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Press Release 33/02


 

33/02 - Internet-Brücke zwischen China und Deutschland - Chinesische Studenten nehmen online an Vorlesung

teil

Peking/Trier. Die Volksrepublik China macht es von diesem Monat

an ihren Studenten möglich, live und online an

Internet-Vorlesungen im Ausland teilzunehmen. Das teilte Professor

Christoph Meinel (48), Direktor des Instituts für Telematik

e.V., in Trier mit. Informatik-Studenten der Polytechnischen

Universität Peking werden vom 29. Oktober an dienstags und

donnerstags an Meinels Trierer Vorlesungen zum Thema

Internet-Technologien teilnehmen, die jeweils zwischen 8.15 und 10

Uhr live im Internet unter www.tele-task.de übertragen werden. Schwerpunkt der mit einer neuen Technik

gesendeten Online-Vorlesungen in englischer Sprache sind

"Schwachstellen und Angriffspunkte" des Internets. Professor Meinel

ist Lehrstuhlinhaber (C4) für Informatik an der

Universität Trier.

Wenn sich die chinesischen Studenten an ihrem Bildschirm ansehen

werden, welche Probleme der Internet-Sicherheit Professor Meinel im

Trierer Hörsaal per Laptop und vor laufender Internet-Kamera

präsentiert, ist es bei ihnen schon Nachmittag. "Sollten die

Pekinger Informatiker einen Termin verpassen, können sie sich

- wie im Prinzip jeder andere Internet-Nutzer auf der Welt auch -

unter der Adresse www.tele-task.de die Aufzeichnung

der Vorlesung zu einem geeigneten späteren Zeitpunkt abrufen",

betont der Trierer Wissenschaftler. Die Informatik-Vorlesung wird

mit Rücksicht auf die chinesischen Teilnehmer in Englisch

gehalten.

Professor Meinel, der im Wintersemester eigentlich die

Komplexitätstheorie zum Inhalt seiner Vorlesung machen wollte,

kam mit dem Themenwechsel einem Wunsch aus der chinesischen

Hauptstadt nach. Geäußert wurde er vom Dekan der

Informatik-Fakultät an der Polytechnischen Universität

Peking, Professor Baocai Yin (39). Er war in diesem Sommer für

drei Monate in Trier gewesen, um während eines

Forschungssemesters am Informatik-Lehrstuhl von Professor Meinel

Untersuchungen zur automatischen Gesichtserkennung, einem

Spezialgebiet der Biometrie, durchzuführen.

Seit vergangenem Herbst arbeiten ferner drei junge Pekinger

Informatik-Studenten auf der Basis eines einjährigen

Stipendiums am außeruniversitären Institut für

Telematik e.V., das von Professor Meinel in Personalunion geleitet

wird. Er ist voll des Lobes über die Partnerschaft mit der

Polytechnischen Universität Peking: "Wir haben die besten

Absolventen der Pekinger Informatik-Fakultät bekommen. Es sind

hervorragende und engagierte Forscher, die sich schnell ans

Arbeiten und Leben hier gewöhnt haben". Ji Hu (27), Wanjun

Huang (26) und Chunyan Jiang (27) hören das gerne. Für

die Trierer Forschungseinrichtung sind sie sogar schon mit

Beiträgen auf internationalen Wissenschaftler-Konferenzen in

den USA, Skandinavien und Griechenland aufgetreten. Ji Hu hat sich

auf das Thema Informations-Sicherheit konzentriert, Wanjun Huang

mit einem neuen Internet-Standard für Web-Services

beschäftigt und Chunyan Jiang Fragen rund um den Austausch

dreidimensionaler medizinische Bilder behandelt. Anfang Oktober

kamen nun drei weitere Pekinger Stipendiaten nach Trier.