Use Case

Design Thinking und agiles Arbeiten: Menschzentrierte Möbel von Sedus

Einführung

Menschzentrierung lernen, leben und weitergeben

Sedus, eines der führenden Her­steller für Büro­lösun­gen in Europa, kam aktiv auf die HPI d-school zu. Gemein­sam wid­meten wir uns der Design Challenge „Ent­wickle Möbel für die kon­kreten Bedürf­nisse von Nutzer:in­nen!“. Die Zusam­men­arbeit hat die mensch­zen­trierte Heran­gehens­weise von Sedus auf das nächste Level gehoben. Heute arbei­tet das Unter­nehmen koope­rativer, krea­tiver und agiler als je zuvor.

Interessant für

Unternehmer:innen, Führungskräfte, Manager:innen, Professionals

Challenge

Die Beschäftigung mit der Design Thinking Challenge „Entwickle Möbel für die kon­kreten Bedürf­nisse von Nutzer:innen!“ legte den Grund­stein für eine noch inno­vati­vere und nutzer:in­nen-zentrier­tere Denk­weise im Unter­nehmen.

Ausgangspunkt

Sedus wandte sich im Jahre 2018 mit dem Wunsch an uns, das Unter­nehmen darin zu unter­stützen, noch inno­vativer und nutzer:in­nen­zent­rierter zu denken und zu arbei­ten als bisher.

Als Erstes schulten wir einige Füh­rungs­kräfte von Sedus in der Inno­vations­methode Design Thinking. Der Grund­stein für ein nutzer:in­nenzentrier­teres und agileres Arbei­ten wurde damit gelegt. Die Mit­arbei­tenden erlern­ten ein neues „Mindset for Innovation“ und began­nen, es in die Abläufe des Unter­nehmens zu inte­grieren.

Die Führungs­kräfte bei Sedus waren begeis­tert von den Möglich­keiten, die der Design Thinking-Prozess bietet. Deshalb ent­schied sich die Leitung des Unter­nehmens dazu, in die Weiter­bildung von zwei Mit­arbei­tenden zu inves­tieren. Wir bildeten die beiden im HPI-Zer­tifizie­rungspro­gramm für Design-Thinking-Coaches aus. Die frisch zertifi­zierten Design Thinking-Coaches ver­treten die agile Methode seither im Unter­nehmen.

Ein Jahr später bat Sedus die Exper­t:innen der HPI d-school, verschie­dene Proto­typen ihrer Produkt­serie se:lab zu testen. Sie entwic­kelten die Möbel der Serie mit dem Ziel, agiles Arbeiten in Teams zu unter­stützen und sich an unter­schied­lichste Szenarien anzu­passen. Der Ent­wicklungs­prozess war bereits weit fort­geschrit­ten. Ein Test im Arbeits­alltag sollte den finalen „Proof of Concept“ vor der Markt­ein­führung liefern.

Mitar­bei­tende unserer HPI d-school tes­teten einen Großteil der Möbel auf Herz und Nieren – darunter White­boards, Tische und Sitz­möbel. Durch die Alltags­erfah­rung im agilen Arbei­ten, ins­beson­dere in unseren Work­shops, war dieses Feed­back beson­ders wertvoll. Dadurch erhielt Sedus weitere hilf­reiche Impulse und brachte die Produkt­serie se:lab erfolg­reich zur Marktreife. 

Menschzentrierte Möbel von Sedus

Aha-Momente

Das Testen von Prototypen kann mögliche Fehlinvestitionen vermeiden.

Michael Fehsenfeld, Leiter Kompe­tenz Center Märkte bei Sedus, fasst die Produkt­reise wie folgt zusammen: „Ein Groß­teil der Möbel des dama­ligen Produkt­entwick­lungs­projektes ‚se:lab‘ hatte seinen Ur­sprung im Kontext agiler Arbeits­weisen. Da wir für uns selbst an der HPI d-school dazu die Grund­lagen gelegt haben, lag es nahe, Proto­typen dort testen zu lassen und Feed­back einzu­holen. Dank der Arbeits­weisen und Metho­den an der HPI d-school konnten wert­volle Rück­mel­dungen zu Eigen­schaf­ten und Funk­tionen direkt in die Produkt­entwick­lung ein­fließen. Konkret, nutzer­orientiert, praxisnah.“

Dass sich im Test viele der Produkte beim Agilen Arbei­ten bewähr­ten, bestärkte das Projekt­team in ihrer bis­herigen Leis­tung. Zudem gab es sehr spezi­fisches Feed­back, etwa zur Hand­habung der White­boards. Diese waren im Test noch zu schwer­fällig, wurden deshalb selten bewegt und mussten ent­sprechend über­arbei­tet werden.

Die Wei­terent­wick­lung eines anderen Pro­duktes wurde sogar komplett auf Eis gelegt. Es handelte sich um einen Tisch, der sich an alle Arbeits­weisen anpassen sollte: sitzend, stehend, alleine oder im Team. Im Praxis­test stellte sich jedoch heraus, dass es keinen Use Case gab. Das große Möbel­stück stand eher im Weg, als dass es genutzt wurde. Eine schwierige Erkennt­nis für das Projekt­team, das von dem Konzept über­zeugt war. Wenn das Feed­back einen solchen Schritt aber nahe­legt, gilt es, konse­quente Entschei­dungen zu treffen. Das ist ein wichtiges Learning für alle Design Thinker.

Impact

Ein neues Mindset kann zu einer erfolgreicheren Produktentwicklung führen.

Die gezielte Weiter­bildung von Mitar­bei­tenden hat die Design Thinking-Methode bei Sedus lang­fristig etabliert. Das dadurch verän­derte Mindset wirkt sich sicht­bar positiv auf die Produkt­entwick­lung aus.

Projekte werden nicht nur neu gedacht, sondern auch neu um­gesetzt. Auch wenn das bedeutet, dass manch­mal unlieb­same Ent­schei­dungen zugun­sten der Nutzer:in­nen­bedürf­nisse getroffen werden müssen.

Die Grund­gedanken des Design Thinking floß zudem in das haus­eigene Modell „Sedus Smart Thinking“ ein. Hierfür wurde ein Guide­book gestal­tet und erste Works­hops um­gesetzt.

Fazit

Unsere Zusammen­arbeit mit Sedus zeigt, wie sich das Design Thinking-Mindset für Inno­vation in einer Orga­nisa­tion etab­lieren und die internen Pro­zesse positiv ver­ändern kann.  

Die Aus­bildung zweier Mitar­beiten­den zu Design Thinking-Coaches inte­grierte die mensch­zen­trierte Methode im Unter­nehmen. Als Bot­schaf­ter:innen von Design Thinking schärfen sie nach­haltig das Bewusst­sein in allen Abtei­lungen. Ins­beson­dere das Team in der Produkt­entwick­lung erhält durch den Ein­bezug der Nutzer:in­nen hilf­reiche Rück­mel­dungen, wie ihre Produkte im Alltag genutzt und welche Ideen tat­sächlich angenom­men werden. So entsteht im gesamten Betrieb ein koope­rati­veres, kreati­veres und agileres Arbeiten.

Newsletter

Melde dich für unseren Newsletter an und erhalte die neuesten Updates rund um die HPI d-school direkt in dein Postfach.

Hier anmelden

Weitere Anwendungsfälle

  • Use Case
    CO₂-Kompensation gilt als wichtiger Hebel im Klimaschutz – doch viele Menschen verstehen kaum, wie sie funktioniert. Studierende entwickelten ein spielerisches Format, das Mitarbeitende für Emissionen sensibilisiert.
    • Academic Programs
    • Design Thinking
    • Nachhaltigkeit
  • Use Case
    HPIdschool Use Case Ecosia Team 4 Planet Plates
    Was haben eine Suchmaschine und Essen miteinander zu tun? Studierende entwickelten für Ecosia ein Tool, das Anreize für klimafreundliche Ernährung schafft.
    • Academic Programs
    • Design Thinking
    • Nachhaltigkeit
  • Use Case
    Montessori - Plan M - MonteLab
    Wie können Kinder von Anfang an an der Gestaltung ihrer Schule beteiligt werden? In Neumarkt konnten Schüler:innen in einem kreativen Format ihre Montessori-Schule mitgestalten.
    • Academic Programs
    • Design Thinking
  • Use Case
    Cradle to Cradle - Supermarket of the future
    Nachhaltig einkaufen neu gedacht: Teams der HPI d-school und Cradle to Cradle NGO entwickeln Konzepte für einen erlebnisreichen, transparenten Supermarkt der Zukunft.
    • Academic Programs
    • Design Thinking
    • Nachhaltigkeit
  • Use Case
    Mit der Würth Elektronik eiSos Gruppe entwickelten wir innovative New Work-Konzepte, deren Lösungsansätze im neuen Hightech Innovation Center am Unternehmensstandort in München-Freiham integriert wurden.
    • Academic Programs
    • Design Thinking
    • Innovation
  • Use Case
    Use case rethink vacuuming Robert Thomas AG
    Wie kann Staubsaugen einfacher werden? Studierende der HPI d-school entwickelten einen Prototyp, der durch Innovation, Hygiene und intuitive Handhabung besticht.
    • Academic Programs
    • Innovation
    • Design Thinking
  • Use Case
    Use Case Digitale Probierstadt Gütersloh
    Die Stadt Gütersloh suchte ein Konzept, um digitale Bildung zugänglicher zu machen. Ein Team entwickelte einen Prototyp, der Menschen an neue Technologien heranführt.
    • Academic Programs
    • Design Thinking
    • Digital Upskilling
  • Use Case
    Prototyp Hans
    Ein kalter Eingangsbereich ohne Orientierung und Arbeitsmöglichkeiten? Ein Team der HPI d-school entwickelte eine Lösung, die Bibliotheken moderner, funktionaler und einladender macht.
    • Academic Programs
    • Design Thinking
  • Use Case
    Local Lab Potsdam
    Wie ein Team der HPI d-school mit frischen Ideen die Vision eines urbanen Innovationslabors für Potsdam entwickelte – und damit echte Stadtveränderung anstieß.
    • Design Thinking
    • Academic Programs
  • Use Case
    Wie ein KI-Labor und ein Chatbot KMUs und Startups verbinden – für echte Lösungen statt nur Buzzwords. Ein Projekt mit dem KI Servicezentrum Berlin-Brandenburg.
    • Design Thinking
    • Academic Programs
    • Künstliche Intelligenz
  • Use Case
    Policy Transformation Lab
    Mit der Investorengemeinschaft Teufelsberg KG entwickelten wir Lösungen zur Nutzung des Teufelsbergs. Am Ende entstand ein Konzept für ein Policy Transformation Lab, das politischen Wandel anregt.
    • Academic Programs
    • Design Thinking
    • Nachhaltigkeit
  • Use Case
    Simulation Routenführer
    Spontan nach Lübben – und dann? Eine digitale Schnitzeljagd macht das Erkunden der Stadt einfacher und spannender. Ein Team der HPI d-school entwickelte eine spielerische Lösung für Gäste und Einheimische.
    • Design Thinking
    • Academic Programs
  • Use Case
    Mann hält Smartphone
    Dienstwagen war gestern – moderne Geschäftsreisende brauchen flexible Alternativen. Ein Team der HPI d-school entwickelte eine App, die verschiedene Verkehrsmittel kombiniert.
    • Academic Programs
    • Design Thinking
    • Nachhaltigkeit
  • Use Case
    Prototyp
    Ein digitales Sparschwein für Kinder? Was als Idee für Jugendliche begann, entwickelte sich zu einem spielerischen Finanzbegleiter für die Jüngeren. Das Ergebnis: eine clevere Lösung mit echtem Impact.
    • Academic Programs
    • Design Thinking

Kontakt

Hast du Fragen? Wir helfen dir gerne weiter.

Dr. Julia Oberhofer
Program Manager
 Mitarbeiter:innenfoto