Integration am Arbeitsplatz fördern

Projektpartner: NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge

Challenge: Entwicklung eines Konzepts zur Identifizierung, Befähigung und Schulung von Auszubildenden als Integrationsscouts. Die Scouts sollen die Mitarbeitenden ihres Unternehmens für den Umgang mit interkulturellen Missverständnissen sensibilisieren und die Vorteile sowie Herausforderungen, die durch eine vielfältige Belegschaft entstehen, im Unternehmen sichtbar machen.
 

NUiF Integrationskompass


Zahlreiche Unternehmen stoßen bei der Integration von Auszubildenden mit Flüchtlingshintergrund auf vielfältige Herausforderungen, die ohne externe Unterstützung nur schwer zu bewältigen sind. Diese Problematik nimmt das NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge auf und macht es sich zur Aufgabe, Unternehmen bei der Ausbildung und Beschäftigung von Flüchtlingen zu unterstützen.

Das NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge ist eine Initiative des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) und des Deutschen Industrie- und Handelskammertages e. V. (DIHK e. V.). Über 2.800 Unternehmen, davon ca. 78% kleine und mittelständische Firmen, haben sich zusammengeschlossen, um die Arbeitsmarktintegration von Menschen mit Fluchthintergrund voranzutreiben. Das studentische Team der HPI D-School sollte diesen Ansatz ausbauen, um den Willen zur Integration zu vertiefen und ein Bewusstsein für kulturelle Hintergründe zu schaffen.

Im ersten Schritt des Design Thinking-Prozesses analysierten die Studierendenteams die spezifischen Bedürfnisse von Unternehmen im Integrationsprozess. Diese Untersuchung ergab, dass bereits viele Angebote zur Integration am Arbeitsplatz existieren, diese aber unübersichtlich und für Unternehmen schwer zugänglich sind. Daraufhin entwickelten die Studierenden mithilfe des iterativen Design Thinking-Prozesses den Integrationskompass. Der Integrationskompass ist eine Website, die verschiedene Integrationsangebote für Unternehmen unterschiedlicher Größen und Branchen aufarbeitet und somit den Wissenstransfer zwischen Netzwerk und Firmen ermöglicht.

Während des Entwicklungsprozesses führte das studentische Team Interviews mit Flüchtlingen, Unternehmen und Vertreter:innen des NETZWERKs Unternehmen integrieren Flüchtlinge, um den Integrationskompass an die Anliegen aller beteiligten Personengruppen auszurichten. Auch in den darauffolgenden Phasen des Prototypings und Testens wurden stets Auszubildende mit Fluchthintergrund einbezogen. Der entstandene Überblickskatalog zeigt einfach und strukturiert Ideen, Konzepte und Erfahrungen, wie Integration am Arbeitsplatz gelingen kann und richtet sich an Firmeninhaber:innen, Personalleiter:innen und Angestellte.

Über die Kooperation mit der HPI D-School hinaus stellte das NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge zwei der Studierenden an, um das Projekt weiter zu verfolgen. Gemeinsam finalisierten sie den Integrationskompass und stellten die Website online, um Integration am Arbeitsplatz langfristig zu fördern.