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Der DICOM Standard

DICOM bedeutet "Digital Imaging and Communications in Medicine" oder "Digitale Bildgebung und Kommunikation in der Medizin". Der DICOM Standard legt Richtlinien für den herstellerunabhängigen Austausch von medizinischen Bildern zwischen Geräten, Computern und Krankenhäusern fest und ist unter Mitwirkung von Ingenieuren der Bildgebung und der Computertechnologie (National Electrical Manufacurers Association - NEMA) sowie Ärzten von Instituten, wie ACR (American College of Radiology), ASE (American Society for Echocardiology) und ACC (American College of Cardiology), entwickelt worden. 1983 gründeten das ACR und die NEMA eine Gemeinschaft, um eine einheitliche Schnittstelle für Geräte im medizinischen Bereich zu entwerfen. Das Ergebnis in Form des ACR-NEMA-Standards Version 1.0 wurde 1985 auf der RSNA (Radiological Society of North America) vorgestellt. Aufgrund von Irrtümern in der Spezifikation dieses Standards erschien 1990 die als 50 pin-Verbindung bezeichnete Version 2.0, in der die Definition der Punkt-zu-Punkt Kommunikation verbessert worden war und einige Ergänzungen aufgenommen wurden. 1993 wurde schließlich DICOM auf der RSNA veröffentlicht. In diesem als ACR-NEMA 3.0 bezeichneten Standard wurde infolge des Bedarfs an einer standardisierten Schnittstelle für Netzwerkverbindungen festgelegt, dass sowohl Punkt-zu-Punkt Verbindung, TCP/IP (Transmission Controll Protocol/Internet Protocol) als auch das ISO-OSI-Basisreferenzmodell (ISO-OSI=International Standards Organisation-Open System Interconnection) und damit die gängigsten Standards für Netzwerkprotokolle, innerhalb einer Anwendung benutzt werden können.

Die Forschungsgruppe von Prof. Dr. Christoph Meinel hat sich mit den folgenden Bereichen befasst:

  • Digitale Befundberichte in DICOM
  • Es besteht Bedarf an einer Kombination von Bildern mit Informationen über die untersuchte Person, der durch den Einsatz von DICOM Structured Reporting (SR) aufgelöst werden kann. Radiologische Aufnahmen, die in digitalisierter Form vorliegen, können mit Befunderhebungen, repräsentiert als Text, Audio oder Maßangaben verknüpft werden. Durch die Kombination entsteht ein einfacheres Bild des Befundes, der dann einfach weitervermittelt werden kann.

  • DICOM - Sicherheit
  • Der Standard DICOM spezifiziert Sicherheitsaspekte meistens unter Verwendung anderer Standards, wie dem europäischen Prestandard für die Sicherheit in der Kommunikationstechnologie. IHE integriert unterschiedliche Technologie und konzentriert sich bei der Spezifikation auf die Verwendung von DICOM- und Health Level 7 (HL7)-Definitionen. IHE eignet sich jedoch in der Anfangsphase aufgrund seiner Komplexität nur für große Institutionen. Der praktizierende Arzt wird nur ein System akzeptieren, das einfach ist, auf Standards basiert, robust gegenüber fehlerhaften Eingaben, einfach zu bedienen, zu warten und zu installieren ist. Dieses System muss auf dem Standard DICOM basieren und eine minimale Menge von Sicherheitsfunktionen enthalten, die das System optimal schützen und kompatibel zu anderen Systemen halten. Im Zusammenhang mit dem DICOM Standard interessante Themen sind die Verwaltung einer Public Key Infrastruktur, die integration von digitalen Signaturen in Befunddokumente, der Schutz der Privatsphäre durch Verschlüsselung.

  • Hanging Protokol für DICOM
  • Ziel dieses Projektes ist es, ein Präsentationssystem für die Besprechung von Untersuchungsergebnissen radiologischer Schwarzweiß-Einzelbildaufnahmen im DICOM-Format zu erstellen. Die Vorbereitung einer Präsentation beinhaltet das Zusammenstellen von Bildern. Mehrere zu einem Patienten gehörende Präsentationen bilden eine Studie. Die Auswahl der Bilder geschieht über eine Vorschau, die durch Filter eingeschränkt werden kann. Es soll eine Zuordnung von Befundbericht und Bildern möglich sein. Vor der Präsentation werden die Bilder der Präsentation auf den Rechner übertragen, der für die Präsentation genutzt werden soll.

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