Geschulte Design Thinking-Botschafter:innen tragen den Wandel in das gesamte Unternehmen.
Hochland entschied sich, Design Thinking über ein dezentrales Netzwerk von Botschafter:innen ins Unternehmen zu bringen. Hierfür durften wir von der HPI d-school zehn Hochland-Mitarbeitende im Design Thinking schulen. Diese kamen aus unterschiedlichen Bereichen und von Standorten verschiedener Länder.
Als zukünftige Botschafter:innen für Design Thinking wurden Mitarbeitende auserkoren, die eine Aufgeschlossenheit gegenüber neuen und spielerischen Ansätzen mitbrachten. Das Design Thinking-Training verstärkte diese Eigenschaft und untermauerte sie methodisch.
Ihre neue Rolle als Design Thinker hatten die Mitarbeitenden aus Deutschland, Russland, Rumänien und Polen zusätzlich zu ihrer bisherigen Funktion inne. Sie waren im Unternehmen weiterhin auch fachlich eingebunden. Dadurch konnten die Botschafter:innen an unterschiedlichsten Stellen sowie in ihren Arbeitskontexten aktiv werden – mit kleinen Impulsen oder umfangreicheren Interventionen.
Um Design Thinking im Unternehmen zu etablieren, war es wichtig, dessen Prozess und Ergebnisse sichtbar zu machen: „Mit den Design Thinking-Projekten waren wir deshalb viel im Haus unterwegs, statt uns in Besprechungsräumen zu ‚verstecken‘. Kolleg:innen sehen uns in einer Brainstorming-Runde oder beim Bau von Prototypen in der Kaffeeküche – und so kommt man ins Gespräch oder hat gleich einen ersten Tester an der Hand. Die Hemmschwelle sinkt und die Neugier ist geweckt.“
Erste erfolgreiche Praxisbeispiele halfen schließlich, Design Thinking im Unternehmen zu verankern: „Wenn ein Projektteam schon eine ganze Weile an einem Thema gearbeitet, aber sich dabei festgefahren hat, werden wir manchmal dazu geholt. Dann hilft oft eine kleine Intervention, um den Knoten zu lösen und Raum für Kreativität zu schaffen“, berichtet Zloteanu. „Und wenn sich die Design Thinker auf diese Weise als Troubleshooter bewährt haben, erkennen die Kolleg:innen den Wert des Ansatzes und gehen beim nächsten Mal gleich beim Aufsetzen eines neuen Projekts auf die Botschafter zu.“
Die Zahl der Interventionen durch interne Design Thinker nahm bei Hochland stetig zu. Allein Elena Zloteanu gab in den letzten fünf Jahren über 60 interne Design Thinking-Workshops. Hinzu kamen zahlreiche Workshops, die die Botschafter:innen in den Ländern organisierten.