Ein Design Thinking-Team der HPI d-school tauchte tief in die Welt digitaler Sammlungen und virtueller Ausstellungen ein. Nach intensiver Recherche, Besuchen vor Ort und Interviews mit Guides, Lehrkräften und Schüler:innen wurde klar: Eine digitale Ergänzung sollte nicht nur informieren, sondern den Entdeckergeist der Jugendlichen wecken.
Ein Gespräch mit Shoah-Überlebendem Ivan Ivanji brachte eine entscheidende Erkenntnis: Junge Menschen sollten den Gedenkstätten nicht mit Angst oder Pflichtgefühl begegnen – sondern mit Neugierde. Dieser Aha-Moment prägte die weitere Entwicklung maßgeblich. Das Team entwickelte daraufhin eine App, die Schüler:innen spielerisch auf eine interaktive Lernreise schickt. Ausgehend von digitalen Objekten können sie den historischen Weg realer Personen erforschen – eine Herangehensweise, die nicht nur bei der Vorbereitung hilft, sondern auch den Besuch in der Gedenkstätte strukturiert.
Nach der Nutzung können Schüler:innen ihre Lernerfahrungen diskutieren, digitale Objekte und Biografien in einer persönlichen Bibliothek speichern und neue Geschichten entdecken, die zu weiteren Erkundungstouren einladen.
Am Ende des Design Thinking-Prozesses wurde das von den Studierenden entwickelte Konzept, einschließlich eines Prototypen für die User Journey, an die Gedenkstätten und das Designbüro “Zum Kuckuck” übergeben.