Das Testen von Prototypen kann mögliche Fehlinvestitionen vermeiden.
Michael Fehsenfeld, Leiter Kompetenz Center Märkte bei Sedus, fasst die Produktreise wie folgt zusammen: „Ein Großteil der Möbel des damaligen Produktentwicklungsprojektes ‚se:lab‘ hatte seinen Ursprung im Kontext agiler Arbeitsweisen. Da wir für uns selbst an der HPI d-school dazu die Grundlagen gelegt haben, lag es nahe, Prototypen dort testen zu lassen und Feedback einzuholen. Dank der Arbeitsweisen und Methoden an der HPI d-school konnten wertvolle Rückmeldungen zu Eigenschaften und Funktionen direkt in die Produktentwicklung einfließen. Konkret, nutzerorientiert, praxisnah.“
Dass sich im Test viele der Produkte beim Agilen Arbeiten bewährten, bestärkte das Projektteam in ihrer bisherigen Leistung. Zudem gab es sehr spezifisches Feedback, etwa zur Handhabung der Whiteboards. Diese waren im Test noch zu schwerfällig, wurden deshalb selten bewegt und mussten entsprechend überarbeitet werden.
Die Weiterentwicklung eines anderen Produktes wurde sogar komplett auf Eis gelegt. Es handelte sich um einen Tisch, der sich an alle Arbeitsweisen anpassen sollte: sitzend, stehend, alleine oder im Team. Im Praxistest stellte sich jedoch heraus, dass es keinen Use Case gab. Das große Möbelstück stand eher im Weg, als dass es genutzt wurde. Eine schwierige Erkenntnis für das Projektteam, das von dem Konzept überzeugt war. Wenn das Feedback einen solchen Schritt aber nahelegt, gilt es, konsequente Entscheidungen zu treffen. Das ist ein wichtiges Learning für alle Design Thinker.