokussiertes Arbeiten erleichtern.
  • interaktiven Austausch zwischen Kolleg:innen fördern.
  • Geselligkeit und Gemeinschaftsgefühl im Unternehmen stärken.

Das in der Folge entwickelte Konzept „DigiTwin“ basiert auf einer virtuellen Karte der neuen Arbeitsumgebung im HIC, die das Projektteam in die Bereiche „lab“, „focus“, „meet“, „collaborate“ und „socialise“ unterteilt hat. Es ermöglicht eine spontane Interaktion zwischen den Mitarbeitenden. Die Expertise der Kolleg:innen wird spürbar präsent, als ob das Team an einem Tisch sitzen würde. Dadurch bringt „DigiTwin“ genau jene Spontanität zurück, die hybride Zusammenarbeit oft vermissen lässt.

Eine weitere Gruppe erarbeitete ein Konzept, das sich dem Wohlbefinden der Mitarbeitenden trotz ausbleibender spontaner Gespräche in der Kaffeeküche oder dem Fahrstuhl widmet. Mit Hilfe einer App wird die Selbstreflexion über das eigene Wohlbefinden und passende Maßnahmen zur Unterstützung angeregt werden.

Auch beim Konzept „Capsule Modules“ standen die Bedürfnisse der Mitarbeitenden im Fokus. Bei den Interviews im Rahmen des Design Thinking-Prozesses stellte sich heraus, dass physische Interaktion das Wohlbefinden der meisten Mitarbeitenden steigert. Gleichzeitig wissen viele von ihnen aber auch die Rückzugsmöglichkeiten im Home-Office zu schätzen. Deshalb verteilen sich bei diesem Konzept kleine, geschlossene Räume im Gebäude, die Szenerien für verschiedene Bedürfnisse bereithalten. Die Mitarbeitenden können zwischen „Co-Creation“-, „Lounge“- oder „Focus“-Kapselmodulen wählen und diese für ihre Zwecke online buchen. Je nach Bedarf ermöglichen die flexiblen Räume kreatives Brainstorming in der Gruppe, ein lockeres Miteinander oder konzentrierte Einzelarbeit. Die Schallisolierung garantiert dabei stets Vertraulichkeit, Kontrolle und Flexibilität zwischen den verschiedenen Arbeitsmodi im Innovationszentrum.

 

Impact

Die methodische Vielfalt des Design Thinking-Prozesses sowie die Bearbeitung durch mehrere Projektteams zahlten sich für alle Beteiligten aus. Am Ende entstanden drei Konzepte samt Prototypen, die den Grundsätzen der New Work in besonderem Maße gerecht werden. Ein Beleg dafür ist, dass sich Teile dieser Konzepte im Hightech Innovation Center der Würth Elektronik heute wiederfinden.

Im Dezember 2022 zog die Würth Elektronik in ihr neues Hightech Innovation Center im Westen Münchens ein. In dem hochmodernen Objekt befinden sich eine Arbeits- und eine Testfeldlandschaft mit state-of-the-art Ausstattung. Das Gebäude bietet Platz für 250 Mitarbeitende, darunter vor allem Ingenieur:innen und Wissenschaftler:innen.

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