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CeBIT 03/01 - Telematik-Forscher blicken in die Zukunft der Karten

CeBIT zeigt Trend: Eine Smart Card für alle Anwendungen

Smart Cards - das sind die "intelligenten" Nachfolger der Magnetstreifenkarten. Konnten diese nur Daten speichern, sind in die vielseitigen neuen Kunststoffscheibchen mittlerweile Mikroprozessoren mit einer Leistung eingebettet, wie sie vor wenigen Jahren nur ausgewachsene PCs aufwiesen. Forscher des Trierer Instituts für Telematik wollen nun auf der CeBIT 2001 (22. bis 28. März) demonstrieren, welchen Sicherheitsvorsprung Smart Cards bieten.

"Bargeldloses Bezahlen, Telefonieren, Sich-Ausweisen - für all das hat man heute noch verschiedene Karten", beschreibt Institutsleiter Professor Christoph Meinel (46) die wachsende Vielfalt der kleinen Kunststoff-Scheiben. Die Zukunft gehöre aber der Mehrzweck-Karte, die mit verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten aufgeladen und erweitert werden könne, prognostiziert der Trierer Telematik-Professor. Voraussetzung dafür böten die modernen, noch leistungsfähigeren Chips. Auch seien die Daten auf Smart Cards fälschungssicher gespeichert.

Sicherheit - dessen ist sich Meinels Telematiker-Team bewusst - ist ein wesentlicher Faktor, der über die Akzeptanz der intelligenten Chipkarten in Zukunft entscheiden wird. Deshalb präsentieren die Trierer Wissenschaftler auf dem Gemeinschaftsstand "Forschung und Technologie in Rheinland-Pfalz" (Halle 16, Stand B43), wie man zum Beispiel mit einer Smart Card und dem Prinzip der digitalen Unterschrift eine Zugangsberechtigung viel sicherer überprüft als mit herkömmlichen Verfahren, die sich auf Passwörter stützen.

Das Trierer Institut für Telematik, ein 1998 gegründetes und mit der Fraunhofer-Gesellschaft verbundenes Spitzenforschungs-Zentrum, präsentiert auf der CeBIT außer den Sicherheitsvorteilen beim Einsatz von Smart Cards auch die "Patienten-CD", auf der ein Arzt während einer Untersuchung medizinische Bilder in Sekundenschnelle problemlos archivieren kann, das "Elektronische Studienbuch", das in der virtuellen Hochschule der Zukunft Zugangsbestätigungen, Leistungsnachweise und Rechnungsstellungen sicher verwaltet, sowie den "Lock Keeper", ein schleusenartig funktionierendes System, das Computer im Internet absolut sicher vor Hacker-Angriffen schützt und damit besser ist als die bisherigen "Firewalls."