Das Konzept „Krisenfest“ macht Krisenvorsorge greifbar und alltagstauglich. Menschen lernen, Verantwortung zu übernehmen und bleiben im Ernstfall ruhiger und handlungsfähiger. Gleichzeitig entlastet das Engagement der Bevölkerung die Rettungsdienste. Das "Krisenfest" ist ein menschenzentriertes Konzept zur Krisenvorsorge, das aber auch auf smarte Technologien wie die Sirenen von Hörmann eingeht. Fest steht für das Team der HPI d-school: Technik kann in Krisen sehr hilfreich sein, allerdings nur dann, wenn Menschen sie bedienen können.
Der Landkreis Meißen entwickelte den Prototyp des Studierendenteams weiter und machte daraus den Bevölkerungsschutztag, der am Samstag, den 27.09.2025, erstmalig stattfand. Viele Ideen dess Studierendenteams wuerden dort umgesetzt, beispielsweise bekamen die Besucher:innen ein Krisenlogbuch und konnten an Stationen ihr Wissen zu Sirenentönen und krisentauglichen Lebensmitteln erweitern. Der Prototyp wurde zwar speziell für den Landkreis Meißen entwickelt, kann jedoch auch auf andere Regionen angepasst werden, um Menschen überall zur Krisenvorsorge zu befähigen.
Dieser Case ist ein gutes Beispiel für den nachhaltigen Beitrag, den die Design Thinking-Projekte von Studierenden der HPI d-school leisten. Design Thinking hilft, Bedürfnisse von Nutzer:innen früh in die Entwicklung von Lösungen einzubeziehen und sie für diese zu begeistern. Das führte im Fall des Bevölkerungsschutztages im Landkreis Meißen dazu, dass sich die Bevölkerung im Veranstaltungskonzept mit ihren eigenen Interessen und Bedürfnissen wiederfand. Außerdem fühlen die Menschen sich nun in Krisen selbst handlungsfähiger und können technologische Innovationen bestmöglich nutzen.