Die Schichtplanung bei Rolls Royce sollte effizienter und flexibler werden. Ein Studierendenteam entwickelte dafür einen digitalen Information Hub, der relevante Schichtinfos bündelt und Transparenz sowie Mitbestimmung ermöglicht.
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Die Schichtplanung bei Rolls Royce sollte effizienter und flexibler werden. Ein Studierendenteam entwickelte dafür einen digitalen Information Hub, der relevante Schichtinfos bündelt und Transparenz sowie Mitbestimmung ermöglicht.
Die Challenge von Rolls Royce an das Design-Thinking-Team lautete: „Gestalte die Schichtplanungserfahrung für Arbeiter:innen, Teamleiter:innen und Produktionsplaner:innen neu, um auf eine kollaborative Weise eine flexiblere und effektivere Arbeitsumgebung zu erschaffen.“
Die Schichtplanung in der Produktion ist eine echte Herausforderung! Unterschiedliche Stationen brauchen spezialisierte Fachkräfte, während das Dreischichtsystem mit Schichtübergaben und Vorschriften zusätzliche Hürden mitbringt. Dazu kommt: Die Personalplanung muss sich ständig anpassen – je nach Verfügbarkeit von Teilen und Modulen. Gleichzeitig wollen Mitarbeitende mehr Mitbestimmung, um Beruf und Privatleben besser zu vereinbaren. All diese Anforderungen in Einklang zu bringen und eine Lösung zu finden, die sowohl effizient als auch fair für alle Beteiligten ist – das erhoffte sich Rolls Royce vom Team der HPI d-school.
Das Studierendenteam tauchte zunächst tief in Konzepte wie New Work, Selbstorganisation und flexible Arbeitszeiten ein. Danach ging es in die nächste Phase des Design-Thinking-Prozesses: Interviews mit Mitarbeitenden aus verschiedenen Bereichen von Rolls Royce. Dabei wurde schnell klar, dass der Wunsch nach einem einheitlichen System für Schichtplanung und Aufgabenkoordination abteilungsübergreifend groß ist. Gleichzeitig zeigte sich, dass viele Mitarbeitende in der Produktion zwar grundsätzlich mit der Schichtplanung zufrieden waren, sich aber dennoch mehr Flexibilität und individuelle Anpassungsmöglichkeiten wünschen. n mehreren Co-Creation-Sessions brachten die Studierenden und Mitarbeitenden ihre Erkenntnisse zusammen und entwickelten erste Lösungsansätze. Besonders wertvoll war der Austausch zwischen Mitarbeitenden aus unterschiedlichen Abteilungen. Dieser fand in manchen Abteilungen zum ersten Mal in dieser Form statt. So entstand ein besseres gegenseitiges Verständnis für die jeweiligen Herausforderungen und Bedürfnisse, was die Zusammenarbeit auf eine neue Ebene hob.
Die Studierenden entwickelten einen Prototyp für einen digitalen Information Hub, der den Produktionsmitarbeitenden und Teamleitern den Schichtstart erleichtert. Beim Einloggen erhalten sie automatisch alle relevanten Infos für ihre Schicht – von aktuellen Aufgaben bis hin zu geleisteten Arbeitsstunden, anstehenden Fortbildungen und verbleibenden Urlaubstagen.
Die dafür notwendige Software wurde in Kooperation mit dem Fraunhofer Institut Leipzig entwickelt.
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