Hasso-Plattner-Institut20 Jahre HPI
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20.12.2018

Press Release

Sicherheit im Internet: openHPI startet neue Serie kostenloser Onlinekurse

Wer viel im Internet unterwegs ist und Wert auf möglichst hohe Sicherheit legt, dem bietet das Hasso-Plattner-Institut (HPI) von Januar an eine neue Serie kostenloser Onlinekurse an. Sie startet am 16. Januar mit einem 14-tägigen Kurs, der mit Verschlüsselungstechniken vertraut macht. Der Titel: „Datensicherheit im Netz – Einführung in die Informationssicherheit“. Für den Kurs von HPI-Direktor Professor Christoph Meinel kann sich jeder anmelden unter https://open.hpi.de/courses/informationssicherheit2019. IT-Grundkenntnisse reichen nach Angaben des Instituts aus.

„Die Teilnehmer lernen zum Beispiel, wie und ob eine Verbindung zum Online-Banking sicher oder der Inhalt einer E-Mail vertrauenswürdig ist“, kündigt Meinel an. Dafür bekommen die Nutzer Grundlagen der Kryptographie und Einblicke in verschiedenen Verfahren der Verschlüsselung vermittelt. Diese sollen sicherstellen, dass über das offene Internet verschickte Informationen vertraulich bleiben, also nur vom Sender und Empfänger gelesen werden können.

Im neusten Onlinekurs der Bildungsplattform openHPI geht es außerdem um Methoden, mit denen erkannt werden kann, ob Informationen einer Nachricht verändert wurden. Meinel: „Diese Sicherheitsverfahren verbreiten sich momentan stark und werden insbesondere für sensible Dienste, wie zum Beispiel Online-Banking, verwendet“.

Die openHPI-Serie an zwei- bis sechswöchigen „Massive Open Online Courses“ (MOOC) für Einsteiger und IT-Experten wird bereits am 20. Februar fortgesetzt - mit einem Onlinekurs zum Schutz des eigenen Ichs im Netz. Er informiert über digitale Identitäten und wie man sie gegen Diebstahl verteidigt. Ebenfalls zu erhöhtem Sicherheitsbewusstsein beitragen soll das Kursangebot zum Thema „Blockchain - Sicherheit auch ohne Trust Center“ (Start: 27. März).

Sicherheitskurse im Dreier-Pack

Für diese drei Einzel-Kurse gibt es eine gemeinsame Prüfungswoche – ein Novum bei openHPI. Vorteil für die Lerner: Sie haben die Chance, bei Erfolg ein gebündeltes Zertifikat zu erhalten, vergleichbar den qualifizierten Zertifikaten, die es sonst nur nach 6-Wochen-Kursen gibt. Mit diesem Zeugnis können die Teilnehmer beispielsweise ihrem Arbeitgeber nachweisen, dass sie sich vertieftes Wissen über Grundlagen der Cybersecurity angeeignet haben. Studierende haben überdies die Möglichkeit, sich für dieses Zertifikat ECTS-Punkte anrechnen zu lassen.

Als Ergänzung zu diesen drei eher theoretischen Sicherheitskursen lernen Interessierte ab dem 22. Mai im praxisorientierten Kurs „Sichere E-Mail“, wie sie E-Mails verschlüsseln und sicher versenden können.

Das gesamte openHPI-Jahresprogramm Informationstechnologie- und Innovations-Themen hält mehr als 14 Gratis-Angebote für digitale Weiterbildung bereit. „Von Schülern und Studenten über Jobsuchende und Berufstätige bis hin zu Senioren kann jeder etwas finden, um sich in Sachen Digitalisierung auf den aktuellsten Stand bringen zu lassen“, verspricht Meinel. Im Laufe des Jahres soll das Angebot noch um weitere Themen ergänzt werden. Plattformnutzer können Informationen darüber in einem Newsletter abonnieren.

Hintergrund zur interaktiven Bildungsplattform openHPI

Seine interaktiven Internetangebote hat das Hasso-Plattner-Institut als Pionier unter den deutschen Wissenschafts-Institutionen am 5. September 2012 gestartet - auf der Plattform https://open.hpi.de. Sie vermittelt seitdem Gratis-Zugang zu aktuellem Hochschul-Wissen aus den sich schnell verändernden Gebieten Informationstechnologie und Innovation. Das geschieht bislang hauptsächlich auf Deutsch, Englisch und Chinesisch. Im Herbst 2017 hat openHPI aber erstmals auch die Online-Übersetzung und Untertitelung eines Kurses in elf Weltsprachen angeboten. Bislang sorgten mehr als 185.000 Teilnehmer in aller Welt für etwa 556.000 Kurseinschreibungen. Für besonders erfolgreiche Absolventen seiner "Massive Open Online Courses", kurz MOOCs genannt, stellte das Institut bisher fast 59.000 Zertifikate aus. Das openHPI-Jahresprogramm umfasst zahlreiche Angebote für IT-Einsteiger und Experten. Auch die in der Vergangenheit angebotenen fast 60 Kurse können im Selbststudium nach wie vor genutzt werden - ebenfalls kostenfrei. Studierende können sich für das Absolvieren von openHPI-Kursen jetzt auch Leistungspunkte an ihrer Universität anrechnen lassen. Wer sich Videolektionen aus den Kursen unterwegs auch dann anschauen will, wenn keine Internetverbindung gewährleistet ist (etwa im Flugzeug), kann dafür die openHPI-App für Android-Mobilgeräte, iPhones oder iPads nutzen.

Kurzprofil Hasso-Plattner-Institut

Das Hasso-Plattner-Institut (HPI) in Potsdam ist Deutschlands universitäres Exzellenz-Zentrum für Digital Engineering (https://hpi.de). Mit dem Bachelorstudiengang „IT-Systems Engineering“ bietet die gemeinsame Digital-Engineering-Fakultät des HPI und der Universität Potsdam ein deutschlandweit einmaliges und besonders praxisnahes ingenieurwissenschaftliches Informatikstudium an, das von derzeit rund 500 Studierenden genutzt wird. In den drei Masterstudiengängen „IT-Systems Engineering“, „Digital Health“ und „Data Engineering“ können darauf aufbauend eigene Forschungsschwerpunkte gesetzt werden. Bei den CHE-Hochschulrankings belegt das HPI stets Spitzenplätze. Die HPI School of Design Thinking, Europas erste Innovationsschule für Studenten nach dem Vorbild der Stanforder d.school, bietet jährlich 240 Plätze für ein Zusatzstudium an. Derzeit sind am HPI 14 Professoren und über 50 weitere Gastprofessoren, Lehrbeauftragte und Dozenten tätig. Es betreibt exzellente universitäre Forschung – in seinen IT-Fachgebieten, aber auch in der HPI Research School für Doktoranden mit ihren Forschungsaußenstellen in Kapstadt, Haifa und Nanjing. Schwerpunkt der HPI-Lehre und -Forschung sind die Grundlagen und Anwendungen großer, hoch komplexer und vernetzter IT-Systeme. Hinzu kommt das Entwickeln und Erforschen nutzerorientierter Innovationen für alle Lebensbereiche.